2025-12-03T05:51:34.672Z

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Pfalzdorf ist gut drauf.
Pfalzdorf ist gut drauf. – Foto: Arno Wirths

Alemannia Pfalzdorf befindet sich im Aufwind

Der Bezirksligist ist nach einem holprigen Start in die Erfolgsspur eingebogen. Trainer Raphael Erps sagt, warum es für die Pfalzdorfer, die sich in der vergangenen Saison erst in einer Entscheidungsrunde gerettet haben, jetzt so gut läuft.

Alemannia Pfalzdorf hat am vergangenen Sonntag ungewohnte Höhen erklommen. Der Bezirksligist hat sich nach dem 6:2-Heimsieg gegen Borussia Veen in der Tabelle der Gruppe vier auf den achten Platz vorgeschoben. So gut stand das Team noch nicht da, seit es 2024 die Rückkehr in die Klasse geschafft hat.

Großes Ziel war der Klassenerhalt

Die Zeichen stehen also nicht schlecht, dass die Alemannia das Image ablegen kann, eine Fahrstuhlmannschaft zu sein. Das hat sie sich erworben, weil sie in diesem Jahrtausend in schöner Regelmäßigkeit rauf in die Bezirksliga und dann wieder runter in die Kreisliga A geklettert ist. 2009, 2013, 2016, 2022 und 2024 ging es hoch in die Bezirksliga – 2010, 2015, 2017 und 2023 zurück ins Kreisliga-Oberhaus. Jetzt ist die Alemannia gekommen, um länger zu bleiben.

„Ich bin stolz auf die Mannschaft“, sagt Trainer Raphael Erps, der im Sommer Thomas Erkens abgelöst hat. Erps trat kein leichtes Amt an. Schließlich hatte die Alemannia, die sich erst in einer Entscheidungsrunde nach dem regulären Ende der Spielzeit 2024/25 den Klassenerhalt gesichert hatte, wichtige Kräfte verloren. Andre Laarmanns, der Kopf des Teams, und Martin Koenen beendeten ihre Laufbahn. Cem Artas wechselte zum SV Rindern. Die Lücken wurden mit sechs Spielern geschlossen, die in der zweiten Mannschaft unter Trainer Raphael Erps den Aufstieg in die A-Liga geschafft hatten.

Das Ziel hieß deshalb nur Klassenerhalt. Und der neue Coach sagte vor dem Start: „Ich sehe uns als das kleine gallische Dorf, das in der Liga ein wenig für Aufsehen sorgen will“, so Raphael Erps. Das ist nach einem holprigen Start zuletzt sehr eindrucksvoll gelungen.

Die Alemannia stand nach sechs Spieltagen ohne Sieg mit nur vier Punkten und 9:13-Toren auf dem vorletzten Platz. Seitdem ging es kontinuierlich nach oben. Das Team kassierte nur noch eine Niederlage, die beim 0:6 bei den Sportfreunde Lowick recht happig ausfiel. Ansonsten gab es vier Siege mit 12:4-Toren.

Das ändert aber nichts an der Bodenhaftung von Raphael Erps. Der Coach bleibt schön auf dem Teppich und denkt nicht ansatzweise daran, das Saisonziel zu ändern. „Es geht für uns nur um den Klassenerhalt. Über etwas anderes müssen wir uns nicht unterhalten. Wir können den Moment genießen. Das ist es aber auch“, sagt der Coach.

Die Zuversicht ist in den vergangenen Wochen aber sicherlich enorm gestiegen, sich ein weiteres Zitterspiel ersparen zu können. In der vergangenen Saison ging es für die Mannschaft in die Verlängerung, weil sie in der Hinrunde überhaupt nicht in Tritt gekommen war.

Da hatte die Alemannia in 16 Spielen gerade einmal elf Punkte gesammelt. 29 Zähler kamen dann in der Rückserie dazu. Trotzdem hatte sich das Thema Relegation für die Pfalzdorfer erst nach Entscheidungsspielen mit den punktgleichen Klubs TSV Krefeld-Bockum und VfB Uerdingen erledigt.

Kein Grund für Kampfansagen

Das Geschehen in der Rückrunde der vergangenen Saison ist für Raphael Erps auch eine Warnung. „Da hat die Liga verrückt gespielt, weil einige Mannschaften im Abstiegskampf enorm gepunktet haben“, so der Coach. Deshalb ist es für ihn kein Thema, sich nach den jüngsten Ergebnissen schon zu sicher zu fühlen. „Das darf man sich in der Klasse nicht erlauben.“

Der Trainer ist aber aus gutem Grund guter Dinge. „Die Mannschaft hat sich unheimlich entwickelt. Deshalb kommen die Erfolge nicht von ungefähr“, sagt der Trainer. Die führt Raphael Erps darauf zurück, dass es stimmt im Kollektiv. Keine Frage: Der Star ist für ihn die Mannschaft.

„Die Trainingsleistung ist gut. Das sorgt dafür, dass wir am Wochenende Erfolg haben. Der Umgang untereinander ist respektvoll. Die älteren Spieler gehen voran und führen die jungen Akteure, die sich gut entwickelt haben. So trägt jeder seinen Teil zu unserem guten Abschneiden bei – ob er jetzt ein paar Minuten mehr oder weniger spielt“, sagt Raphael Erps.

Er sieht aber auch noch Luft nach oben. „Es gibt Dinge, an denen wir arbeiten müssen. Wir müssen zum Beispiel in unseren Leistungen über 90 Minuten noch konstanter werden“, so der Trainer, der mit seinem Team am Sonntag, 2. November, beim Tabellenvierten DJK Twisteden antritt.

Aufrufe: 031.10.2025, 08:00 Uhr
Joachim SchwenkAutor