
Die Akkus sind ziemlich leer, die Beine entsprechend schwer – dennoch wünschen sich die Bezirksliga-Spieler des CfR Links und des MSV Düsseldorf, dass die am Sonntag regulär zu Ende gehende Spielzeit noch eine Fortsetzung findet. Während der im Abstiegskampf stehende CfR Links (spielt bei Tabellenschlusslicht TSV Meerbusch II) im Fernduell mit dem punktgleichen VdS Nievenheim noch um den Relegationsplatz 15 streitet, geht es für den MSV weiter oben um nicht weniger als um die Wahrung der Aufstiegschance.
Im Zweikampf mit der punktgleichen SG Benrath-Hassels hat die Elf von Goran Tomic den Vorteil, den direkten Vergleich mit dem Erzrivalen für sich entschieden zu haben, was im Übrigen auch im Tabellenkeller für Links im Vergleich mit Nievenheim gilt. Das bedeutet: Der MSV darf den letzten Spieltag punktemäßig nicht schlechter abschließen als die SG Benrath-Hassels. Bei einer Niederlage der SG in Uedesheim könnte sich auch der MSV eine Heimniederlage gegen Ratingen 04/19 II erlauben und hätte sich trotzdem die Vizemeisterschaft und damit die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation gesichert.
Für Goran Tomic überwiegen vor dem Showdown am Sonntag daher auch die Chancen. „Ich bin und bleibe optimistisch. Wir haben es weiter in der eigenen Hand und die Chance, noch über eine Relegationsrunde aufzusteigen. Das ist eine gute Ausgangslage, und die wollen wir nutzen“, sagt der 50-Jährige. Allerdings – und das weiß auch der Coach – hat es die letzte Hürde vor der angestrebten Extrarunde in sich. Denn mit der Reserve von Ratingen 04/19 stellt sich eine Mannschaft an der Heidelberger Straße vor, die in der Rückrunde zu überzeugen wusste.
„Sie haben ein junges, laufstarkes Team“, sagt Tomic. Attribute, die eher nach Gift klingen für eine Mannschaft, die zuletzt viele Spiele binnen weniger Tage bestreiten musste, mit Verletzungssorgen zu kämpfen und obendrein noch zwei Niederlagen in Serie aus den Beinen zu schütteln hat. Doch Goran Tomic macht in dieser kniffligen Lage das einzig Richtige und fokussiert sich auf die Dinge, die Hoffnung machen und die er beeinflussen kann.
Mit Shohei Yamashita kehrt einer der torgefährlichsten Akteure im Kader in das Aufgebot zurück. Während der 29-Jährige (15 Saisontore) vorne für Gefahr sorgen soll, kommt es hinten noch einmal auf Maximilian Nadidai an. Der 32 Jahre alte Innenverteidiger dürfte sich auf Abschiedstournee im Düsseldorfer Amateurfußball befinden.
Am Donnerstag wurde bekannt, dass Nadidai, der bislang als U23-Co-Trainer bei Borussia Mönchengladbach tätig war, im Sommer seinem Chef Oliver Kirch zum Zweitligisten Arminia Bielefeld als Assistent folgen wird. Dass Nadidai dann noch weiter für den MSV spielen wird, ist eher unwahrscheinlich. „Ich freue mich total für ihn. Max ist nicht nur ein sehr guter Spieler sondern auch ein super Typ“, sagt Goran Tomic. Bleibt aus Sicht des Klubs nur zu hoffen, dass auf die Partie gegen Ratingen für Nadidai noch mindestens zwei weitere in der Relegation folgen werden.