
Der FC Penzberg gewinnt mit 2:0 gegen den Letztplatzierten der Bezirksliga Süd, den SV Polling. Penzberg setzt sich damit auf Platz acht.
Penzberg – Eine starke erste Halbzeit reicht dem 1.FC Penzberg zum 2:0-Heimerfolg gegen den SV Polling. Der Aufsteiger aus dem Kolsterdorf kassiert ob eines völlig verkorksten Einstiegs in die Partie die achte Saisonniederlage in der Bezirksliga Süd. Doch auch die Platzherren kommen mit der Verletzung von Alexander Jobst und dem Platzverweis für Jonas Kirschner nicht ohne Verluste aus.
FC-Trainer Maximilian Bauer hätte die Partie mit dem Attribut „Arbeitssieg“ auf sich beruhen lassen. „Unter der Woche bei Flutlicht und Regen – passt schon.“ Kann man so stehen lassen, allerdings fällt dann die starke Anfangsphase der Gastgeber unter den Teppich. Penzberg lief aggressiv an, war auf Ballgewinne ausgerichtet und regelte mit einem Doppelschlag die wichtigsten Notwendigkeiten.
Eine Hereingabe von Samir Neziri nickte Dominik Bacher zum 1:0 in die Maschen. Bacher stand derart unbewacht am Fünfer, dass er den zuvor aufsetzenden Ball quasi über die Torlinie begleiten durfte. Kaum lief die Partie wieder, stand es 2:0. Pollings Abwehr klärte einen hohen Ball fahrig zu Florian Langenegger, der mit vollem Risiko durchzog und mit einem Schuss an die Unterkante der Querlatte Keeper Matthias Schuster ein weiteres Mal bezwang.
Hätte der FC diese Tonart fortgesetzt, es hätte böse für den Aufsteiger ausgehen können. Doch blieb der Spielstand trotz FC-Überlegenheit inklusive guter Torannäherungen bis zur Pause unverändert. „Schön zu sehen, dass man erfolgreich sein kann, wenn alle an einem Strang ziehen“, goutierte Bauer den ersten Akt.
Warum seine Elf den beeindruckenden Auftritt nicht fortsetzte, vermochte der 30-Jährige lediglich spekulativ erläutern: „Vielleicht zu sehr in Sicherheit gewogen.“ Hinten konnte man schier alles irgendwie aus der Gefahrenzone befördern, mannschaftlich zusammen ging aber kaum mehr etwas. „Gegen einen stärkeren Gegner hätten wir sicher nochmal Probleme bekommen“, betont der Coach.
Erst recht nach der Hinausstellung gegen Kirschner, dessen Frustlevel in der maßgeblichen Szene höher war als der aufspringende Ball. Ein Tritt in die Hacken von Leo Vocaj dürfte sich in Konsequenz an die Ausfallzeit von Jobst (muskuläre Blessur) anlehnen. „Wird ein internes Thema werden“, bringt Bauer wenig Begeisterung für derlei Aussetzer auf.
Wenig erfreut war Pollings Coach Max Jochner über die Anfangsphase. „Für ein Unentschieden musst du von Beginn an auf dem Platz sein“, bilanziert der SV-Coach. Die Fehlinterpretationen von Chris Baierlacher und Max Baumgartner bei der Entstehung der Gegentore sind das eine. Aber der Wachrüttler muss weit vor der Pause kommen.
„Ab da haben wir uns wenigstens gewehrt.“ Gleichwohl räumt Jochner ein, dass Kunstrasen nicht den Geschmack seines Teams treffe. „Wir sind den Untergrund nicht gewohnt, spielen die Bälle mit der falschen Intensität.“ So blieb Vocajs Versuch aus gut 30 Metern die einzige Gelegenheit der Pollinger, die am Sonntag im Kellerduell gegen den BCF Wolfratshausen mentale und physische Schwerstarbeit verrichten müssen.