2026-01-09T09:36:09.492Z

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Ampelkarte mit Folgen: Peter Wuthe (rechts) musste in Wasserburg vorzeitig vom Platz.
Ampelkarte mit Folgen: Peter Wuthe (rechts) musste in Wasserburg vorzeitig vom Platz. – Foto: habschied

Ampelkarte entscheidend: Karlsfeld in Unterzahl unterlegen

Landesliga Südost

Der Fußball-Landesligist TSV Eintracht Karlsfeld hat in Wasserburg unglücklich 1:2 verloren. Knackpunkt: eine Ampelkarte.

Es gibt Spiele, nach denen eine Niederlage schwerer wiegt als sie sollte. Nicht, weil die Leistung schlecht gewesen war. Sondern weil sie gut war – und nicht belohnt wurde. So hat sich für den TSV Eintracht Karlsfeld am Samstag das 1:2 (0:1) im Landesliga-Duell beim TSV Wasserburg angefühlt. Die Gäste haderten mit einer Szene in der Anfangsphase der zweiten Hälfte, die erheblichen Einfluss auf den Spielverlauf hatte.

Dass die Karlsfelder zu diesem Zeitpunkt die Chance auf drei Punkte hatten, lag daran, dass Wasserburg aus seiner Überlegenheit in der Anfangsphase zu wenig machte. „Da haben sie uns wirklich komplett überlaufen, uns ging alles einen Tick zu schnell”, gab Eintracht-Trainer Flo Beutlhauser zu. Die Karlsfelder mussten zwar ab der 9. Minute und dem Treffer von Robin Ungerath einem Rückstand hinterherlaufen, doch damit waren sie gut bedient.

Mitte der ersten Hälfte fanden die Gäste dann besser ins Spiel. Der Lohn für die Steigerung folgte kurz nach dem Seitenwechsel. Keine zehn Sekunden nach Wiederanpfiff unterlief Wasserburg ein Ballverlust im Aufbau, Spielertrainer Christoph Traub nutzte das kompromisslos zum 1:1-Ausgleich. „Das Tor hat die Wasserburger komplett aus dem Spiel genommen, wir waren danach richtig gut drin“, sagte Beutlhauser.

Doch das Momentum kippte acht Minuten später erneut: Peter Wuthe wollte einen Ball abfangen, wurde dabei aber vom Schiedsrichter behindert. Der Mittelfeldmann der Eintracht musste abbremsen, verlor den Zweikampf, beging ein taktisches Foul – und sah dafür Gelb-Rot. Die Entscheidung an sich war vertretbar, dennoch haderten die Karlsfelder. Beutlhauser: „Da fehlte mir das Fingerspitzengefühl, der Schiri muss doch wissen, was drei Sekunden vorher passiert ist.“

In der 66. Spielminute war es Maximilian Biegel, der Wasserburg nach einem Umschaltmoment wieder in Führung brachte. „Das war clever gespielt“, musste Eintracht-Trainer Beutlhauser einräumen.

Karlsfeld wehrte sich bis zum Schluss, hatte sogar in der Schlussphase noch zwei, drei aussichtsreiche Situationen – ohne jedoch zur echten Torchance zu kommen. Wasserburg seinerseits ließ mehrere hochkarätige Gelegenheiten liegen, den Deckel früher draufzumachen. So blieb es spannend, am Spielstand änderte sich aber nichts mehr.

„Klar, du kannst sagen: verdient verloren“, so Beutlhauser. „Aber ich bin mir sicher, dass wir mit elf Mann hier was holen. Wir haben uns super verkauft – das nehmen wir mit.“

Aufrufe: 03.8.2025, 11:17 Uhr
Moritz StalterAutor