2024-07-12T13:30:11.727Z

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Anzing am Boden: Nach einem Foul musste Adrian Blumberg (Nr. 10) behandelt werden, Bruder Killian eilt hinzu. Währenddessen hatte Kosova-Akteur Armend Rrustemi Redebedarf mit dem Schiedsrichter Maximilian Oligschläger.
Anzing am Boden: Nach einem Foul musste Adrian Blumberg (Nr. 10) behandelt werden, Bruder Killian eilt hinzu. Währenddessen hatte Kosova-Akteur Armend Rrustemi Redebedarf mit dem Schiedsrichter Maximilian Oligschläger. – Foto: SVA/Stadler

Anzinger Aufstiegstraum ist geplatzt – Ein weiteres Jahr Kreisliga

Unglückliche Niederlage im Relegationsspiel

Für den SV Anzing endet am Dienstagabend der Traum vom Aufstieg. Ein unglücklich knappes Ergebnis, was die Anzinger hadern lässt.

Anzing – Selbst am Tag danach, inklusive einer schlafarmen Nacht, wollte sich das Gefühl der Leere, der Enttäuschung noch nicht so recht verabschieden aus der Empfindungswelt von Anzings Trainer Christian Rauch. Sein SV Anzing hatte am Dienstagabend das Fußball-Relegationsspiel um den Bezirksligaaufstieg gegen den FC Kosova München unglücklich mit 2:3 (0:1) Toren verloren und schied damit gleich in der ersten Runde aus. Der Kontrahent aus München kämpft nun gegen den SV Lohhof um den Einzug ins Finale gegen den Releganten aus dem Zugspitz-Kreis.

Doch mit ein wenig Abstand wissen auch Rauch und seine Akteure um die eigentlich herausragende Saison, die sie abgeliefert haben. „Der Verein hat gelebt am Dienstag“, zog der ehemalige Bayernligaspieler abseits des Ergebnisses ein mehr als positives Fazit über das eh schon unerwartet erreichte Relegationsspiel als Tabellenzweiter der Münchner Kreisliga, Gruppe 3. Rauch sah „Amateurfußball vom Feinsten, der Rahmen war topp.“ Fast 500 Fans sorgten auf der Sportanlage in Oberschleißheim für Stimmung, seine Akteure hätten die einmalige Atmosphäre auf alle Fälle auch genossen.

Zum Spiel: Der Anzinger Coach beklagte den „komplett gegen uns gerichteten Spielverlauf“ – auch die verpasste Führung mit einer hochkarätigen Chance gehörte dazu. Nach einem Eckball kam Alexander Dausch am langen Pfosten frei zum Abschluss, traf aber aus dieser kurzen Distanz nur das Außennetz des FC-Kastens.

Viel Trost brauchten (v.l.) Alex Huber, SVA-Betreuer Christian Eichinger, Kapitän Peter Rauch, Tim Schuster und Dennis Bender.
Viel Trost brauchten (v.l.) Alex Huber, SVA-Betreuer Christian Eichinger, Kapitän Peter Rauch, Tim Schuster und Dennis Bender. – Foto: SVA/Stadler

Erstes Tor in Überzahl kassiert

Doch Anzings Kicker blieben dran, ärgerten den mit einigen einst höherklassig spielenden Akteuren angetretenen FC Kosova nach Kräften. Und dies zeigte Wirkung: Adnan Haxhaj musste kurz vor dem Seitenwechsel mit einer Zeitstrafe vom Feld. „Und dann bekommen wir zehn Sekunden später das 0:1 nach einem Freistoß“, regte sich Rauch über den Gegentreffer von Albin Uka (45.) in Überzahl auf. Zudem musste auch noch Adrian Blumberg, vermutlich mit einem Bänderriss, verletzt vom Platz.

Doch der SVA blieb mutig und belohnte sich für seine Courage mit dem Ausgleich durch einen verwandelten Strafstoß von Dennis Bender (49.). „Doch dann bekommen wir gleich darauf einen saudummen Elfmeter gegen uns.“ Das Drehbuch der Partie ärgerte Rauch gewaltig, und noch mehr, als Kreshnik Nebihu mit einem Panenka in die Tormitte auf 2:1 (58.) stellte. Und dann fackelte zu allem Überfluss Besar Gjocaj einen Freistoß aus 25 Metern unhaltbar zum 3:1 (63.) ins Anzinger Tor.

Konsterniert wurde nach dem Schlusspfiff: Die SVA-Kicker mussten das Aus aller Träume verkraften, wurden aber von ihren Fans für ein starkes Spiel gefeiert.
Konsterniert wurde nach dem Schlusspfiff: Die SVA-Kicker mussten das Aus aller Träume verkraften, wurden aber von ihren Fans für ein starkes Spiel gefeiert. – Foto: SVA/Stadler

Bender macht den zweiten Treffer – Doch es reicht nicht

Doch der Landkreisverein wehrte sich, zeigte Charakter und fand Lösungen: Wiederum Bender, wiederum nach einem Standard, köpfte einen Freistoß von Co-Trainer Christian Rickhoff zum hoffnungsspendenden 2:3-Anschlusstreffer (68.) ein. „Wir hatten dann noch Möglichkeiten für den Ausgleich, haben aber einfach den Punch nicht gesetzt“, sagte Rauch und trauerte den vergebenen Chancen nach. „In der Verlängerung hätten wir uns durchgesetzt“, betonte der SVA-Coach, der sich über die konditionelle Überlegenheit seiner Mannschaft sicher war.

Aber am Ende reichten alle Bemühungen nicht. Der SV Anzing scheiterte denkbar knapp im ersten Relegationsspiel, das zugleich zur Abschiedspartie für Dennis Bender und Adrian Blumberg wurde. Die beiden langjährigen Leistungsträger beenden mit dieser Saison ihre Karriere beim Kreisligisten und werden auf dem Spielfeld eine nicht zu kleine Lücke hinterlassen. (Christian Scharl)

Aufrufe: 031.5.2024, 09:02 Uhr
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