
Finaleinzug perfekt: Der TSV 1860 München schlägt den SSV Jahn Regensburg vor Rekordkulisse. Den Unterschied machte einmal mehr Sigurd Haugen.
„Am Ende zählt nur das Finale“, stellte ein sichtlich erleichterter Thomas Dähne nach dem Spiel fest. Zuvor hatte der TSV 1860 München durch ein 1:0 den SSV Jahn Regensburg im Halbfinale geschlagen. Darauf hatte in den 90 Minuten zuvor nur wenig hingedeutet.
Vor der neuen Rekordzuschauerzahl von 14.089 Fans im Toto-Pokal startete der TSV 1860 München engagiert in die Partie. Sigurd Haugen setzte nach vier Minuten ein erstes Ausrufezeichen, als er sich nach langem Ball von Dähne durchsetzte und erst im letzten Moment von Felix Strauß am Abschluss gehindert wurde. „Der Anfang war okay, aber dann ist bei uns irgendwie der Faden gerissen“, gestand Löwen-Trainer Markus Kauczinski im Anschluss. „Der Rest der Halbzeit geht komplett an Regensburg.“
Angetrieben durch Engagement und Spielfreude kam der Jahn zu zahlreichen Hochkarätern, doch Eric Hottmann (18.), Benedikt Saller (22.) und Benedikt Bauer (27.) ließen gute Chancen liegen. Die größte Möglichkeit vor der Pause vergab Ex-FC-Bayern-Talent Adrian Fein, als er sich fein mit Eichinger durch den Löwen-Strafraum spielte, aber seinen Schuss lenkte Dähne stark ans Außennetz.
Kurz nach der Pause zunächst dasselbe Bild: Eine Flanke von Malte Karbstein sorgte im 1860-Strafraum für Chaos. Siemen Voet, Max Reinthaler und Thomas Dähne hauten sich die Kugel dabei fast selbst in die Maschen. Christian Kühlwetter (53.) verfehlte wenig später um Zentimeter.
Auf der Gegenseite machte es Haugen besser: Nach langem Zuspiel von Thore Jacobsen setzte sich der Norweger stark im Eins-gegen-Eins durch und vollendete aus spitzem Winkel ansatzlos (54.).
Der Jahn war vom Gegentor aus dem Nichts geschockt; kam nur mehr vereinzelt zu guten Offensivaktionen. Auf der Gegenseite hätte 1860 fast doppelt zugeschlagen: Aber Tim Danhof schlenzte die Kugel nach Haugen-Vorlage an die Latte (71.). „Ich glaube, nach dem Tor war es ein sehenswertes Spiel für die Zuschauer, wo das Tor auf der einen oder auf der anderen Seite fallen kann“, sagte Kauczinski.
Auch Regensburg bekam Chancen. So verfehlte der eingewechselte Lucas Hermes aus der Drehung das lange Eck (86.), Hottmann versemmelte ein Zuspiel auf den völlig freistehenden Eichinger und ein Volley von Malte Karbstein wurde geblockt (91.), ehe der Unparteiische das Spiel nach sechs Minuten Nachspielzeit beendete.
Trotz des Pokal-Aus zog auch Regensburg-Trainer Munier Raychouni im Anschluss ein positives Fazit: „Ich habe eine sehr gute Leistung von uns gesehen. Wir haben eine gute Mentalität gezeigt und waren mutig mit dem Ball. Wir haben alles gegeben, nur das Tor nicht gemacht. Am Ende sind wir natürlich enttäuscht, dass wir verloren haben.“
Für 1860 geht es am kommenden Samstag um 14 Uhr weiter. Die Löwen empfangen den SV Waldhof Mannheim im Grünwalder Stadion. Im Pokalfinale warten Ende Mai die Würzburger Kickers.