2026-01-15T09:41:53.693Z

Spielvorbericht
Elvir Melunovic kann seinem treffsichersten Schützling an diesem Wochenende keine Kommandos zurufen.       Archivfoto: Mario Luge
Elvir Melunovic kann seinem treffsichersten Schützling an diesem Wochenende keine Kommandos zurufen. Archivfoto: Mario Luge

Alemannia Waldalgesheim muss Ausfall ihres Torjägers kompensieren

Verbandsligist ohne Mahdi Mehnatgir gegen Marienborn

Waldalgesheim. Am vergangenen Sonntag hatte sich bei der 1:2-Niederlage beim SV Viktoria Herxheim alles gegen Verbandsligist Alemannia Waldalgesheim verschworen. Gegen die TuS Marienborn soll es nun am Sonntag (Anpfiff 15 Uhr) in der Langinvest-Arena an der Waldstraße besser werden. Dann wollen die Grün-Weißen ihre Heimbilanz ausbauen, nicht nur ungeschlagen bleiben, sondern den siebten Dreier im achten Heimspiel (bei einem Remis) holen.

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Der Blick von Trainer Elvir Melunovic ist zwar grundsätzlich nach vorne gerichtet, die Herxheim-Partie macht ihm aber trotzdem zu schaffen. Erst ein strittiger Elfmeter, den Keeper Andrej Juric zwar abwehren konnte, jedoch waren die Hausherren danach schneller und trafen im Nachschuss. Dann die zumindest strittige Rote Karte gegen Stürmer Mahdi Mehnatgir, der bis dato mit 15 Treffern offensiv quasi die Lebensversicherung der Alemannia ist, jetzt aber zwei Spiele aussetzen muss. Und als Drittes die unmittelbare Aktion vor dem entscheidenden Treffer, als ein Viktoria-Stürmer Alemannia-Abwehrchef Daniel Braun mit beiden Händen zu Boden stieß und damit den Weg freimachte. „Das war ein Tag, an dem wirklich alles gegen uns gelaufen ist“, sagt Melunovic nüchtern und ohne Schuldzuweisungen.

Tom Gürel wieder im Kader

Mehnatgirs Fehlen trifft den Tabellenfünften hart. Zwar wird der sprintstarke Tom Gürel nach seiner komplizierten Fingerverletzung wieder im Kader sein, allerdings fehlt in der Sturmspitze ein Typ, der Abwehrspieler bindet und sich mit seinem Körper einsetzen kann. „Wir sind nicht an ein System gebunden, können was verändern“, sagt der 54-jährige Coach, sieht sich und das Team aber dennoch vor eine Herausforderung gestellt.

Ein stabiler Block vor der Abwehr könnte eine Lösung sein. Zwar ist Innenverteidiger Tobias Lauterbach nach überstandener Schambeinentzündung noch längst nicht bei 100 Prozent, dennoch konnte er zuletzt beschwerdefrei durchspielen und kam immer besser in Tritt. Das gab wiederum Joshua Iten die Möglichkeit, auf der Sechs zu agieren und dem Spiel damit mehr Stabilität zu geben. Am Sonntag kehrt nun auch Julien Atanley zurück, der während des Lauterbach-Ausfalls die Sechser-Position alleine innehatte.

Alemannia Waldalgesheim will den Anschluss nach oben halten

Egal, wie es ablief. „Herxheim ist abgehakt“, sagt Melunovic. Das Augenmerk liegt ganz auf den beiden noch verbleibenden Begegnungen dieses Jahres. Jetzt gegen Marienborn, zum Abschluss in Steinwenden. „Wir wollen versuchen, den Anschluss zu halten.“ Viel mehr muss der gebürtige Bosnier nicht sagen. Zumal die TuS ihre Probleme überwunden zu haben scheint, zuletzt zwei Siege in Folge einfahren konnte und vor allem defensiv Stabilität bewies.

Die Ausrichtung beider Mannschaften ist durchaus vergleichbar. Beide stehen kompakt, beide agieren sehr diszipliniert, beide warten auf gegnerische Fehler und hoffen, sie mit schnellen Aktionen ausnutzen zu können. Melunovic warnt da besonders vor dem erst 20-jährigen Stürmer Luka Baljak, der für die TuS in dieser Spielzeit bereits neunmal einnetzte. Insgesamt erwartet er ein enges, intensives Spiel gegen ein Team, das zuletzt nicht nur wegen des 3:0-Erfolgs gegen die SG Hüffelsheim deutlich an Selbstvertrauen gewonnen hat. „Bei uns wird alles darauf ankommen, wie wir den Ausfall von Mahdi kompensieren können“, prophezeit er.

Aufrufe: 021.11.2025, 09:00 Uhr
Jochen WernerAutor