
Das aber lag nicht daran, dass der Stahlbau seine Gäste etwa schwindlig spielte, sondern an ihren vor allem in Hälfte eins am desolaten Weischlitzer Abwehrverhalten.
BERICHT AUS SICHT DER GÄSTE
SG Stahlbau Plauen - FSV Bau Weischlitz 4:0
Dabei sah es zunächst so aus, als könne der FSV aus Plauen etwas mitnehmen. Egelkraut scheiterte mit seinem fulminanten Fernschuss aus 16 Metern am Pfosten (5. Min.). Danach brannte es noch zweimal lichterloh vor dem Plauener Keeper Tim Ammon. Doch der Ball wollte einfach nicht über die Torlinie. Mehr Glück besaß der Stahlbau-Torjäger Michel Bär, der eine Pingpong-Situation vor dem Weischlitzer Kasten mit dem Führungstor für seine Mannschaft nutzte (19.).Warum auch immer, von da dominierten die Hausherren die Partie. Weischlitz hatte den Schock offensichtlich noch nicht überwunden, da machten Torwart Paul Schubert und Verteidiger Stefan Winkler mit ihrem Missverständnis den Weg frei für den zweiten Treffer von Bär in diesem Spiel (23.). Schließlich konnten drei Weischlitzer Nils Unterdörfer bei seinem Sturmlauf über 35 Meter nicht stoppen, seine scharfe Eingabe fälschte Roman Knoll unglücklich ins eigene Tor ab (3:0/39.).
Im zweiten Lauf überzeugte Weischlitz dann mit mehr Ballbesitz, ohne dabei zu der ganz großen Torchance zu kommen. Die aber hätte es gegeben, wenn der Schiedsrichter ein böses Foul an Knoll im gegnerischen Strafraum Regel gerecht mit einem Strafstoß geahndet hätte. Doch die Pfeife blieb stumm (55. Min.).
Umso größer die Aufregung auf der Weischlitzer Bank, als nach einem Körperkontakt zwischen Winkler und Bär in der anderen Spielhälfte der Spielleiter sofort auf den Punkt zeigte. Hartung besorgte von dort für Schubert unhaltbar des 4:0 (65.).
Florian Möckel (Stahlbau): „Gar keine Frage, beide Situationen im Strafraum hätten mit Elfmeter bestraft werden müssen. Da kann ich die Enttäuschung der Weischlitzer verstehen.“
Andreas Schaller (Weischlitz): „Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Schiedsrichter nicht nur einmal recht fragwürdige Entscheidungen gegen uns getroffen hat. Das betrifft nicht nur den uns versagten Elfmeter. So erhielt zum Beispiel Justin Leistner eine gelbe Karte in der 74. Minute, obwohl er seinen Gegenspieler überhaupt nicht berührt hatte. Zum Spiel selbst. Der Plauener Sieg ist zweifellos verdient, aber zu hoch ausgefallen. Schuld daran war vor allem unsere Unaufmerksamkeit in der Abwehr. Da müssen wir künftig konsequenter zur Sache gehen, wenn wir in der Klasse bestehen wollen.“
Schiedsrichter: Dirk Pilz (Markneukirchen) - Zuschauer: 98