2026-01-20T07:14:11.657Z

Spielvorbericht
Böse Miene zum guten Spiel?! So oder so ähnlich verfolgte Alexander Henke eines der Heimspiele in der aktuellen Saison.
Böse Miene zum guten Spiel?! So oder so ähnlich verfolgte Alexander Henke eines der Heimspiele in der aktuellen Saison. – Foto: Rocco Menger

"An unserer Zielsetzung wird sich nichts ändern!"

Acht Spieltage lang thronte der SV Germania Wüstheuterode an der Tabellenspitze der Landesklasse 2. Zum Jahresende erwarten den aktuellen Tabellendritten noch zwei Derbys zum Jahresabschluss.

"Fußballherz was willst du mehr?!" - Mit diesen Worten beschreibt Trainer Alexander Henke die Gefühlslage vor den anstehende beiden Partien, die reichlich Brisanz mit sich bringen und dennoch beide ihren eigenen Charakter haben.

Man könnte fast meinen der Fußballgott hat zum Jahresende schon mal ein vorweihnachtliches Geschenk für alle Eichsfelder Fußballfans. Allen voran in Wüstheuterode steigt die Spannung auf die beiden Derbys. Gegen Aufsteiger Dingelstädt ist das Duell ein regelrechte Neuauflage, denn das letzte Pflichtspiel gegeneinander datiert laut FuPa Datenerfassung aus dem Jahre 2009. Seitdem trug man das Kräftemessen ausschließlich in Freundschaftspielen aus. "Wenn in der Landesklasse Staffel 2 zwei Mannschaften aus dem Eichsfeld-Kreis im direkten Duell gegeneinander spielen, so wie wir am Sonntag gegen den SV Dingelstädt, dann ist das schon ein Derby, auch wenn dieses Derby nicht ganz diese Brisanz besitzt, wie die Derbys gegen GW Siemerode und SV DJK Arenshausen. Die auch aufgrund Ihrer örtlichen Nähe zu uns und der „Beziehungen“ der Spieler untereinander noch einmal als spezieller zu bewerten sind." so Alexander Henke, der in den Duellen ein paar unterschiedliche Ausgangslagen feststellt.

Er tritt dabei auch ein wenig auf die Bremse, damit die Euphorie vor den Jahresendspielen nicht zu groß ist und der Fokus zunächst einmal auf der ersten Partie liegt. "Die Hinrunde mit zwei Derbys innerhalb von sieben Tagen abschließen zu dürfen ist schon geil. Aber eins nach dem anderen… Zunächst bereiten wir uns jetzt erst einmal auf das Spiel gegen den SV Dingelstädt vor, fokussieren und freuen uns darauf. Der SV Dingelstädt spielt als Aufsteiger eine sehr ordentliche Hinrunde. Sie haben in einigen Spielen durchaus für die ein oder andere Überraschung gesorgt. Auch und insbesondere aus diesem Grund werden wir sie auf keinen Fall unterschätzen."

Der 47-Jähre Coach will keinesfalls "nachträgliche Nikolausgeschenke oder vorzeitige Weihnachtsgeschenke verteilen", sondern die bislang zufriedenstellende Hinrunde mit einem Heimsieg erfolgreich zu beenden. Zuletzt brachte die Eichsfelder auch eine dreiwöchige Spielpause nicht aus dem Tritt und tat im Gegenteil vielleicht sogar ein wenig gut um neue Kräfte für den Endspurt zu tanken. Nach zwei Remis gegen Arenshausen (1:1) und Großengottern (2:2) gewann die Henke-Elf mit 3:1 beim TSV Gispersleben. Gerade zuhause soll nichts anbrennen, denn die Germania ist seit 11 Meisterschaftsspielen daheim ungeschlagen, die letzte Niederlage datiert vom 30. März gegen den späteren Meister Büßleben.

Apropos Meister...Dass man in Wüstheuterode in der Winterpause seine Ziele nach acht Spieltagen an der Tabellenspitze womöglich nachjustieren müsse, davon will der Cheftrainer nichts wissen. "Die Tabelle zeigt durch die unterschiedliche Anzahl an Spielen vieler Vereine aktuell ein verzerrtes Bild. Wir haben uns vor der Saison intern ein Ziel gesteckt. Das wollen und werden wir weiterhin verfolgen. Unabhängig davon, welchen Tabellenplatz wir aktuell oder nach Abschluss der Hinrunde belegen, an unserer Zielsetzung wird sich nichts ändern. Wir haben bislang von Spiel zu Spiel geschaut und genauso werden wir auch weiterhin verfahren. Natürlich ist es unser Anspruch dieses Jahr noch so viele Punkte wie möglich holen zu wollen. Wir wissen aber auch, damit das gelingt, müssen wir an jedem Spieltag unsere beste Leistung auf den Platz bringen." so Henke, der abschließend noch eine Einschätzung abgibt, ob es auch in dieser Saison wieder ein vergleichbar spannender Meisterkampf wie im letzten Jahr geben wird. "Die Liga ist in der Spitze insgesamt breiter geworden. Viele Spiele in dieser Saison haben gezeigt, dass jeder jeden schlagen kann und dass man keinen Gegner unterschätzen sollte. Auch deshalb scheint es durchaus wahrscheinlich, dass es 4-5 Mannschaften geben könnte, die bis zum Schluss um die Meisterschaft spielen werden."

Aufrufe: 04.12.2025, 22:00 Uhr
Christopher PlischkaAutor