2026-01-15T09:41:53.693Z

Spielvorbericht
Alemannias Kapitän Daniel Braun (grünes Trikot) kämpfte unter der Woche mit muskulären Problemen.
Alemannias Kapitän Daniel Braun (grünes Trikot) kämpfte unter der Woche mit muskulären Problemen. – Foto: Mario Luge - Archiv

Alemannia will wieder unangenehm sein

Waldalgesheimer gastieren am Sonntag in Steinwenden +++ Beide Verbandsliga-Teams haben einiges gemeinsam

Waldalgesheim. Noch die Partie am Sonntag (Anpfiff 14.30 Uhr) beim SV Steinwenden in der Westpfalz, dann ist auch für die Kicker von Alemannia Waldalgesheim Winterpause angesagt. Die am vergangenen Sonntag ausgefallene Begegnung gegen die TuS Marienborn soll erst am 22. Februar nachgeholt werden. Der SV Steinwenden jedenfalls wird den Grün-Weißen zum Abschluss alles abverlangen, will die aus seiner Sicht unnötig hohe 0:3-Hinspielniederlage vergessen machen.

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„Wir wollen uns nach einer guten Hinrunde mit einem Sieg in die Pause verabschieden.“ Elvir Melunovic spricht von einer ähnlichen Aufgabe wie beim letzten Auswärtsspiel bei Viktoria Herxheim. Der 54-Jährige will aber sehen, dass seine Jungs aus der 1:2-Niederlage gelernt haben. Insgesamt erwartet er gegen einen „unangenehmen Gegner“ eine Partie auf Augenhöhe. „Am Ende wollen wir aber sagen können, dass wir ein halbes Jahr lang wirklich eine gute Leistung gezeigt haben“, so Melunovic.

Eine Waldalgesheimer Achse fällt sicher aus - zwei weitere auch?

Wer auflaufen kann, zeigt sich erst nach dem Abschlusstraining am Freitag. Fix ist, dass Goalgetter Mahdi Mehnatgir wegen seiner zwei-Spiele-Sperre aus der Herxheim-Partie fehlen wird. Auf der Kippe standen in dieser Woche noch die Einsätze der zentralen Abwehrspieler und Routiniers Daniel Braun und Justin Padberg. Kapitän Braun kämpft mit muskulären Problemen, der Sommerneuzugang von der TSG Bretzenheim mit Beschwerden im Rücken. Braun (29 Jahre alt) hat bisher alle 1440 möglichen Saison-Spielminuten absolviert, Padberg (27) stolze 1425. Entsprechend herb würde ein Ausfall die Grün-Weißen treffen.

Was denkt der Gegner, zu dem Melunovic früh angemerkte hatte, er schätze ihn und seinen Coach sehr, und von dem er überzeugt war, er hätte trotz schwierigen Saisonstarts mit fünf Niederlagen aus den ersten sechs Spielen nichts mit dem Abstieg zu tun? SVS-Spielertrainer Sascha Hammann spricht mit all seiner Erfahrung von vielen Jahren in der Regionalliga beim FK Pirmasens von der Alemannia als einem „maximal unangenehmen Gegner“. So auch im Hinspiel.

Steinwendens Trainer zollt der Alemannia Respekt

„Immer wenn du das Gefühl hast, heute geht etwas, dann schlagen sie zu“, sagt der 32-Jährige, denkt dabei auch an das 2:2-Unentschieden in Waldalgesheim in der Rückrunde der Vorsaison zurück. Damals führte der SVS in der 90. Minute 2:0, ehe Konstantin Ludwig mit einem direkt verwandelten Eckball und Fabrizio Haas per Kopf nach einem Standard in der Nachspielzeit noch den Ausgleich besorgten. „Das sagt alles über Waldalgesheim“, findet Hammann, „die Mannschaft hat einen brutal guten Charakter und weiß, was sie macht.“

Eine Favoritenstellung weisen sowohl Melunovic als auch Hammann zurück. „Im Hinspiel waren wir leider überhaupt noch nicht gefestigt, hatten am Ende mit nur noch neun Mann keine Chance mehr, obwohl wir vorher prima im Spiel waren“, sagt der Pfälzer und vermutet, dass es jetzt vielleicht der Alemannia ähnlich gehe und sie der Ausfall von Mehnatgir treffen werde. Der jedenfalls bedingt zweifellos, dass sich die Statik im Alemannia-Spiel ändern wird.

Beide Verantwortliche eint vieles. So betonen auch beide unisono, mit viel Selbstvertrauen in die Partie gehen zu können. „Wir wollen gewinnen und mit einem Dreier in die Pause gehen“, sagt Melunovic. Bei Hammann hört sich das folgendermaßen an: „Wir wollen es positiv bestreiten und möglichst früh viele Punkte gegen den Abstieg holen.“

Aufrufe: 027.11.2025, 18:00 Uhr
Jochen WernerAutor