2026-05-06T12:44:31.715Z

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„Am Ende fragt kein Schwein, wie du das Spiel gewonnen hast“

VfB Fallersleben II ringt TV Jahn Wolfsburg spät nieder und sichert den Klassenerhalt

von NB · Heute, 20:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Lea Bindewald

Der VfB Fallersleben II hat sich mit einem späten 1:0-Erfolg gegen den TV Jahn Wolfsburg den rechnerischen Klassenerhalt in der Bezirksliga Braunschweig 1 gesichert. Gegen tief verteidigende Gäste entschied erst ein turbulenter Handelfmeter in der 89. Minute die Partie. Für Fallersleben war es zugleich der dritte Sieg in Folge.

Der Spielverlauf entsprach früh den Erwartungen der Gastgeber. Der TV Jahn Wolfsburg zog sich fast vollständig in die eigene Hälfte zurück und überließ dem VfB Fallersleben II nahezu durchgehend den Ball. „TV Jahn stand wie erwartet unfassbar tief. Sie standen mit elf Mann in ihrer eigenen Hälfte, haben uns frühestens ab der Mittellinie erst angegriffen“, sagte Cedric Wienhold.

Trotz der klaren Feldüberlegenheit tat sich Fallersleben schwer, gegen die kompakte Defensive klare Räume zu finden. Die beste frühe Gelegenheit vergab Leon Palupsky, anschließend entwickelte sich ein Geduldsspiel. „Wir haben uns wirklich gestern die Zähne ausgebissen. Für jeden, der da zugeschaut hat, das war kein Leckerbissen“, sagte Wienhold, der die Spielweise der Gäste deutlich beschrieb: „Jahn wollte nicht, konnte nicht und wir haben uns die Zähne einfach ausgebissen.

Der Tabellenletzte verteidigte kompromisslos und warf sich immer wieder in Abschlüsse der Gastgeber. „Wenn wir Schussmöglichkeiten hatten, haben sie sich wirklich reingeschmissen in den Schuss. Der wurde dann abgeblockt und zwei-, dreimal hält der Torwart wirklich gut“, sagte Wienhold. Offensiv setzte der TV Jahn Wolfsburg kaum Akzente. „Wenn Jahn den Ball hatte, dann wurde der Ball einfach nur sinnlos rausgeschlagen und sie wollten so lange wie möglich die Null halten“, erklärte der VfB-Trainer.

Je länger die Partie dauerte, desto größer wurde die Herausforderung für die Gastgeber, ruhig zu bleiben. „Wir mussten wirklich lange, lange Zeit den kühlen Kopf bewahren“, sagte Wienhold. Seine Mannschaft habe dennoch nicht die Geduld verloren: „Wir haben den Kopf oben gelassen, waren geduldig, haben immer weiter gemacht und weiter gemacht und weiter gemacht.

Die Entscheidung fiel schließlich kurz vor Schluss. Nach einem Handspiel bekam der VfB Fallersleben II einen Elfmeter zugesprochen. Der Strafstoß entwickelte sich allerdings zu einer ungewöhnlichen Szene: Zweimal wurde der Versuch wiederholt, weil der Torwart der Gäste jeweils zu früh die Linie verlassen hatte. Beim dritten Versuch traf Joris Olivier schließlich zum umjubelten 1:0-Endstand.

Für die Gastgeber bedeutete der späte Treffer deutlich mehr als nur drei Punkte. Durch den Sieg kann der Aufsteiger rechnerisch nicht mehr auf einen Abstiegsplatz zurückfallen. „Dritter Sieg in Folge, Klassenerhalt. Besser hätte es gestern nicht laufen können“, sagte Wienhold. Entsprechend nüchtern ordnete er auch die spielerische Qualität der Begegnung ein: „Am Ende fragt kein Schwein, wie du das Spiel gewonnen hast, sondern du hast es dann am Ende gewonnen und nimmst die drei Punkte mit.

Neben dem Klassenerhalt gab es beim VfB Fallersleben II noch eine weitere wichtige Nachricht. Cedric Wienhold und sein Co-Trainer verlängerten ihre Verträge für die kommende Saison. Die Entscheidung sei maßgeblich durch die Mannschaft beeinflusst worden. „Die Mannschaft kam geschlossen auf uns zu, hat gesagt, sie würden unfassbar gerne mit uns weiterarbeiten“, sagte Wienhold. Daraus habe sich schnell Klarheit ergeben: „Wir haben aufgrund der Mannschaft verlängert und freuen uns darauf, das nächstes Jahr weiterführen zu dürfen in der Bezirksliga.

Nach dem gesicherten Ligaverbleib blickt Fallersleben nun auf die letzten drei Saisonspiele. „Jetzt versuchen wir noch aus drei Spielen drei Siege zu holen. Dann wäre es, glaube ich, ein perfektes Saisonende für uns“, sagte Wienhold.

Am kommenden Sonntag gastiert der VfB Fallersleben II beim VfR Wilsche-Neubokel. Der TV Jahn Wolfsburg empfängt den HSV Hankensbüttel.