In dessen Verlauf war ihm vom Vorsitzenden Anton Ritzer mitgeteilt worden, dass Absberg mit einem anderen Trainer in die nächste Saison gehen und die fast zweijährige Zusammenarbeit beenden möchte. Als Hauptgrund führte Ritzer nicht nur die Unzufriedenheit einiger Spieler, sondern auch kritische Stimmen aus dem Umfeld an. Trotz des sportlichen Erfolgs sieht er beim TSV Absberg einen Stillstand und erhofft sich durch den vierten Trainer in vier Jahren neuen Schwung.
Laut Ritzer war der Verein allerdings erst von einer Trennung nach dem Saisonende ausgegangen. Unabhängig vom Ausgang. Doch weil Hans Herzog in diesem Gespräch unter zwölf Augen (Vorsitzender, zwei Beisitzer, Schriftführer und Fußball-Abteilungsleiter) schnell klar geworden ist, dass in Absberg persönliche Interessen wichtiger sind als der sportliche Mannschaftserfolg, legte er noch vor dem Heimspiel gegen den VfL Treuchtlingen seinen Trainerposten nieder.
Angesprochen auf die Vorwürfe stellte der B-Lizenzinhaber fest, dass er sich nichts vorzuwerfen habe außer der Tatsache, nicht immer konsequent und seiner Linie treu gewesen zu sein. Denn wäre es rein nach Trainingsbeteiligung und/oder –leistung gegangen, dann hätte der ein oder andere gar nicht aufgestellt werden dürfen und mancher unbedingt spielen müssen.
Nach dem Rücktritt wurde der TSV Absberg beim 2:0 gegen den VfL Treuchtlingen von Franz Schärtel betreut. Der 46-jährige war bis Mitte 2011 neun Jahre TSV-Spielertrainer und übergab seinem Nachfolger Claus Meyer einen Kreisligisten. Sollten die nächsten beiden Spiele in Theilenhofen und gegen Stirn gewonnen werden, wäre Absberg als Vizemeister in der Relegation und könnte nach dreijähriger Abwesenheit in die Kreisliga zurückkehren.
Sicherlich auch ein großer Verdienst von Hans Herzog, dessen vorzeitiger Rücktritt für Anton Ritzer nichts mit sportlichen Gründen zu tun hat („als Dritter darf man eigentlich nicht jammern“) und der ihn „persönlich sehr schmerzt“. Die überraschende Trennung ist sicherlich auch deswegen etwas besonderes, weil Absberg nicht gegen den Ab- , sondern um den Aufstieg spielt.