
Die zweiwöchige Pause im Ligabetrieb überbrückte der KFC Uerdingen am Samstag mit einem internen Trainingsspiel über den gesamten Platz, sowie einem Kleinfeld-Turnier tags darauf. In der Trainingswoche vor dem Abendspiel beim 1. FC Kleve (28. November, 20 Uhr) nutzte Trainer Julian Stöhr die Gelegenheit, um an ein paar Feinheiten zu arbeiten.
Beim 1:0-Sieg gegen im Topspiel gegen die SpVg Schonnebeck fehlte es dem Übungsleiter einmal mehr an der finalen Durchschlagskraft im letzten Drittel. "Wir hatten jetzt auch gegen Schonnebeck Situationen, die wir nicht gut ausgespielt haben, schon die ganze Saison nicht", analysiert Stöhr "Wir kommen oftmals in Überzahlsituationen. Spielen es dann aber nicht gut aus, schenken die Bälle zu schnell her, treffen falsche Entscheidungen."
Und auch einen weiteren Punkt gab Stöhr seinen Schützlingen auf den Weg: "Mehr schießen ist die Devise für Freitag." Von den bislang 23 Treffern in der Liga fiel nämlich keiner von außerhalb des Strafraums. "Das ist einfach keine gute Quote. Und da sieht man auch, wo wir Verbesserungsbedarf haben."
Gerade auf dem voraussichtlich tiefen Rasen am Bresserberg soll die Kugel dann nicht bis ins Tor getragen werden. Neben der zuletzt stabilen Defensive, die zuletzt drei Mal in Folge ohne Gegentor blieb, wird es so auch auf weiche Faktoren ankommen. Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Kasten gepaart mit dem Willen und der Fähigkeit auch etwas schnörkellos im eigenen Ballbesitz zu agieren: "Mir ist es komplett egal, wenn wir die Bälle etwas früher lang schlagen und weniger spielerische Lösungen ziehen", versichert Stöhr, nennt aber auch eine Bedingung. "Solange wir dann auf die zweiten Bälle gehen. Wir wollen klar spielen und dann ins Gegenpressing gehen. Wenn wir das nämlich umsetzen, dann bin ich vollkommen zufrieden."
Je nach Ausgang der Partie lohnt sich dann auch noch ein Blick auf das aktuelle Tabellenbild. Spitzenreiter Ratingen 04/19 ist ebenfalls am Freitagabend gegen die Holzheimer SG gefordert. Am Dienstag darauf kommt der Primus schließlich zum Spitzenspiel in die Grotenburg. Laut Stöhr steckt der Kracher mit dem Tabellenführer überhaupt nicht in den Köpfen seiner Spieler: "Ich habe selten eine Mannschaft erlebt, die sich so wenig auf ein übernächstes Spiel fokussiert. Ich gehe davon aus, dass wir auch morgen eine gute Leistung unter den Bedingungen abliefern und der Dienstag erst mal komplett egal ist."