
Die SpVgg Moosbach, Tabellenzwölfter der Kreisklasse Ost im Spielkreis Amberg/Weiden, und Trainer Alexander Pecher gehen ab sofort getrennte Wege. Der 40-Jährige war erst im Sommer als neuer Übungsleiter installiert worden. Nach der Heimniederlage gegen den SV Altenstadt/VOH entschieden sich die Verantwortlichen dazu, aufgrund der heiklen sportlichen Lage Pecher von seinen Aufgaben zu entbinden. „Diese Entscheidung ist uns keinesfalls leichtgefallen und wurde ausschließlich aufgrund der sportlichen Situation getroffen. Um der Mannschaft einen neuen Impuls zu geben, sehen wir uns leider zu diesem Schritt gezwungen“, erklären die Verantwortlichen dazu. Ein Nachfolger ist bereits gefunden.
Trotz guter Leistungen konnte die Mannschaft in vielen Spielphasen die nötigen Punkte nicht einfahren. Das soll sich nun ändern. Die Moosbacher Verantwortlichen richten warme Worte an ihren Ex-Coach: „Alex war nur kurze Zeit bei uns, hat in dieser Phase aber deutliche Spuren hinterlassen – und zwar im positiven Sinne. Er hat es verstanden, jungen Spielern eine Perspektive zu geben und sie mutig in die Mannschaft einzubauen. Sein Ziel war es, unseren Fußball mutiger, ballorientierter und spielerisch stärker zu machen. Dieser Weg war klar zu erkennen. Die Entwicklung im Spielaufbau, die zahlreichen herausgespielten Torchancen und die positive Spielkultur tragen seine Handschrift. Auch menschlich verlieren wir mit ihm einen besonderen Charakter: Einen Trainer, der mit voller Überzeugung, Leidenschaft und täglichem Engagement gearbeitet hat. Einen Fachmann, der die Mannschaft erreicht und hinter sich vereint hat. Die Mannschaft stand zu jeder Zeit geschlossen hinter ihm – und wir als Verein ebenfalls. Umso schmerzhafter ist es, dass wir trotz guter Leistungen und großem Einsatz nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen konnten.“
Abschließend heißt es: „Wir möchten unserem Trainer aufrichtig danken – für seine Arbeit, seinen Glauben an die Mannschaft, seinen unermüdlichen Einsatz und seinen respektvollen Umgang mit Spielern, Verantwortlichen und Fans. Er hinterlässt einen Verein, der sportlich zwar in einer schwierigen Situation ist, aber menschlich und strukturell gestärkt wurde. Die SpVgg Moosbach wünscht ihm für seine sportliche und private Zukunft nur das Beste. Er wird bei uns immer willkommen sein – als Trainer, als Sportsmann und vor allem als Mensch.“
Das zurückliegende Heimspiel gegen Altenstadt/VOH (1:3) habe symbolisch den Verlauf der vergangenen Wochen gezeigt. Die Mannschaft war taktisch gut eingestellt und ging nach einem schön herausgespielten Treffer mit 1:0 in Führung. Mehrere klare Chancen blieben ungenutzt, kurz vor der Halbzeit fiel das 1:1. Auch nach der Pause blieb die SpVgg tonangebend, doch die fehlende Chancenverwertung und die Kaltschnäuzigkeit des Gegners führten zur Wende. „Diese Situationen spiegeln wider, dass unser Problem nicht in der Spielidee oder im Engagement lag, sondern allein in der fehlenden Effizienz vor dem Tor.“
Einen Nachfolger für Alexander Pecher haben die Moosbacher bereits gefunden. Bis auf Weiteres übernimmt Johannes Rupprecht das Ruder. Der 38-Jährige coachte in der Vergangenheit die SpVgg Vohenstrauß II und kennt dadurch die Kreisklasse Ost. Als Co-Trainer steht ihm Sebastian Meindl zur Seite. In den restlichen vier Partien vor der Winterpause soll die Trendwende eingeläutet werden. Den Anfang macht das wegweisende Auswärtsspiel bei der punktgleichen SG Püchersreuth/Floß am kommenden Sonntag. Der Rückstand aufs rettende Ufer beträgt nur drei Punkte.