
„Das ist kein normales Ligaspiel“, hatte DSC-Trainer Jörg Runge seinem Team vorab mit auf den Weg gegeben. Der Blick auf die Tabelle zeigte dies deutlich. Vor dem 12. Spieltag betrug der Abstand zu den Abstiegsrängen nur noch zwei Punkte. „Die Partie war richtungsweisend. Gut, dass wir jetzt auch zuhause an die Grundtugenden angeknüpft haben, die uns zuletzt auswärts Punkte gebracht haben. Außerdem waren wir dem Delbrücker Publikum etwas schuldigt“, so Runge.
Offen erste Halbzeit mit Chancen auf beiden Seiten
Dementsprechend engagiert und mit Einsatzwillen begann der DSC die Partie gegen den Oberligaabsteiger. Nach sieben Minuten köpfte Daniel Austenfeld aus zentraler Position, Stadtlohns Keeper Stauder war auf dem Posten. Die Gäste agierten aber ebenso wenig abwartend. Nach einem Schnitzer von Delbrücks Patryk Plucinski war Hilgemann durch. Kevin Hund rettete mit einem starken Reflex (9. Min.). Delbrücks Torwart reagiert auch zehn Minuten später gut, wehrte den Ball aber nach vorne ab. Matthias Riemer klärte im letzten Moment. „Wir haben in den richtigen Momenten endlich den Fuß dazwischen bekommen“, lobte Runge. Die letzten beiden Chancen der ersten Halbzeit gehörten wieder dem DSC. Lukas Cramer zog aus zwanzig Metern ab, Stadtlohns Torwart parierte (28.). Mit dem Pausenpfiff schoss Marius Ferber nach einer Ecke über das Tor (45.).
Delbrück erwischt einen Traumstart in Halbzeit Zwei
Nach Wideranpfiff erwischten die Gastgeber einen Traumstart. Ferber passte von rechts flach vorher, Sebastian Walter traf den Ball nicht richtig, der dadurch zu Andrea Cesa rollte. Dieser drehte sich und schoss das Leder zum 1:0 unter die Latte (47.). Ferber hatte im Anschluss den zweiten Treffer auf dem Fuß, Stadtlohns Stauder war aber erneut auf dem Posten. Auf der Gegenseite fischte auch Hund noch einen Ball aus der Ecke (60.). Danach bekamen die Delbrücker mehr Kontrolle und schafften es Stadtlohn vom eigenen Tor fernzuhalten.
Gräwe macht alles klar und Stadtlohns Banken sieht Rot
Der eingewechselte Gianluca Mazza schob knapp am Tor vorbei (80.), um dann wenig später von rechts quer zu legen. Marco Rüskaup ließ den Ball passieren, Dustin Gräwe nahm in auf und schoss zum 2:0 ins lange Eck (85.). Die Partie war gelaufen, trotzdem stoppte Stadtlohns Banken den starken Cesa dann noch per Notbremse und sah dafür Rot (87.).
Die Aufstellung des DSC
DSC: Hund – Rüskaup, Plucinski, Riemer, Austenfeld – Erdogmus, Paterok – Ferber (61. Gräwe), Walter (88. Kawakbi), Cesa – Cramer (77. Mazza).