2026-05-12T12:35:39.633Z

Relegation

Alles oder nichts: Acht Teams wollen Kreisligist sein

Dieterskirchen und Obertrübenbach eröffnen am Vatertag die erste Runde der Kreisliga-Relegation im Kreis Cham/Schwandorf

von Florian Würthele · Heute, 09:45 Uhr · 0 Leser
Darf der TSV Dieterskirchen in Kürze den Kreisliga-Erhalt feiern?
Darf der TSV Dieterskirchen in Kürze den Kreisliga-Erhalt feiern? – Foto: Günter Uschold

Wer darf sich nächste Saison Kreisligist nennen? Wer steigt in die Kreisklasse ab beziehungsweise verbleibt dort? Diese Frage wird in den nächsten rund zwei Wochen im Spielkreis Cham/Schwandorf beantwortet. Acht Mannschaften buhlen in der Relegation um drei bis maximal fünf Plätze. Das kommt ganz darauf an, wie Arnschwang, Ettmannsdorf II und Mitterdorf in der Bezirksliga-Relegation abschneiden. Nicht unwahrscheinlich, dass es bereits die Gewinner der ersten Relegationsrunde am Ende schaffen. Erst einmal muss aber der erste Schritt getan haben.

Mit der Partie Dieterskirchen gegen Obertrübenbach (17 Uhr in Nittenau) nimmt die Kreisliga-Relegation am heutigen Donnerstag Fahrt auf. Welche Partien stehen sonst auf dem Programm? Wie zeichnen sich die Ausgangslagen der Teams? Ein kurzer Blick darauf:


Spielort: Nittenau. Wie schon im letzten Jahr führt der Weg des SV Obertrübenbach über die Entscheidungsspiele – diesmal jedoch mit einem anderen Ziel. Ging es letztes Mal um den Klassenerhalt, bietet sich diesmal die Chance auf die direkte Rückkehr in die Kreisliga. Und diese will das Team von Trainer Michael Lösl unbedingt am Schopfe packen. Nach einer überzeugenden Saison mit nur vier Niederlagen ging der SVO als Vizemeister der Kreisklasse Ost ins Ziel – punktgleich mit der SG Grafenwiesen, die als bester Dritter ebenfalls relegieren darf. Jetzt wartet in Nittenau das Duell mit Dieterskirchen, das seinerseits um den Kreisliga-Erhalt kämpft. Bitter lief das Saisonfinale, rutschte der TSV doch in der Kreisliga West erst am letzten Spieltag auf Relegationsplatz 12 ab. Coach Josef Holler sieht die Seinen gut vorbereitet und rechnet mit einer engen Kiste.


Spielort: Kleinwinklarn. Zwei (Noch-)Kreisligisten prallen am Freitagabend in Kleinwinklarn aufeinander. Das Ziel beider Parteien ist klar: den bitteren Gang eine Etage runter vermeiden! Weitere Parallele: Beide konnten sich vorzeitig auf eine Saisonverlängerung einstellen, denn schon vor dem (vor-)letzten Spieltag herrschte dahingehend Gewissheit. Der SV Diendorf schloss die Spielzeit in der Kreisliga West mit 18 Punkten auf Rang 13 ab. Indes holte die SG Regental in der Ost-Staffel fünf Zähler mehr und wurde Zwölfter. Ein kleiner Fingerzeig in puncto Favoritenrolle? Bleib abzuwarten. Aufpassen sollte der SVD jedenfalls insbesondere auf Regental-Knipser Luis Lommer (19 Saisontore), der sich nach der Saison bekanntlich Richtung Burglengenfeld in die Landesliga verabschiedet.


Spielort: Steinberg am See. Dass die „Erste“ der SpVgg Pfreimd der Bezirksliga erhalten bleibt, ist eigentlich schon länger klar. Dennoch herrscht weiterhin knisternde Spannung im Verein. Der Kreisklassen-Unterbau hat es als Vizemeister der Kreisklasse Nord nämlich in die Relegation geschafft. 55 Punkte holten die Mannen um Cheftrainer Hannes Wurmstein am Ende. Damit ist man die punktetechnisch erfolgreichste 2. Mannschaft aller Zeiten in dieser Liga. Entsprechend groß dürfte das Selbstvertrauen sein. Am Samstag in Steinberg begegnen die Pfreimder dem FC Untertraubenbach. Der Ex-Bezirksligist steht schon länger als Relegant fest, konnte in der Kreisliga Ost letztlich nur 18 Punkte erbeuten. Eine ziemlich verkorkste Spielzeit soll nun doch noch ein „Happy End“ finden. Hierfür wird das Brummer-Gefolge sicherlich nochmal alles abrufen.


Spielort: Wetterfeld. Sonntagnachmittag in Wetterfeld findet die erste Relegationsrunde ihren Abschluss. Und zwar mit einem Duell zweier bisheriger Kreisklassisten. Hier der SV Erzhäuser-Windmais, der mit 52 Punkten Zweiter in der Kreisklasse Süd wurde. Dort die SG Grafenwiesen I/Bad Kötzting II, die in der Ost-Gruppe derer 58 Zähler sammelte. Mit dieser stattlichen Ausbeute qualifizierte sich die SG als bester Dritter der drei Kreisklassen für die Playoffs. Deshalb verzichtete man auf ein Entscheidungsspiel gegen den punktgleichen Tabellenzweiten aus Obertrübenbach. Nuancen dürften in dieser Begegnung den Ausschlag geben. Hüben wie drüben will man eine starke Saison mit dem Aufstieg krönen. Der Sprung ins Kreisoberhaus wäre für beide Vereine – den SV Erzhäuser und den SV Grafenwiesen, der letztmals in der Saison 96/97 Kreisligist war – ein historischer Erfolg.



In der zweiten Relegationsrunde kommt es dann zu folgenden Paarungen: Sieger Erzhäuser / Grafenwiesen – Sieger Diendorf / Regental sowie Sieger Dieterskirchen / Obertrübenbach – Sieger Untertraubenbach / Pfreimd II.