
Langsam aber sicher beginnt die heiße Endphase der Saison 2021/2022. Am 24. Spieltag schossen sich der Tabellenführer STV Urweiler (7:1 gegen Sotzweiler) und der Drittplatzierte SC Alsweiler (6:1 gegen NoWo II) schon einmal warm für die letzten sechs Spiele. Die SG Scheuern, der Zweite auf dem Tableau, begnügte sich mit einem 2:0 in Niederkirchen, hätte aber auch höher gewinnen können.
„Wir sind wieder auf dem richtigen Weg!“
Nur in der ersten Hälfte konnten die Akteure des TSV dem Spitzenreiter standhalten. Nach der Pause zogen die Gastgeber das Tempo an und ließen nichts mehr anbrennen. Zwar konnte Jan Olbrich für die Gäste noch einmal zum 1:3 (74.) verkürzen, doch keine zwei Minuten später hatte Ken Rein von der STV keine Lust mehr auf irgendwelche Eventualitäten und setzte den Gästen einen Doppelpack zum 5:1 und 6:1 ins Netz (76.,77.). Damit war die Sache gelaufen. „Schnell den Ball holen…. Noch eins, dann gibts ´ne Kiste“, schrieb denn auch der Tickerkollege kurz vor Ende der Partie. Mit der Kiste war hier aber nicht das 7:1 gemeint, sondern bereits die kühle grüne Kiste für die dritte Halbzeit, bei der alle fröhlich mittun duften. Mit- und Gegenspieler vereint. Jan Stutz, der Coach des STV meinte: „In der ersten Halbzeit hat sich bestätigt, was wir erwartet haben. Dass es eben kein Selbstläufer werden würde. Die Gäste haben in Hälfte Eins kompakt gestanden, robust dagegen gehalten und uns das Leben schon ganz schön schwer gemacht. Erst in Hälfte Zwei sind uns auch die letzten Pässe besser gelungen und wir haben einen hochverdienten Sieg eingefahren.“ Stutz verteilte an seine Jungs ein Riesenkompliment dafür „wie sie sich Schritt für Schritt in die Rückrunde reingearbeitet haben“ und nach den Schwierigkeiten zum Rückrundenstart jetzt „wieder auf dem richtigen Weg“ sind.
„Nach hinten stand Niederkirchen richtig gut!“
Patrick Beia, Spielertrainer der SG Scheuern-Steinb./Dörsdorf war am Ende mit dem 2:0-Erfolg in Niederkirchen zufrieden. „Es war wie erwartet nicht ganz einfach, gegen die tief stehenden Niederkirchener zum Torerfolg zu kommen“, so Beia. Zweimal aber klappte das vorzüglich und da die Gastgeber nur wenig nach vorne taten und lediglich zu zwei Torchancen kamen, war der Sieg für die Gäste auch nicht wirklich gefährdet und hätte auch höher ausfallen können. „Solche Spiele muss man einfach nur irgendwie gewinnen und abhaken.“ Für das kommende Duell gegen den SV Baltersweiler erwartet Beia ein offeneres Spiel.
Steffen Theobald und Jochen Wiesen treffen doppelt
Weniger "Aufwand" hatte der Tabellendritte SC Alsweiler in der Begegnung gegen die Zweite der SG Nohfelden-Wolferweiler, die bereits in der Halbzeit vorentschieden war. Nach den Treffern von Jochen Wiesen (27.), Marco Hinsberger (33.) und Massimiliano Santalucia (43.) hieß es da bereits 3:0. Die Gäste kamen auch nach der Pause nicht ins Spiel und mussten bereits direkt nach Wiederanpfiff das 0:4 hinnehmen. Erneut traf Jochen Wiesen und auch Steffen Theobald konnte sich danach noch als Doppeltorschütze feiern lassen (83.,86.).
„So kann man ein Wochenende gerne abschließen!“
Im Derby zwischen Gronig-Oberthal und dem SG Namborn-St./D.-Walhausen ließ das Team von SGGO-Trainer Julian Scheid dieses Mal so überhaupt gar nichts anbrennen. Mit 5:0 wurden die Gäste nachhause geschickt. „Wir waren spielerisch klar überlegen und haben das Ding verdient gewonnen“, so Scheid. „So kann man ein Wochenende gerne abschließen und so darf ein Derby auch sehr gerne laufen.“ Das sahen die Spieler ebenso und tanzten noch minutenlang feiernd im Spielerkreis.
„Man muss eben wissen, wie man die Spieler anpackt.“
Schau an, der „Blies“ entpuppt sich mehr und mehr zur Mannschaft der Rückrunde. Die gute Serie hielt auch beim besser platzierten SV Hasborn II an. Und nicht nur, dass das Team von Trainer Jean Marc Gregoire gewinnen konnte. Vielmehr taten sie das mit einer „über die gesamte Spielzeit hoch konzentrierten Leistung“, wie Gregoire seinen Spielern zuerkannte. „Meine Jungs haben sich auf die schnellen, jungen Spieler des SV Hasborn hervorragend eingestellt und nichts zugelassen.“ Am Ende hieß es sogar 6:1 für die Gäste, was vielleicht ein wenig hoch war, aber „wenn man weiß, wie man die Spieler anpacken muss, dann wachsen die auch mal über ich hinaus.“ Gregoire hatte an diesem Sonntagabend wohl die richtigen Worte gefunden und seine Spieler „gepackt“.
„Wir hätten das auch gewinnen können!“
Oder: Sie hätten das nach der Anzahl der Chancen vielleicht sogar gewinnen müssen. Gemeint sind die Kicker der SG Marpingen-Urexweiler II unter ihrem Coach Thomas Recktenwald. Der sah die Gastgeber nur in der ersten Hälfte als besser, dann sehr viele Chancen seines Teams, dem es aber nicht gelang, diese auch zu verwerten. Früh schon geriet die SG Marpingen in Rückstand (3., Ja-Luca Loth), ebenso schnell aber konnte Matthias Mechenbier ausgleichen (14.). In der zweiten Hälfte wurden dann die vielen Chancen nicht genutzt und Recktenwalds Mannen mussten gar das 1:2 hinnehmen (52., Maurice Mossal) und sie hätten sich beinahe um die Früchte ihrer guten Arbeit gebracht. „Immerhin ist uns noch das 2:2 gelungen. Wenn wir das Spiel heute verloren hätten, wäre das nicht ok gewesen. Eigentlich hätten wir es wohl gewinnen müssen, aber mit dem 2:2 kann ich dann noch gut leben“, entschied Recktenwald.
Ottweiler II klaut Remis in Dirmingen
Etwas überraschend konnte die Zweite der SG Ottweiler-Steinbach einen Punkt aus Dirmingen bei der SG Dirmingen-Berschweiler entführen. Immerhin liegen neun Tabellenplätze zwischen den beiden Mannschaften. Dem frühen 1:0 durch Simon Naumann (4.) ließen die Gastgeber nichts folgen, so dass die SG Ottweiler im Spiel blieb und nach der Pause egalisieren konnte. Für das 1:1 sorgte Julian Witsch in der 54. Minute.