
Der RSV Göttingen gewinnt ein torreiches Spiel gegen Landolfshausen/Seulingen mit 5:3. Nach wechselhafter erster Halbzeit setzt sich der RSV im zweiten Durchgang entscheidend ab. Für den Tabellenführer ist es ein kleiner Rückschlag im Aufstiegsrennen, wobei der Abstand zur Konkurrenz immer noch beachtlich ist.
Die Partie begann mit hohem Tempo. Bereits in der 6. Minute traf Lennart Jonathan Perczynski zur Führung für den RSV Göttingen. „Wir waren gut drin“, sagte Trainer Lasse Ahl, der jedoch schnell den Ausgleich hinnehmen musste. In der 12. Minute stellte Leo Johann Roy auf 1:1.
„Wir lassen uns von dem Rückstand nicht beirren“, sagte Trainer Endrik Heberling. In der 24. Minute drehte Jona Lippenat die Partie zum 2:1. „Wir kämpfen uns gut ins Spiel rein und drehen das Spiel“, so der Coach.
Die Antwort folgte unmittelbar. Nur eine Minute später traf Damian Esteban Pachon Campos zum 2:2. „Zum Glück konnten wir auf das 1:2 im Gegenzug gleich antworten“, sagte Lasse Ahl. Auf der Gegenseite fiel die Einordnung deutlich kritischer aus: „Ein Slapstick-Tor, wir kriegen den Ball nicht richtig geklärt“, erklärte Endrik Heberling und ergänzte: „Am Ende liegt der Ball vor den Füßen von Geismar.“
Mit dem 2:2 ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel bot sich Landolfshausen/Seulingen zunächst die Chance zur erneuten Führung. „Wir kommen gut raus und haben direkt eine Riesenmöglichkeit auf 3:2, die wir leider ungenutzt lassen“, sagte Heberling.
Stattdessen schlug der RSV Göttingen zu. In der 56. Minute traf Jan Frederik Pöge zum 3:2. Die Entstehung bewertete der Gäste-Trainer kritisch: „Nach einem Freistoß, der sehr fraglich ist, ob es überhaupt einer war, bekommen wir den zweiten Ball nicht geklärt.“ Drei Minuten später erhöhte Niclas Pfeifenschneider auf 4:2. „Durch eigene Fehler ermöglichen wir es, dass Geismar dann auf 4:2 erhöht“, sagte Heberling.
Trotz des Rückstands sah sich Landolfshausen/Seulingen weiter im Spiel. „Beim Stand von 4:2 waren wir noch dran, uns wieder reinzukämpfen“, so der Trainer. In dieser Phase gelang ein Treffer, der jedoch nicht zählte. „Wir schießen ein Tor, aber der Schiedsrichter pfeift bei der Schussabgabe Freistoß für uns“, erklärte Heberling. „Gerade zehn Minuten vor Schluss hätten wir lieber das Tor genommen.“
Die Entscheidung fiel in der 86. Minute durch Felix Striepke, der zum 5:2 traf. Erst in der Nachspielzeit verkürzte Hendrik Ziegner auf 5:3 (90.+5).
Trainer Lasse Ahl hob die mannschaftliche Geschlossenheit hervor: „Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute sehr diszipliniert mit und vor allem gegen den Ball gearbeitet.“ Die Gegentore in der ersten Halbzeit bewertete er kritisch: „Wir bekommen zwei sehr ärgerliche Gegentore.“ Insgesamt sah er seine Mannschaft jedoch im Vorteil: „In der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft.“ Entscheidend sei die Effizienz gewesen: „Wir haben unsere Umschaltsituationen gnadenlos ausgenutzt und am Ende verdient gewonnen.“
Auf der anderen Seite fiel das Fazit deutlich negativer aus. „Es war ein gebrauchter Tag, mit keiner guten Leistung“, sagte Endrik Heberling. Neben einzelnen Szenen verwies er auf grundsätzliche Probleme: „Wir haben zu viele einfache Fehler im Ballbesitz gemacht und den Gegner stark gemacht.“ Gleichzeitig relativierte er äußere Einflüsse: „Wir dürfen jetzt nicht alles auf das Matchglück oder die Schiedsrichterleistung schieben, wir haben selbst nicht unser Maximum abgerufen.“
Durch den Sieg verbessert sich der RSV Göttingen auf 41 Punkte. Landolfshausen/Seulingen bleibt trotz der Niederlage mit 57 Punkten Tabellenführer.
Weiter geht es für den RSV Göttingen am Donnerstag bei Sparta Göttingen. Landolfshausen/Seulingen empfängt am Sonntag die SG Eintracht Denkershausen-Lagershausen.