
Als die Krefeld Pinguine am 24. April in Kassel schon im vierten Spiel der Finalserie die Meisterschaft fix gemacht hatten und ihren perfekten Play-off-Lauf mit dem zwölften Sieg im zwölften Spiel krönten, gab es unmittelbar, aber auch in den Tagen danach zahlreiche Gratulanten. Die alten Kontrahenten aus der DEL2 und die neuen Gegner aus der DEL haben gratuliert, auch die anderen Sportmannschaften aus Krefeld, wie die HSG, die Ravens, der CHTC und auch der KFC Uerdingen, reihten sich ein.
Beim letztgenannten Team, den Oberliga-Fußballern des KFC, waren beim vergangenen Heimspiel zwei Spieler der Pinguine zu Gast, die von den 1605 Zuschauern in der Grotenburg herzlich empfangen wurden. Kapitän Alex Weiß und Keeper Julius Schulte hatten den Meisterpokal mitgebracht, der bei den Feierlichkeiten auf Mallorca doch etwas abbekommen hatte. In einem launigen Interview in der Halbzeitpause erzählte der Kapitän, was die Mannschaft bei ihrer Feier am Ballermann so alles erlebt hat.
Weiß erzählte aber auch, dass er selbst in der Saison, wenn es der Spielplan zugelassen habe, schon das eine oder andere Mal beim KFC zu Gast war, so wie auch einige KFC-Spieler schon Spiele der Pinguine besucht haben. Worte, die beim KFC-Anhang gut ankamen und erneut mit großem Applaus bedacht wurden. „Am Ende des Tages repräsentieren wir alle die Stadt Krefeld“, betonte Weiß. Er wünsche sich, die Diskrepanzen der Vergangenheit beiseitezuschieben. „Wir können viel voneinander profitieren und die Stadt mit Stolz vertreten“, sagte er. In der Sportstadt Krefeld sei schließlich einiges los. Worte, für die er vom Uerdinger Publikum ebenfalls Applaus erntete.
Im Gespräch mit Stadionsprecher Jochen Steffens wurde Weiß auch danach gefragt, ob die Mannschaft in den Play-offs die Geldsorgen nicht hätte entschärfen können, wenn man ein, zwei Heimspiele mehr gespielt hätte. „Für uns war das kein Thema, wir wollten die Saison so schnell wie möglich beenden. Und jetzt geht es in die DEL, das ist alles, was zählt.“ Ob Weiß selbst auch dabei sein wird? Er wolle noch spielen, sagte er Steffens, und sei überzeugt, dass man das irgendwie hinkriege.