
SV Heidekraut Andervenne steht nach einem disziplinierten 2:0-Erfolg über den ATSV Scharmbeckstotel in der nächsten Runde des Niedersachsenpokals. Trotz ungewohnter Bedingungen tat sich der Favorit zunächst schwer, steigerte sich jedoch im Verlauf der Partie deutlich.
SV Heidekraut Andervenne hat am vergangenen Wochenende mit einem 2:0-Heimsieg gegen den ATSV Scharmbeckstotel das Achtelfinale des Niedersachsenpokals erreicht. Rund 100 Zuschauer sahen eine Partie, in der der Landesligist aus Andervenne trotz klarer Favoritenrolle zunächst Anpassungsprobleme hatte. Trainer Patrick Lonnemann betonte nach Abpfiff die besonderen Rahmenbedingungen: „Wir sind froh, dass wir das Pokalspiel auf dem Kunstrasenplatz durchziehen konnten. Da wir solche Plätze eigentlich kaum gewohnt sind und unser System etwas umgestellt haben, sind wir sehr schwer ins Spiel gekommen.“
Scharmbeckstotel machte dem Heimteam die Anfangsphase zusätzlich schwer. „Zwar haben wir nichts anbrennen lassen, konnten in den ersten Minuten aber auch nicht wirklich unser Spiel aufziehen. Scharmbeckstotel stand defensiv sehr kompakt und war von Beginn an hellwach.“ Die Gäste bestätigten diesen Eindruck. ATSV-Trainer Axel Wilckens sagte: „Wir haben insgesamt eine sehr ordentliche Partie geboten und hatten uns gegenüber dem Auftritt in der Vorwoche stark verbessert gezeigt. Letztlich konnten wir das Spiel lange Zeit offen halten.“
In der 32. Minute fand Andervenne erstmals eine Lücke in der dicht gestaffelten ATSV-Abwehr: Maria Helene Blanke traf nach einem sauber ausgespielten Angriff zur Führung. Lonnemann lobte die Entstehung des Treffers: „Das 1:0 wurde dann super eingeleitet und perfekt abgeschlossen.“
Nach der Pause steigerte sich Andervenne sichtbar. „In der zweiten Halbzeit haben wir immer besser ins Spiel gefunden, unsere Stärken auf den Platz gebracht und uns immer wieder gefährlich vor dem Tor gezeigt.“ Das 2:0 fiel in der 60. Minute – offiziell als Eigentor gewertet, doch für den Trainer eine klare Sache: „Im Spielbericht wird das 2:0 zwar als Eigentor geführt, aber der Torschuss war nur leicht abgefälscht – das Tor gehört unserer Nummer 2, die nach einem Querball in der Zentrale goldrichtig stand.“
Andervenne blieb am Drücker, verpasste jedoch weitere Treffer. „Wir hätten gerne noch das ein oder andere Tor mehr gemacht, aber man muss die kompakte Defensive von Scharmbeckstotel wirklich loben – sie haben es uns über 90 Minuten sehr schwer gemacht.“
Zum Abschluss richtete Lonnemann den Blick über das reine Ergebnis hinaus und würdigte die Unterstützung wie auch die Entwicklung seines Teams: „Ein großes Dankeschön geht an unsere Fans, die uns wieder fantastisch unterstützt haben. Dieser Rückhalt bedeutet uns unglaublich viel und gibt der Mannschaft jedes Mal zusätzlichen Schub. Ein weiterer Dank gilt Cedii, der spontan vorbeigeschaut und tolle Fotos gemacht hat – und das bei den eisigen Temperaturen.“
Zudem hob er die interne Geschlossenheit hervor: „Außerdem möchten wir vom Trainerteam an dieser Stelle die gesamte Mannschaft hervorheben: die harte Arbeit, der Wille, die Leidenschaft und vor allem der starke Zusammenhalt – all das zahlt sich aus und macht uns als Team aus. Im nächsten Halbjahr wollen wir genau daran anknüpfen und den nächsten Schritt in unserer Entwicklung gehen.“
Mit dem Einzug ins Achtelfinale verabschiedet sich Andervenne nun in die spielfreie Zeit. „Jetzt heißt es für uns erst einmal: Winterpause, regenerieren und neue Energie tanken.“