
Einst als Spieler verpflichtet, nun fest im Trainerteam: Julius Schell bleibt der Alemannia erhalten – als Co-Trainer. Trotz einer hartnäckigen Knieverletzung hat sich der Ex-Schalker unentbehrlich gemacht und unterstützt Chefcoach Heiner Backhaus nun offiziell an der Seitenlinie.
Julius Schell hat einen neuen Weg eingeschlagen – und das nun auch ganz offiziell. Der 25-Jährige ist ab sofort Co-Trainer bei Alemannia Aachen. Ursprünglich im Januar 2024 als Spieler verpflichtet, machte ihm eine anhaltende Knieverletzung einen Strich durch die Rechnung. Ein Pflichtspiel im Trikot der Schwarz-Gelben blieb ihm verwehrt. Stattdessen hat sich der ehemalige Jugendspieler von Borussia Dortmund und Schalke 04 abseits des Platzes unentbehrlich gemacht – nun folgt der logische Schritt: die Beförderung ins Trainerteam.
Schon in der Hinrunde hatte Schell einen festen Platz im Trainerstab. Inmitten seiner Reha nahm er sich zunehmend analytischen und organisatorischen Aufgaben an. Er unterstützte Cheftrainer Heiner Backhaus und Co-Trainer Ilyas Trenz in der Spielvorbereitung und der täglichen Arbeit auf dem Platz. Jetzt macht Alemannia Nägel mit Köpfen: Der Verteidiger im Wartestand wird offiziell Co-Trainer.
„Julius hat eine schwere Zeit hinter sich, seine Knie machen ihm das Leben als Fußballspieler nach wie vor nicht leicht. Obwohl es hier am Tivoli nie zu einem Einsatz im Trikot gereicht hat, hat er nicht aufgegeben und stattdessen neben dem Platz sehr viel Feingefühl, Moral und großes Talent bewiesen. Seine Arbeit, die er Tag für Tag gemeinsam mit dem übrigen Trainerteam leistet, ist nicht hoch genug zu bewerten. Daher ist es für uns der nächstlogische Schritt, Julius nun offiziell neben Ilyas zum Co-Trainer zu befördern“, erklärt Alemannia-Geschäftsführer Sascha Eller.
Schell selbst sieht seine neue Aufgabe als große Chance: „Natürlich macht es mich traurig, dass ich als Spieler wegen der Verletzung keine Einsatzminuten für die Alemannia sammeln konnte. Dennoch hat mich die Traineraufgabe schon immer gereizt. Ich möchte mich beim Verein und dem Trainerteam für das Vertrauen bedanken, mir die Möglichkeit zu geben, als Co-Trainer tätig zu sein. Ich werde wie auch zuvor meine gesamten Kenntnisse und meinen vollen Einsatz in die Vorbereitung und Analyse der Spiele legen und mit der Mannschaft auf dem Platz arbeiten. Die Tätigkeit macht mir viel Freude, und ich bin überzeugt, dass wir in den restlichen Spielen der Saison gemeinsam erfolgreich sein werden.“