
Hätte der geneigte A-Klassen-Interessierte vor Saisonbeginn einen Blick auf die Tabelle nach dem 14. Spieltag werfen dürfen, wäre der dritte Rang des SV Babstadt die vermutlich größte Überraschung für ihn gewesen.
"Die Geschichte ist schnell erzählt", sagt Stefan Bartsch und erläutert, warum es für seine Mannschaft derzeit so gut läuft, "wir haben weniger Pech mit Verletzungen." Der SV-Trainer erinnert an die fünf, "Kollateralschäden", der Vorsaison, als es innerhalb der Mannschaft zwei Kreuzbandrisse, eine gebrochene Kniescheibe, eine gerissene Achillessehne und eine herausgesprungene Elle gegeben hat. Dagegen sind die aktuellen Verletzungen harmlos und von kurzfristiger Halbwertszeit.
Der breite und darüber hinaus offensichtlich gute Kader hat mit reihenweise starken Ergebnissen aufhorchen lassen und lediglich gegen die drei Konkurrenten aus den Top Vier verloren. "Das zeigt mal wieder, dass die Tabelle nicht lügt", meint Bartsch.
Das Paradebeispiel dafür, warum es derzeit einfach rund läuft, lieferte der 5:3-Sieg vor Wochenfrist beim TSV Dühren. "Wir lagen nach zehn Minuten mit 0:3 hinten und wussten überhaupt nicht, was jetzt los ist. Sie haben uns mit allen Mitteln angelaufen, was wir eigentlich machen wollten", sagt der Coach.
Nach dem frühen Schock antworteten die Babstädter prompt, verkürzten nach einer Viertelstunde und einer halben Stunde auf 2:3, ehe zwei Treffer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die 4:3-Führung brachten. "Später hatten wir ab der 60. Minute quasi im Fünf-Minuten-Takt große Chancen, mussten aber bis zur Erlösung lange warten", sagt Bartsch und meint damit den 5:3-Endstand durch Lucas Bender.
Der Torschütze, der vergangene Runde in Bartschs erster SV-Saison ausgesetzt hat, kam ihm Sommer zurück und fragte seinen Coach, ob wieder in der Zweiten kicken könnte. "Nachdem ich ihn im Training gesehen habe, habe ich zu ihm gesagt, ´du spielst, aber nicht in der Zweiten´," schmunzelt der Trainer. Geschichten wie diese passen zur derzeitigen Form und Laune in Babstadt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.
In den beiden ausstehenden Partien 2025, die jeweils zuhause stattfinden, wo die Truppe ohnehin immer stark ist und in diesem Tableau sogar Rang zwei belegt, sollen weitere Zähler her, um die Position im vorderen Drittel zu festigen. "Jetzt zählt erst einmal nur Zaisenhausen, das wird schwierig genug", warnt Bartsch vor einem, "sehr unangenehmen Gegner", der am Sonntag kommt. Sieben Tage darauf reist der Primus TSV Ittlingen zum Jahresabschluss nach Babstadt und erwartet dort erhöhte Stolpergefahr.