2026-03-05T07:49:35.839Z

Spielbericht

Arbeitssieg gegen kämpferische Würzburger. Rippert erlöst die Quecken

von Timo Engelhardt · Heute, 11:39 Uhr · 0 Leser
– Foto: Wolfgang Zink
Die Quecken übernahmen von Beginn an die Kontrolle und hatten deutlich mehr Spielanteile, bissen sich gegen leidenschaftlich verteidigende Würzburger aber zunächst die Zähne aus. Der WFV stand kompakt, arbeitete konsequent gegen den Ball und ließ die Gastgeber lange nicht in gefährliche Räume kommen. So dauerte es bis zur 20. Minute, ehe Eltersdorf erstmals wirklich gefährlich wurde. Nach einer Flanke von der linken Seite kam Fischer am linken Fünfereck zum Ball, brachte die Kugel aber nicht auf das Tor (20.). Nur zwei Minuten später folgte nach einem Eckball von links die nächste gute Szene, doch Marx setzte seinen Kopfball lediglich an das Außennetz (22.). In der 24. Minute versuchte es Göbhardt aus der Distanz, zielte aber rund zwei Meter zu hoch (24.). Auch danach blieben die Quecken optisch überlegen, ohne daraus die ganz große Durchschlagskraft zu entwickeln. Kurz vor der Pause bot sich dann noch einmal eine richtig gute Gelegenheit. Rippert bekam den Ball halblinks und war beinahe auf und davon, doch Luis Wagner klärte kurz nach der Strafraumgrenze mit einer mustergültigen Grätsche und verhinderte damit die mögliche Führung der Gastgeber.
Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Quecken den Druck sofort spürbar und wurden für ihre beste Phase des Spiels schnell belohnt. Über die linke Seite wurde Akimoto in Szene gesetzt, der den Ball flach in den Fünfmeterraum legte. Dort stand Rippert goldrichtig und schob zum 1:0 ein (51.). Der SC Eltersdorf blieb danach zunächst am Drücker und hätte wenig später beinahe nachgelegt. Wieder kam die Hereingabe von links, diesmal lenkte Luis Wagner den Ball fast ins eigene Tor. Mit zunehmender Spieldauer änderte sich jedoch das Bild. Eltersdorf konnte die Partie trotz der Führung nicht frühzeitig entscheiden, verlor im Offensivspiel mehr und mehr den Zugriff und brachte vorne kaum noch Bälle fest. Der Würzburger FV wurde mutiger und kam in der Schlussphase zu seinen besten Aktionen. In der 82. Minute hatte der WFV die bis dahin beste Chance des gesamten Spiels. Nach einer scharfen Hereingabe von rechts stand ein Würzburger Spieler am linken Fünfereck frei, doch Axel Hofmann rettete mit einer starken Parade die Führung (82.). In der 90. Minute wurde es erneut brenzlig. Wieder griff Würzburg über rechts an. Der Ball kam zu Schäffer in halblinker Position am Sechzehner, doch Ort warf sich in den Schuss und verhinderte damit wohl den Ausgleich (90.). Am Ende schwammen die Quecken ordentlich, verteidigten die knappe Führung aber mit großer Leidenschaft über die Zeit.

Bernd Eigner: „Ich wusste, dass es eine schwere Nuss wird. Man darf das Ganze nicht nach der Tabellensituation bewerten. Ich sehe da schon einen Aufwärtstrend beim WFV. Das ist auch nicht mehr zu vergleichen mit einem Spiel vor einem halben Jahr. Deshalb habe ich die Mannschaft auch gewarnt, dass es ein Abnutzungskampf werden wird. In der ersten Halbzeit waren wir zwar optisch überlegen, aber ich habe nicht viele Torchancen gesehen. Die Ecken waren nicht gut, die Abschlüsse waren nicht gut. Wir haben aus unserer Überlegenheit einfach zu wenig gemacht. Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte hatten wir unsere beste Phase, und da haben wir dann auch das 1:0 gemacht. Das war gut gespielt. Danach müssen wir vielleicht sogar das 2:0 machen, und ab der 70. Minute habe ich eigentlich nur noch den WFV gesehen. Wir konnten da im Offensivbereich keine Bälle mehr festmachen, und da hat auch der Axel gut gehalten. Da muss ich unsere Abwehrreihe loben, die sich mit allem, was sie hatte, reingehauen hat. Da hätte schon das 1:1 fallen können, aber solche Spiele musst du gewinnen, um vorne mit dabei zu sein.“