
In der Landesklasse 2 empfing der im Abstiegskampf steckende SV Empor Artern den Tabellenzweiten SV Empor Walschleben. Während die Gastgeber dringend Punkte gegen den drohenden Absturz benötigten, wollte Walschleben den Anschluss an Spitzenreiter Sondershausen halten. Die Favoritenrolle lag damit klar bei den Gästen – zumindest auf dem Papier.
SPIELBERICHT VOM SV EMPOR WALSCHLEBEN // Steffen Ehrich
Der SV Empor Walschleben setzte sich in der Landesklasse 2 beim abstiegsbedrohten SV Empor Artern durch und blieb damit weiterhin in Schlagdistanz zum Tabellenführer aus Sondershausen. Dabei erwischten die Gäste keinen guten Start in die Partie. Artern trat bissig und äußerst willensstark auf und hätte nach Einschätzung des Gästetrainers Steffen Ehrich „nach 20 Minuten auch 3:0 führen können“. Dass es nur bei einem Gegentreffer blieb, lag an einem starken Torhüter Pergelt, der Walschleben im Spiel hielt. Erst danach stabilisierte sich der Favorit etwas, ohne jedoch wirklich zu überzeugen. „Danach wurde es besser, ohne wirklich gut zu werden“, beschrieb Ehrich den Auftritt seiner Mannschaft bis dato. Dennoch reichte ein gelungener Angriff zur ersten wichtigen Szene: Eine Eingabe von L. Rücherdt verwertete Hausmann per Hinterkopf unhaltbar.
Nach dem Seitenwechsel übernahm Walschleben zunehmend die Kontrolle. Die Gäste kamen nun deutlich besser ins Spiel und erzielten folgerichtig den Führungstreffer nach einer sehenswerten Einzelaktion „vom linken Fünfereck in den rechten Giebel“. Im weiteren Verlauf blieb die Partie jedoch von vielen Ballverlusten der Gäste geprägt, die Artern immer wieder zu gefährlichen Kontern einluden. Die Gastgeber nutzten diese Umschaltmomente stark aus, scheiterten jedoch häufig im letzten Drittel. Am Ende stand ein Arbeitssieg für den Tabellenzweiten, der selbstkritisch eingeordnet wurde: „Wir haben uns nicht gerade mit Ruhm bekleckert“, lautete das Fazit des Trainers, der jedoch ergänzte: „Wegen dem Dreier brauchen wir uns aber nicht schämen.“
Damit bleibt Walschleben im Rennen um die Tabellenspitze und hält den Anschluss an Sondershausen aufrecht - auch wenn spielerisch noch deutlich Luft nach oben blieb.