
Nach neun Spieltagen kristallisieren sich in den Zugspitz-A-Klassen mehr und mehr die Favoriten für die Aufstiegsrunde im Frühjahr heraus.
Landkreis – Bis hin zum Tabellenfünften SC Oberweikertshofen III reichen in der Gruppe 2 noch die Kandidaten für die Meistrunde. Stabil halten konnte diese Rolle der FC Landsberied, während der SV Haspelmoor und der SV Althegnenberg ein wenig auf der Stelle treten. Der TSV Jesenwang und der FC Aich II bleiben abgeschlagen im Hintertreffen. In der Gruppe 3 zieht der TSV Geiselbullach II ziemlich sicher seine Kreise an der Tabellenspitze, gefolgt von der zweiten Garnitur des Stadtrivalen SC Olching. Im Maisacher Ortsduell konnte sich der TSV Gernlinden immerhin über den allerersten Zähler dieser Saison freuen. In der Gruppe 4 haben der SC Gröbenzell II und der SV Germering die Qualifikation für die Meisterrunde ziemlich sicher in der Tasche. Der SC Unterpfaffenhofen II kämpft mit zwei Puchheimer Teams um Platz drei.
FC Landsberied - FC Aich II 3:1 (0:0) – „Es war auch für uns etwas ungewohnt“, meinte FCL-Abteilungsleiter und Spieler Max Bals zum ersten Landsberieder Heimspiel der Saison, das auf dem Nebenplatz ausgetragen wurde, weil der Hauptplatz nach dem Engerling-Befall immer noch nicht bespielbar ist. „Der ist dann doch eine Nummer kleiner als der Hauptplatz.“ Und dort taten sich die Gastgeber zunächst schwer, eine Lücke immer Aicher Defensivverbund zu finden. Folgerichtig stand’s zur Halbzeit 0:0. Nach Wiederanpfiff gelang den Gastgebern dann doch die 1:0-Führung durch Linus Printz (50.). In der Schlussphase wurde es dann wild. Erst glich Aich durch Sanin Groso aus (78.). Dann schlug Landsberied zwei Mal zu. Erst durch Arya Jahangiri Mehr (85.). „Sehenswert ins Kreuzeck“, so Bals. Dann, als Aich aufmachte, vollendete Maximilian Böck einen Konter zum 3:1 (89.).
SV Althegnenberg - Haspelmoor 2:2 (0:0) – Mit zwiegespaltenen Gefühlen gingen am Ende die Gastgeber vom Platz. Lange hatten sie die Führung behaupten können, die Moritz Mulitze in der 49. Minute erzielt hatte. In der 69. Minute stellten die Gäste aus Haspelmoor dann aber doch auf Ausgleich. Das Team von Spielertrainer Jürgen Schamberger konnte die Partie tatsächlich drehen. Stephan Lais war in der 76. Minute erfolgreich. Doch der SV Althegnenberg wollte sich nicht mit der Niederlage abfinden. Allerdings mussten die Schützlinge von SVA-Trainer Marcel Aue bis in die Nachspielzeit zittern. Benedikt Wex konnte die Gastgeber schließlich erlösen.
TSV Geiselbullach II - TSV Fürstenfeldbruck West 2:2 (1:0) – Der TSV Fürstenfeldbruck West kommt immer mehr ins Rollen. Beim souveränen Tabellenführer Geiselbullach II erkämpfte sich die Elf von Spielertrainer Qemajl Beqiri jetzt ein Remis. „Insgesamt ein gutes Spiel“, meinte der West-Coach. Er sprach von einem gerechten Unentschieden. „Es gab Torchancen auf beiden Seiten.“ Die Geiselbullacher haderten derweil mit einigen unverständlichen Schiedsrichterentscheidungen – darunter ein nicht gegebener Treffer. Dennoch waren es die Gastgeber, die zuerst trafen. Maximilian Skucha brachte die Bullacher in Front (20.). Doch nach Wiederanpfiff schlugen die Westler zurück. Der aus Günzlhofen zurückgekehrte Fatih Demiraslan glich zum 1:1 aus (49.). Dann war Bullach wieder an der Reihe. Doch Yannick Schmidts erneuter Führungstreffer (68.) hatte gerade einmal drei Minuten Bestand ehe Qendrim Beqiri zum 2:2-Endstand traf (71.).
SC Maisach II - TSV Gernlinden 2:2 (1:1) – Im Prinzip hätte man nur die ersten 20 und die letzten 10 Minuten zusehen brauchen, um die Höhepunkte live mitzubekommen. Fabian Jäger hatte Maisachs zweite Garnitur in der 11. Minute in Führung gebracht. Weitere elf Minuten später durfte Gernlinden über den Ausgleich jubeln, den Marcel Stüdl erzielte. Als der gleiche Spieler in der 84. Minute noch einmal traf, durften die bisher punktlosen Gäste sogar auf den ersten Saisonsieg hoffen. Doch auch Jäger hatte noch einmal Bock und bewahrte seine Farben zwei Minuten vor Schluss vor der Niederlage.
SC Schöngeising - SC Olching II 0:0 – Das Erreichen der Meisterrunde besser absichern, war das Ziel beider Mannschaften. Gelungen ist das eher nur halb, auch wenn der TSV Gernlinden überraschend Schützenhilfe geleistet hatte. Bei insgesamt vier gelben Karten hielt sich die Aufregung auch sonst in engen Grenzen.
SV Puchheim - SV Germering 2:3 (0:3) – Bis eine halbe Stunde vor Schluss wären die Quoten nicht allzu hoch gewesen, hätte man auf einen Sieg der Gäste gesetzt. Denn die führten da bereits vermeintlich sicher mit drei Toren. Markus Schönbauer hatte erstmals in der 21. Minute getroffen und dann per Elfmeter nachgelegt. Somit erhöhte er seine persönliche Bilanz auf sechs Treffer. Als jedoch die Partie ins letzte Drittel einbog, wachten die Gastgeber auf. Insbesondere hatte daran Dejan Krizovensky Anteil. Zwischen Minute 58 und 69 hatte er zweimal getroffen und die Ortler Hoffnung schöpfen lassen. Doch trotz aller Bemühungen wollte der Ausgleich nicht mehr gelingen.
SC Gröbenzell II - ASV Biburg 6:0 (2:0) – So klar die Ausgangsposition zwischen Erstem und Letztem vor Beginn war, so eindeutig war sie auch nach Beendigung der Partie. Mit zwei Treffern noch in der ersten Halbzeit hatte Lukas Schumann die Weichen auf Sieg gestellt. In Laune gekommen legte Schumann dann im zweiten Durchgang noch zwei weitere Treffer nach. Seine Teamkollegen Tobias Bonfig und Linus van Delden wollten sich da nicht lumpen lassen. Sie machten schließlich das halbe Dutzend voll.
Ethnikos Puchheim - TV Stockdorf 2:4 (1:2) – Im Kampf um den Einzug in die Meisterrunde musste Ethnikos einen Rückschlag hinnehmen. Angedeutet hatte sich das bereits bis zur 20. Minute, nachdem Michael Mayerhofer und Luca Dachgruber für die Gäste eingenetzt hatten. Erst kurz vor der Pause machte Manuel Ntum Hoffnung auf eine positive Wende. Die wurde noch durch den Ausgleich von Leon Ruder gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs verstärkt. Doch Stockdorfs Albin Djakovac und nochmals Dachgruber machten die schnell wieder zunichte. (Hans Kürzl)