2024-07-12T13:30:11.727Z

Allgemeines
Es sollen sich nicht alle Vereine an die Regeln halten.
Es sollen sich nicht alle Vereine an die Regeln halten. – Foto: Marcel Eichholz

Arbeitsgruppe gegen „Wildern“ bei Jugendspielern

Nicht alle Vereine im Kreis Mönchengladbach-Viersen sollen sich an die Regeln halten, wenn es um die Verpflichtung von Jugendspielern geht.

Vereinsvertreter von Blau-Weiß Wickrathhahn, ASV Süchteln, SV Rheydt, SF Neuwerk, Hockstein, Polizei SV und SpVg Odenkirchen sind diese Woche zu einem runden Tisch zusammengekommen. Das Thema: Wie kann man der „Wilderei“ im Jugendbereich entgegenwirken? Der Hintergrund: Es soll Vereine in der Region geben, die beim Abwerben jugendlicher Spieler bestimmte Regeln des Fair Play außer Acht lassen. Um welche Vereine es sich dabei handelt, soll jetzt aufgearbeitet werden.

So sollen die Spieler direkt angesprochen worden sein, obwohl die Regularien besagen, dass zunächst der Verein kontaktiert werden müsse. Dieser stelle dann eine Bescheinigung zum Probetraining aus, sofern der betreffende Spieler noch keine 18 Jahre alt sei. Auch sollen Eltern gezielt angesprochen oder gar telefonisch kontaktiert worden seien. Nur hätten die Eltern ihre Kontaktdaten zuvor gar nicht öffentlich gemacht. Zudem sollen teilweise auch die Eltern unter Druck gesetzt worden sein, ihr Kind abzumelden und damit eine sechsmonatige Sperre in Kauf zu nehmen. Sehr viele Vereine der Region laden Spieler derweil zu einem Probetraining ein. Aber die meisten halten sich an die Regeln.

Unklar also, wie diese Daten durchgesickert sein sollen. Hermann Kaisers, Vorsitzender des Kreisjugendausschusses, erklärt die rechtliche Lage. „Solange der Spieler keine 18 Jahre alt ist, sei der reguläre Weg über den Verein zu gehen, bei dem der Jugendliche spielt. Eine direkte Ansprache, zum Beispiel nach einem Spiel, sei nicht gestattet. Aber eine Kontaktaufnahme über die sozialen Medien wie Instagram ist erlaubt.“ Diese Aussage sorgt bei betroffenen Vereinen für Unverständnis. „Man müsse die Regularien zeitgemäß anpassen“, so der allgemeine Tenor. Eine zweite Runde des Gesprächsformats soll es im August geben, bei der dann über Umsetzungen beraten werden soll.

Aufrufe: 022.6.2024, 15:00 Uhr
RP / hohöAutor