2026-02-09T08:36:21.830Z

Spielvorbericht

„An den Klassenerhalt glauben“: Garching muss wie Bochum spielen

VfR hat sich in der Relegation noch nicht aufgegeben – Bochumer Aufholjagd soll Mut machen

von Nico Bauer · 31.05.2024, 19:03 Uhr · 0 Leser
Garchinger Treffsicherheit ist nach der deutlichen 1:4-Niederlage gefragt – auf Spieler wie Roman Gertsmann kommt es also an diesem Samstag an.
Garchinger Treffsicherheit ist nach der deutlichen 1:4-Niederlage gefragt – auf Spieler wie Roman Gertsmann kommt es also an diesem Samstag an. – Foto: Nico Bauer

Garching hat eine große Aufgabe vor der Brust – im Relegation-Rückspiel muss die Hinspielniederlage vergessen gemacht werden für den Klassenerhalt

Als der Bus des schwer geschlagenen VfR Garching am Mittwochabend das Sportgelände des SV Fortuna Regensburg verließ, hatte das letzte Auto des Parkplatzes ein Bochumer Kennzeichen. Bochum! Wie der Erstligist, der 3:0 in Düsseldorf gewann und im Elfmeterschießen den Abstieg verhinderte, muss nun auch der VfR den Bock wundersam umstoßen.

Der VfR schon lange ohne Kantersieg

Nach dem 1:4 muss man im Rückspiel (Samstag, 16 Uhr, Seestadion) drei Tore aufholen, um die Verlängerung zu erreichen. Der letzte Garchinger Pflichtspielsieg in dieser Höhe ist fast ein Jahr her. Am 10. Juni siegte man 3:0 gegen Schwandorf-Ettmannsdorf und hatte in einer fast problemlosen Relegation den Bayernliga-Verbleib klargemacht.

Genau das Ergebnis braucht es nun, um die Verlängerung zu schaffen. Garchings Trainer Nico Basta verweist neben Bochum auf Gegner Fortuna Regensburg: „Die lagen nach dreimal 45 Minuten gegen Wasserburg 1:5 hinten und brauchten vier Tore in einer Halbzeit. Die Taktik des VfR: All In – mit Zwischenzielen. „Wir brauchen unbedingt einen frühen Treffer und das von uns gesteckte Ziel ist ein 2:0“, sagt Basta.

Personalprobleme machen Garching zu schaffen

Bei einer Führung mit zwei Toren beginnt das Spiel quasi neu, weil dann nur noch ein Treffer zur Verlängerung fehlt. Mit keinen Schritten will man sich der Sensation annähern. Personell hat man zwei Problemfälle nach dem Hinspiel in Regensburg. Der abwandernde Innenverteidiger Gabriel Wanzeck hat sein letztes Spiel für Garching absolviert, weil er mit einem Muskelfaserriss sicher ausfällt. Harouna Boubacar ist angeschlagen, aber hier besteht Hoffnung auf den Einsatz. Gerade die offensiven Kicker braucht es nun mehr denn je. Mittelstürmer Roman Gertsmann hing in Regensburg in der Luft und soll nun im Minutentakt mit Bällen in der Box gefüttert werden. „Natürlich hat es faktisch eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir runter in die Landesliga müssen“, erklärt der Garchinger Trainer. Er macht auch deutlich, dass für den letzten Kick des Jahres „elf Spieler auflaufen werden, die noch an den Klassenerhalt glauben“.

„Wenn wir in die Landesliga müssen, werden wir eine Mannschaft haben, die vorne mitspielen kann“.

VfR Garching-Trainer Nico Basta

Klar ist aber auch, dass bei den Garchingern nach jahrelangem Abstiegskampf und nun der zweiten Relegation auch im Abstiegsfall die Welt nicht untergehen wird. „Wenn wir in die Landesliga müssen, werden wir eine Mannschaft haben, die vorne mitspielen kann“.

Verbleib in der Bayernliga als erklärtes Ziel

Basta sieht in dem VfR Garching ein langfristiges Projekt, das nach finanziellen Schwierigkeiten in den vergangenen Jahren deutlich stabiler ist. Sollte man absteigen, ist die mittelfristige Rückkehr in die Bayernliga das klare Ziel. Klar ist aber auch, dass alle Garchinger lieber den Weg gehen würden mit einem neuerlichen Abstiegskampf in der Bayernliga. In den vergangenen Tagen überschlugen sich die Unwetterwarnungen, die sich am Freitag relativierten. Der Notplan mit dem Kunstrasenplatz liegt längst wieder in der untersten Schublade. Klar ist für den VfR laut Basta, dass unbedingt gespielt werden muss: „Die Trainer und große Teile der Mannschaft sind in der kommenden Woche in Urlaub.“ (nb)