
So deutlich wie am vergangenen Sonntag hat der SV Budberg in der Landesliga seit über acht Monaten nicht mehr verloren. Das happige 1:5-Debakel gegen den ESC Rellinghausen erinnerte in seiner Deutlichkeit an die 1:5-Pleite in Bottrop im Februar und hat seine Spuren hinterlassen. Auch unter der Woche war der schwache Auftritt bei den Rheinbergern noch Thema. Nach dem zwölften Spieltag ist die Mannschaft von Tim Wilke auf Rang fünf abgerutscht und steht am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) beim abstiegsbedrohten VfB Speldorf vor der nächsten Bewährungsprobe.
Grund zur Panik besteht nicht, wie der Trainer seinen Spielern im gewohnten Mannschaftskreis nach Abpfiff sofort vermittelte. „Es ist eine schwierige Situation, auch wenn wir immer noch gut dastehen. Wir müssen die individuellen Fehler abstellen“, forderte Mike Terfloth. Der noch immer angeschlagene Mittelfeld-Routinier wurde in der Zentrale zuletzt schmerzlich vermisst.
Mit 41 Treffern stellt die Wilke-Elf zwar die beste Offensive der Liga. Doch die Kehrseite der Medaille ist deutlich sichtbar: 25 Gegentore bedeuten einen alarmierenden Wert, der nur für das untere Tabellendrittel reicht. In den vergangenen vier Spielen mussten Marc Anders und Lorenz Delgado ganze 14 Mal hinter sich greifen. Logisch, dass der Coach vor allem an der Defensive arbeiten muss.
„Wir alle wissen, dass der Auftritt am Sonntag in allen Facetten richtig schlecht war, dazu kam ein brettstarker Gegner. Die Anzahl der Gegentore ist absolut inakzeptabel und wird bis Winter unser Hauptaugenmerk werden, was aber als Auftrag an die gesamte Mannschaft geht“, sagt der Trainer, der die Tür personell auch „für die jungen Burschen“ öffnen wird. Allerdings schleicht sich aktuell auch eine Grippewelle durchs Team.
In Mülheim erwartet Wilke vor allem mit Blick auf die „Kernkompetenzen“ seines Teams einen besseren Auftritt. Es wird sich zeigen, ob das jüngste Heimspiel nur ein Ausrutscher bleibt und der SVB weiter auf Tuchfühlung zur Spitzengruppe liegen kann.
