
Am 16. Spieltag der A-Klasse Regen steht das absolute Spitzenspiel an: Der drittplatzierte SV 22 Zwiesel empfängt Tabellenführer SV Riedlhütte – beide Teams mit 37 Punkten punktgleich. Während Zwiesel zuletzt mit einem souveränen 3:0-Sieg bei der SG Lindberg/Rabenstein II überzeugte, musste Riedlhütte beim 3:6 in Bürgerholz die zweite Saisonniederlage einstecken. Spannung, Offensivpower und Emotionen sind am Sonntag in Zwiesel garantiert.
Nach einer von Verletzungen und Wechseln geprägten Vorrunde hat sich der SV 22 Zwiesel eindrucksvoll gefangen. Mit einem disziplinierten Auftritt in Lindberg/Rabenstein unterstrichen die Rot-Weißen, dass sie pünktlich zum Endspurt der Hinrunde wieder voll auf Kurs sind. Trainer Tobias Simmeth zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung seines Teams:
„Mit dem bisherigen Saisonverlauf sind wir sehr zufrieden. Die Stimmung im Verein ist gut und alle ziehen an einem Strang.“
Vor allem die Offensive um Torjäger Florian Schrepel, der bereits 26 Treffer erzielt hat, ist das Prunkstück der Zwieseler. Simmeth lobt seinen Angreifer, verweist aber auch auf die mannschaftliche Geschlossenheit. „Das wir aktuell ganz vorne mit dabei sind, ist keine Selbstverständlichkeit, da bislang immer mehrere Stammspieler nicht zur Verfügung standen“, erklärt der Coach.
Insgesamt habe Zwiesel in der laufenden Saison bereits 26 verschiedene Spieler eingesetzt – ein Zeichen für Tiefe, aber auch für die notwendige Improvisation. „Aktuell haben wir uns etwas stabilisiert“, so Simmeth weiter, „dementsprechend können wir voraussichtlich mit dem gleichen Kader wie in der Vorwoche und einem guten Gefühl in die beiden letzten Partien vor der Winterpause gehen.“ Das Ziel sei klar definiert: „Unser Ziel sind mindestens vier Punkte, damit hätten wir nach der Winterpause sportlich alles in eigener Hand.“
Auch den kommenden Gegner hat Simmeth genau analysiert. Er lobt Riedlhüttes Talente, sieht aber die Favoritenrolle leicht verschoben: „Der SV Riedlhütte hat eine gute Mannschaft, die trotz ihres sehr jungen Durchschnittsalters sehr konstante Leistungen zeigt. Viele dieser jungen Spieler werden früher oder später wohl auch den Sprung aus der A-Klasse wagen – deswegen liegt in meinen Augen der Erfolgsdruck am Sonntag eher bei Riedlhütte.“
Beim SV Riedlhütte verlief die Saison bislang besser, als es viele erwartet hatten. Die Mannschaft von Neutrainer Stefan Braml spielt nach dem Umbruch mit einer äußerst jungen Truppe – teils mit Akteuren, die noch in der U19 spielen könnten. Entsprechend schwankend fallen die Leistungen teilweise aus: auf starke Auftritte folgen hin und wieder Lehrstunden, wie zuletzt beim 3:6 in Bürgerholz.
„Mit der aktuellen Situation hat natürlich keiner rechnen können“, sagt Braml. „Wir hatten einen großen Umbruch zu bewältigen und spielen auch jetzt mit acht Spielern, die eigentlich noch in der U19 spielen dürften.“ Solche Schwankungen seien Teil des Entwicklungsprozesses, so der Coach: „Da kommt es dann auch mal vor, dass wir Niederlagen wie letzte Woche einstecken müssen, weil sich die Jungs noch an den Herrenbereich gewöhnen müssen.“
Trotz des Rückschlags bleibt die Stimmung im Verein hervorragend. „Wir haben aktuell eine super Stimmung, und der Zusammenhalt ist nach dem Kurswechsel in Riedlhütte entsprechend gut“, betont Braml. Der Trainer erinnert daran, dass die Saison bewusst als Übergangsjahr angelegt wurde: „Die Ausgangssituation war klar kommuniziert – es wird ein Jahr zum Kennenlernen, und der Fokus soll vor allem auf der Freude am Fußball liegen.“ Diese sei besonders bei dem erfahrenen Spielern in den letzten Jahren etwas verloren gegangen.
Mit Blick auf das Topspiel bleibt der Riedlhütter Trainer realistisch, aber selbstbewusst: „Wir wissen um die Stärken des SV, allen voran natürlich um Florian Schrepel. Wenn wir unsere groben Fehler vermeiden und unsere Stärken auf den Platz bringen, können wir auch in Zwiesel etwas holen.“ Dass das möglich ist, hätten „andere Mannschaften wie Schweinhütt und Kirchdorf ja bereits vorgemacht.“
Die restlichen Spiele des 16. Spieltags: