
Der SV Grün-Weiß Mühlen hat beim TuS Esens einen hart erkämpften 4:2-Auswärtssieg gefeiert und damit den Anschluss an die Tabellenspitze gewahrt. Doch der Weg dorthin war alles andere als einfach. „Es war ein hartes Stück Arbeit, ein Arbeitssieg auf jeden Fall“, sagte Trainer Andreas Hinrichs nach dem Spiel.
Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen durch Samuel Stainbank früh mit 1:0 in Führung (18.). „Esens war von Beginn an sehr präsent, hatte auch direkt in den ersten Minuten eine Riesenchance“, so Hinrichs. „In der ersten Halbzeit haben sie uns mit ihrer physischen Spielweise etwas den Schneid abgekauft.“ Mühlen tat sich schwer, kam kaum zu zwingenden Möglichkeiten und lag zur Pause verdient zurück.
Nach dem Seitenwechsel zeigte der Favorit jedoch ein anderes Gesicht. „Es hat schon eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit bedurft, um das Spiel zu drehen – die gab es dann aber auch“, erklärte Hinrichs. Zunächst traf Benjamin Willenbrink zum Ausgleich (64.), ehe Peter Sieve (68.) und Lorenz Lagemann (79.) mit zwei sehenswerten Distanzschüssen das Spiel drehten. „Beide Male wunderschön aus 20 Metern in den Knick – trifft man ja auch nicht alle Tage so und dann gleich zweimal“, sagte der Trainer.
Esens gab sich allerdings nicht geschlagen, verkürzte in der Nachspielzeit durch Frank Til (90.+5) und warf alles nach vorne – doch Mühlen konterte eiskalt. „Mit der letzten Szene dann der Konter zum 4:2-Endstand – Vorlage Willenbrink, und Peter Sieve drückt den Ball nur noch über die Linie“, fasste Hinrichs zusammen.
„Esens hat das wirklich sehr, sehr gut gemacht und uns das Leben schwer gemacht. Wir haben uns über weite Strecken schwer getan, aber am Ende nicht unverdient gewonnen“, resümierte er. Mit dem Erfolg verschafft sich Mühlen eine ideale Ausgangslage vor den kommenden Spitzenspielen gegen Schüttorf und Papenburg: „Wir haben jetzt aus unserer Sicht die Eintrittskarte gelöst, um dann auch in den nächsten Wochen absolute Spitzenspiele zu haben.“
Aktuell stehen die Grün-Weißen auf dem zweiten Platz, zwei Punkte hinter Papenburg und drei Punkte vor Schüttorf. Esens steht auf Rang 13 und braucht nach vier Niederlagen in Serie wieder ein Erfolgserlebnis, um die Konkurrenz nicht weiter davonziehen zu lassen.