
Nach fairem Shake-Hands mit dem Gegner konstatierte der Großenseebacher Spielertrainer Udo Prell nach der Partie völlig zurecht den verdienten Sieg seines FSV über die bis zum Schluss tapfer kämfpenden Osternoher und den damit verbundenen Klassenverbleib seines Teams. Die Osternoher traten verletzungs- und urlaubsbedingt ohne vier wichtige Stammkräfte an und kamen in der ersten Spielhälfte kaum gefährlich in die Seebacher Hälfte.
Der FSV - der mit Stammkeper Marco Mirschberger, der sich im letzten Punkterundenspiel einen Fingerbruch zuzog - auch einen schwer zu verkraftenden Ausfall kompensieren musste und auch den mit Kieferbruch nicht einsatzfähigen Oliver Prell ersetzen musste, hatte seine erste gefährliche Szene nach acht Minuten. Der Schuss von Udo Prell aus gut 30 Metern landete rechts neben dem Gehäuse, so dass der Osternoher Torhüter Jörg Erzhuber nicht eingreifen brauchte. Mehr zu tun hatte Erzhuber fünf Minuten später, als Prell einen Freistoß aus 25 Metern in Richtung SVO-Tor abfeuerte und er zur Ecke faustete. Wohl die falsche Entscheidung traf Kai Nuora kurz danach. Bereits in den Strafraum des SVO vorgedrungen entschied er sich gegen den direkten Abschluss. Seine Flanke missriet und flog unerreichbar für einen Mannschaftskollegen Richtung rechte Eckfahne.
Nach zwei kleineren FSV-Chancen, hatte Osternohe mit der Bogenlampe von Manuel Lindwurm, die der gute Mirschberger-Ersatz Martin Weiser im Nachfassen entschärfte, die erste nennenswerte Angrifssszene (26.). Nach weniger zwingenden Aktionen des FSV unterbrochen von gelegentlichen Versuchen des SVO pfiff Schiri C. Stühler (DJK-SC Oesdorf) zur Pause. In die ersten Minuten nach dem Wechsel startete Osternohe engagiert, hatte aber nur eine gute Aktion, als Manuel Lindwurm den Außenpfosten traf (48.). Danach übernahm der FSV wieder das Kommando und lag nach zwei vielversprechenden Versuchen von Christian Müller (52., 53.) durch denselben Spieler verdient vorne. Sebastian Jakobs hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt und nach innen gegeben, Müller den Ball Richtung Tor bugsiert. Von der Unterkante der Latte sprang der Ball dann ins Tor. Erzhuber war zwar am Ball dran, konnte das Tor aber nicht verhindern (57.).
In der Folgezeit hatte Seebach etliche Chancen den Sack endgültig zu zu machen und sich und die Anhäger zu beruhigen. Dies wollte aber einfach nicht gelingen. Besonders im Blickpunkt stand dabei Christian Müller, der auf dem Weg zum Tor durch ein Tackling noch abgefangen wurde (66.), knapp übers Tor zielte (69.) oder in Jörg Erzhuber seinen Meister fand (77.). So mussten man beim FSV in der 75. und der 86. Minute noch mal richtig durchatmen.
In Szene eins hatte Osternohes Daniel Pittroff einen Eckball erkämpft und der eingewechselte Jörg Lochner Martin Weiser mit seinem Schuss zu einer Parade gezwungen, danach Lukas Gerstacker per Freistoß Weisers Können abgefragt. Das erlösende Seebacher 2:0 fiel in der Schlussminute der regulären Spielzeit durch den von Mario Aschbrenner zu Ende gebrachten Konter. Nach vier Minuten Zugabe kannte der Seebacher Jubel kein Halten mehr.
Nach einer kurzen Abtastphase bekamen die 750 Zuschauer im Forchheimer Jahn-Stadion ein unterhaltsames und faires Relegationsspiel zu sehen. Beide Mannschaften versuchten von Beginn an, nach vorne zu spielen und konnten sich auf ihre Torhüter verlassen. Weißenohe war anfangs das bessere Team und kam nach fünf Minuten durch einen Volleyschuss von Benjamin Bayerlein zur ersten guten Gelegenheit. Gegen Mitte des ersten Spielabschnittes kamen nun auch die Adelsdorfer besser in die Partie.
Kurz vor der Pause hatte der Weißenoher Anhang gleich zweimal den Torschrei auf den Lippen: Erst verpasste Spörler eine Hereingabe von rechts nur um wenige Zentimeter – kurz darauf konnte Adelsdorfs Schlussmann Enk einen Distanzschuss von Spörler mit einer starken Parade noch an die Latte lenken.
Nur fünf Minuten waren im zweiten Durchgang vergangen, eher der SC Adelsdorf mit 1:0 in Führung ging. Tim Lausen zog aus 30 Metern ab und versenkte den Ball unhaltbar im Weißenoher Gehäuse. Nach der Führung übernahmen die Aischgründer nun endgültig das Kommando über die Begegnung. In der 88. Minute sorgte Pascal Benes für das 2:0 und machte so den Aufstieg für die Elf des scheidenden Trainers Otmar Bayer perfekt.
Während der SCA mit seinen Fans ausgiebig feierte, müssen enttäuschte Weißenoher nun dem TSV Röttenbach in der Bezirksliga-Relegation die Daumen drücken: Steigen die Röttenbacher auf, bekommt das Team von Spielertrainer Matthias Senftner ein erneutes Endspiel um den Aufstieg in die Kreisliga.
Der SV DJK Eggolsheim hat den direkten Durchmarsch aus der A-Klasse geschafft und kann sich nun ab der neuen Saison auf Kreisligafussball freuen. Die Mannschaft von Trainer Michael Rödl war vor allem im zweiten Durchgang überlegen.
Vor 800 Zuschauern in Thuisbrunn gelang dem SV Simonshofen der bessere Start. Christian Haas brachte den Tabellendreizehnten der abgelaufenen Kreisligasaison mit 1:0 in Führung (10.). Eggolsheim glich durch Steffen Loskarn aus (15.). Nach dem 1:1 hatten die Eggolsheimer nun mehr vom Spiel.
Nach Wiederanpfiff dauerte es nur etwa zwei Minuten, ehe Sebastian Dierl nach einem Torwartfehler des Simonshofener Schlussmanns seine Farben mit 2:1 in Front brachte und so den Eggolsheimer Torreigen eröffnete. Bis zur 60. Minute stand es 5:1: Der 22fache Saisontorschütze Sebastian Dierl mit seinen Treffern zwei und drei und der eingewechselte Adrian Grinjuks waren die Torschützen. Der SV Simonshofen, ab der 62. Minute in Unterzahl, konnte dem Eggolsheimer Sturmlauf nur wenig entgegensetzen. In der 70. Minute verkürzte Harald Lahner für den SVS auf 2:5. Das halbe Dutzend perfekte machte Andreas Barthelmann (83.).