
Bergstraße. Bei zwei Begegnungen, die für den A-Ligisten SV Lörzenbach nicht unter die Rubrik „Heimspiel“ fallen, ist das Wort Auswärtsspiel aber ebenfalls unpassend. Da ist sicherlich die höchstens offizielle Auswärtsbegegnung beim ISC Fürth zu nennen, die deswegen keine ist, weil hier der SVL auf heimischem Geläuf antritt.
Und es gibt noch ein Spiel in dieser Kategorie, zumindest für Lörzenbachs Trainer Jan Schörling. Denn wenn der SVL am Samstag beim TSV Aschbach antritt, sind es für Schörling nur weniger Meter bis zur Spielstätte.
„Ja, in Aschbach am Sportplatz wohne ich. Und da ist mir auch nicht entgangen, wie sich der TSV in dieser Saison sportlich entwickelt hat“, ist Schörling bestens über seinen ehemaligen Verein informiert, dem er 2006 mit 24 Treffern zur zwischenzeitlichen Rückkehr in die Kreisoberliga Bergstraße verhalf.
Und er hat wohlwollend zur Kenntnis genommen, dass der neue Aschbacher Übungsleiter Thomas Baucsek neuen Schwung hereinbekommen hat. „Die haben sich im Vergleich zur Vorrunde komplett verändert“, sagt Schörling und braucht dabei nicht erst auf das jüngste Aschbacher 7:1 über den SV Winterkasten Bezug zu nehmen. Hinzu kämen noch Eigenschaften wie Mentalität und Kameradschaft, die dem TSV immer zu eigen sind. „Wir wollen aber auch in Aschbach gewinnen, unsere Serie halten und den Vorsprung auf die Verfolger“, sagt Schörling, der am Samstag fast aus dem Vollen schöpfen kann. Lediglich hinter Jonas Fetsch steht ein Fragezeichen.
Das Schreiben, dem SV Lörzenbach zur Meisterschaft zu gratulieren, hat Thorsten Schnitzer, der Spielertrainer des FV Biblis, fast schon aufgesetzt. „Für uns geht es fast nur noch um Platz zwei“, bringt Schnitzer zum Ausdruck, weswegen er und seine Mannen aktuell mehr das Abschneiden des Tabellendritten FC Ober-Abtsteinach verfolgen, als auf Lörzenbacher Ausrutscher zu hoffen.
Jetzt treten die Bibliser bei der heimstarken TG Jahn Trösel an. „Das will ich aber nicht als Ausrede heranziehen, wenn wir dort nur ein Unentschieden holen. Ebenso wie in Trösel wollen wir alle sieben weiteren Spiele gewinnen.“ Inzwischen haben die Bibliser auch kennenlernen müssen, was passiert, wenn sie nicht zu 100 Prozent bei der Sache sind. „Dann verlierst Du auch gegen Gegner, gegen die der Spielplan eigentlich keine Niederlage vorgesehen hat“, sind Schnitzer die Pleiten gegen den ISC Fürth und der SG Nordheim/Wattenheim noch in unguter Erinnerung.