
In der Kreisklasse steht ein weiteres Derby an: Der SC Rot-Weiß Bad Tölz spielt gegen die SG Gaißach/Wackersberg. Die Gäste hoffen auf drei Punkte.
Zwei Stadt-Vereine, zwei Klubs aus dem Umland – Derbys gibt es in der Kreisklasse 2 in dieser Saison reichlich. Und am Sonntag (14 Uhr) steht bereits das nächste nachbarschaftliche Aufeinandertreffen im Terminkalender: Der SC Rot-Weiß Bad Tölz kommt zum Kräftevergleich mit der SG Gaißach/Wackersberg zum Sportplatz in Arzbach.
Treffen diese beiden Vereine aufeinander, war es meist Duelle auf Augenhöhe, so auch in der Rückrunde der zurückliegenden Saison, als es ein 2:2-Unentschieden gab. In den Jahren zuvor haben die Tölzer den Platz stets als Verlierer verlassen – der letzte Rot-Weiß-Sieg liegt mittlerweile sechs Jahre zurück, damals noch gegen den SC Gaißach. Drei Punkte sind gegen die Spielgemeinschaft bisher nicht gelungen. Doch gerade aus der nun anstehenden Begegnung könnten die Mannen von Trainer Adrian Ackermann einen Sieg dringend benötigen.
Das Team befindet sich momentan auf einem Relegationsplatz um den Klassenerhalt, könnte im Falle einer Niederlage sogar auf einen direkten Rang unter den abstiegsbedrohten Vereinen abrutschen. Drei Siegen stehen im bisherigen Saisonverlauf acht Niederlagen bei zwei Unentschieden gegenüber. Auffallend ist die magere Trefferausbeute der Rot-Weißen: In 13 Spielen wurden bisher zehn Tore erzielt – das ist die schwächste Bilanz der gesamten KK2-Konkurrenz.
Sehr viel torgefährlicher sind aber auch die Angreifer der SG Gaißach-Wackersberg nicht: Sie haben es im Schnitt noch auf keine zwei erfolgreichen Abschlüsse gebracht. Dafür aber ist die Hintermannschaft ziemlich sattelfest. 14 Gegentreffer im laufenden Spielbetrieb bedeutet mit die zweitbeste Defensivabteilung. Am vergangenen Samstag hatten die SG-Offensivkräfte beim 5:0-Erfolg im Match bei den Fußball-Freunden Geretsried ihr Visier recht genau eingestellt. Die Rot-Weißen unterlagen hingegen bei der SG Ascholding-Thanning mit dem gleichen Ergebnis.
Die Rollen für das sonntägliche Spiel sollten also klar verteilt sein. Würde es da nicht die allseits bekannte Fußballregel geben: Derbys haben ihre eigenen Gesetze. Es ist für beide Mannschaften die letzte Begegnung der Hinrunde. und RW-Coach Ackermann sehnt beinahe die Winterpause herbei: „Gegen die Spielgemeinschaft und dann Spitzenreiter Kreuth stehen uns noch zwei harte Aufgaben bevor. Aber zunächst ist es unser Ziel, einen Punkt aus Arzbach mitzunehmen.“