
Bergstraße. Drei Elfmeterpfiffe und ein Platzverweis haben dem FC Ober-Abtsteinach im Verfolgertreffen der A-Liga beim Tabellenvierten TSV Reichenbach erst den Pusch gegeben. In Unterzahl machte der FCO aus einem 1:2 noch einen 4:2-Sieg, womit Reichenbach im Kampf um den zweiten Platz im Gegensatz zum FCO keine Chancen mehr hat. Ein Debakel erlebte die TG Jahn Trösel dem Zweiten Biblis. Der TSV Aschbach holte gegen Spitzenreiter SV Lörzenbach einen wertvollen Punkt. Lörzenbach hat damit weiter kein Spiel in dieser Saison verloren.
TSV Reichenbach – FC Ober-Abtsteinach 2:4 (0:1). TSV-Trainer Christian Bauer erachtete die erste Heimniederlage als korrekt: „Wir hatten schon in der ersten Hälfte Glück und gingen glücklich in Führung. Mit dieser Leistung sind wir auch kein Anwärter auf Platz zwei.“ Der FCO schon, wie die gute, geschlossene Mannschaftsleistung auch nach dem Platzverweis für Alem Brkic-Hotic wegen Notbremse und zweimaligem Rückstand offenbarte. Für den verhinderten Trainer Özcan Sahin übernahm Co-Trainer Christian Murr.
Tore: 1:0 Muzhaqui (7., Foulelfmeter), 1:1 Georgiev (52.), 2:1 Julian Beilstein (56., Foulelfmeter), 2:2 Hirschberg (64.), 2:3 Spreng (69.), 2:4 Erak (89.). – Schiedsrichter: Sonthoff (FV Eppertshausen). – Zuschauer: 120. – Bes. Vorkommnisse: Rot für Alem Brkic-Hotic (56., FCO) wegen Notbremse), Muzhaqui (TSV) scheitert mit Elfmeter in der Nachspielzeit an Noel Palkowski. – Beste Spieler: keine/Gärtner, Hirschberg.
TSV Aschbach – SV Lörzenbach 3:3 (1:1). Das Spiel war zweikampfbetont. Das spielerische Moment kam nicht so sehr zur Geltung. Für Aschbach trug sich Stefan Stefanovski dreimal in die Torschützenliste ein, bei den Gästen war der Goalgetter vom Dienst, Tim Krauß, zweimal erfolgreich. Das Ergebnis geht in Ordnung, wie Aschbachs Beobachter Bruno Bihn sagte: „Beide Mannschaften haben sich reingekniet, ein gutes Spiel abgeliefert.“ Als glücklich empfand er allenfalls, dass den Gästen der Ausgleich in der Nachspielzeit gelang: „Doch das Tor lag in der Luft. Einem souveränen Tabellenführer gelingt dies eben – anderen nicht.“
Tore: 0:1 Krauß (14.), 1:1, 2:1 Stefanovski (15., 47.), 2:2 Krauß (51.), 3:2 Stefanovski (72.), 3:3 J. Schumacher (90. + 4). – Schiedsrichter: Ahmad (Leeheim). – Zuschauer: 250. – Beste Spieler: Stefanovski, Alter/Denis Dörsam, Krauß.
TG Jahn Trösel – FV Biblis 2:9 (1:4). Die Gäste unterstrichen nachdrücklich ihren Anspruch auf Platz zwei. Der Tröseler Anhang war hingegen „bitter enttäuscht“, wie es TG-Berichterstatter Toni Gianforcaro ausdrückte. Kurz glomm beim 1:1 durch Stefan Zink ein Hoffnungsfunken auf. Aber Im Gegenzug folgte ein Freistoßtor von Schnitzer aus 25 Metern. Lucas Schestag und Bandieramonte schraubten das Ergebnis zur Pause auf 4:1.
Tore: 0:1 Hajdu (12.), 1:1 Zink (22.), 1:2 Schnitzer (24.), 1:3 Schestag (39.), 1:4 Bandieramonte (45. + 4), 1:5 Hajdu (48.), 1:6 Bandieramonte (73.), 1:7 Romario Kronauer (75., Foulelfmeter), 1:8 Hajdu (78.), 1:9 Bandieramonte (80.), 2:9 Knapp (85.). –
Schiedsrichter: Mache (Ludwigshafen). – Zuschauer: 105. – Bes. Vorkommnisse: Zeitstrafe und Rot für Christopher Jöst (TG Jahn, 41. + 74.) wegen Meckerns. – Beste Spieler: keine/Bandieramonte, Hajdu, Schnitzer.
ISC Fürth – SC Rodau 2:3 (1:1). Es mangelte dem ISC an Koordination, Zusammenspiel und Konzentration, ärgerte sich ISC-Traine Teoman Asar. „Wir spielten so schlecht, und dennoch bekamen wir jede Menge Chancen geschenkt, die uns ein besseres Ergebnis ermöglicht hätten“, kommentierte Asar. So köpfte Cagatay Daldal an den Pfosten, Kenan Kemanci zirkelte in der Endphase den Ball am Tor vorbei. „Endlich hatten wir das Glück des Tüchtigen mal auf unserer Seite“, so Rodaus Pressewart Edmund Becker..
Tore: 0:1 Rohr (4.), 1:1 Daldal (18.), 1:2 Müller (60.), 1:3 Hutter (76.), 2:3 Daldal (85.). – Schiedsrichter: Mucha (Oberzent). – Zuschauer: 60. – Beste Spieler: keine/keine.
SG Nordheim-Wattenheim – SV Lindenfels 2:1 (1:0). Die geschwächten Lindenfelser mussten ihre erste Niederlage in diesem Jahr hinnehmen. „Wir haben das Spiel nicht so angenommen wie Nordheim-Wattenheim“, sagte Co-Trainer Kevin Schröder. Die Gastgeber, die sich als Vorletzter gegen die Abstiegsrelegation stemmen, waren insgesamt aktiver, scheiterten aber trotz 2:0-Führung immer wieder an SVL-Keeper Klöss. Immerhin hatten Bauer und Spielertrainer Ihrig in den Schlussminuten Chancen zum Ausgleich.
Tore: 1:0 Pixberg (27.), 2:0 Kilian (78.), 2:1 Werner (83.). – Schiedsrichter: Waschkowitz (Mengsberg). – Zuschauer: 40. – Beste Spieler: geschlossene Leistung/Maximilian Klöss, Weber.