
Waldalgesheim. Das Hinspiel am 20. September war das absolute Gipfeltreffen in der Verbandsliga. An der Mechtersheimer Kirschenallee lieferte Alemannia Waldalgesheim im ersten Abschnitt eine meisterhafte Vorstellung ab, führte verdient mit 2:0, um dann durch drei Unaufmerksamkeiten in der Viertelstunde direkt nach Wiederbeginn mit 2:3 zu verlieren. Am Sonntag (Anpfiff 15 Uhr) kommt es in der Langinvest-Arena an der Waldstraße zum Wiedersehen mit dem Tabellenprimus. Diesmal allerdings unter komplett anderen Voraussetzungen.
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„Für mich stand schon vor der Saison fest, dass Mechtersheim der große Favorit ist. Mit der Finanzkraft und den Spielern aus der zweiten und dritten Liga sind sie stärker als Dudenhofen oder Gau-Odernheim im letzten Jahr.“ Alemannia-Trainer Elvir Melunovic geht mit realistischem Blick in die Begegnung.
Nicht nur, weil die Pfälzer überhaupt erst eine Niederlage kassierten, am 26. September des Vorjahres beim FC Bienwald Kandel (1:4). Im Jahr 2026 allerdings gab es schon(!) zwei Unentschieden: ein 1:1 in Hohenecken und am vergangenen Wochenende ein glückliches 3:3 gegen die SG Hüffelsheim. Egal wie. „Sie sind erfolgreich. Und am Ende zählen die Ergebnisse“, sagt Melunovic, für den der TuS Mechtersheim bereits als designierter Meister feststeht.
Trotz der 0:1-Niederlage bei Abstiegskandidat TuS Steinbach am vergangenen Samstag lässt sich die Alemannia nicht beirren. „Wir geben nicht auf“, sagt der Coach und verspricht, dass seine Elf gegen den Spitzenreiter alles in die Waagschale werfen wird. „Die Motivation ist mit Sicherheit eine andere.“ Zumal die Niederlage aus dem vergangenen Spätsommer und die Umstände dort rund um Mechtersheims Trainer Nauwid Amiri beim Gang in die Kabinen zur Halbzeit noch in Erinnerung sind. Das allerdings erwähnt der 54-jährige Mannschaftsverantwortliche der Alemannia mit keinem Wort, spricht nur von einer „sehr unglücklichen Niederlage, die uns mit den folgenden Unentschieden für den Saisonverlauf das Genick gebrochen hat.“
Ohne Justin Padberg in der defensiven Dreierkette wird es zu Beginn der Osterferien nicht leicht, Paroli zu bieten. Zumal Marlon Pira lange ausfällt und ein Einsatz von Mahdi Mehnatgir nach seiner leichten Zerrung auf der Kippe steht. Nicht jammern, sondern sich neue Ziele setzen, das ist das Motto. Heißt jetzt: Aus den aktuell 39 Zählern möglichst schnell 50 machen.