
Waldalgesheim. Die letzte und gleichzeitig die weiteste Auswärtsfahrt in der Saison 2025/26 steht am Samstag für den SV Alemannia Waldalgesheim an. Um 16 Uhr trifft die Elf von Elvir Melunovic im Verbandsligaduell im südpfälzischen Kandel auf den Tabellensechsten, den FC Bienwald. Der empfängt die Grün-Weißen mit der „Empfehlung“ von fünf Niederlagen in Folge (10:25 Tore!) oder acht aus den letzten neun Spielen, die dafür gesorgt haben, dass der Tabellenzweite nach der Hinrunde mittlerweile auf Platz sechs abgestürzt ist.
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„Wir werden sie sicherlich nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern sie so angehen, wie sie in der Hinrunde gespielt haben“, sagt Waldalgesheims 54 Jahre alter Coach. Kandel sei ein harter Gegner, der zurecht im oberen Drittel der Tabelle stehe. Gleichzeitig hofft er aber, „dass wir deren schlechten Lauf für uns nutzen können.“ Denn Die Alemannia habe im Fernduell mit der SG Hüffelsheim den vierten Platz noch nicht abgeschrieben, trotz der aktuell zwei Zähler Rückstand. „Wir sind jetzt viermal ungeschlagen und wollen aus den letzten beiden Spielen in Kandel und gegen Zeiskam das Maximum erreichen.“ So lautet Melunovics Zielsetzung.
Natürlich warnt Melunovic speziell vor Kandels Spielertrainer Yasin Özcelik. Der mittlerweile 40-jährige Mittelstürmer und gebürtige Kandeler kommt in dieser Spielzeit bei 28 Einsätzen bereits auf 23 Treffer. Es reiche aber nicht, ihn allein in den Griff zu bekommen. „Wir müssen auch auf die achten, die für ihn arbeiten.“ Eine konzentrierte Defensivleistung, Druck auf den ballführenden Spieler, rechtzeitiges Umschalten und das Quäntchen Glück im Abschluss. Damit soll ein Dreier herausspringen, auch wenn Schienenspieler David Shamshon wie abgesprochen wegen seines einwöchigen Urlaubs nicht zur Verfügung stehen wird.
Als weiteren neuen Spieler wird die Alemannia zur kommenden Spielzeit Marouan Mourtada Daoudi begrüßen. Der 23-Jährige kommt vom FC Aksu Diyar Mainz, hat als Rechtsaußen beim Dritten der A-Klasse bislang in 26 Begegnungen 16 Tore geschossen. „Er ist ein sehr beweglicher Spieler, der bei uns im Probetraining auf sich aufmerksam gemacht hat“, sagt Melunovic und setzt hinzu: „Wir wissen, dass wir vor allem vorne etwas tun müssen.“ Die langwierigen Verletzungen von Marlon Pira und Tom Gürel haben der Alemannia in dieser Saison stark zugesetzt.