2026-05-15T09:36:57.455Z

Allgemeines

"Aktuell verschieben wir jedoch unsere Aufstiegsfeier noch"

FuPa stellt Meister vor: Die Spvgg Aldingen ist vorzeitiger Meister in der Frauen-Regionenliga, Staffel 4, und steigt in die Landesliga auf.

von red · Heute, 08:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Spvgg Aldingen

Zwei Spieltage vor dem Ende der Saison steht die Spvgg Aldingen uneinholbar an der Tabellenspitze der Frauen-Regionenliga, Staffel 4. Nach dem Erfolg in der vergangenen Saison als Meister der Bezirksliga marschiert das neu formierte Team direkt weiter nach oben in die Landesliga. Das Trainerduo Anna-Lena Keller und David Klemm blickt stolz auf eine disziplinierte Spielzeit zurück, richtet den Fokus vor den großen Feierlichkeiten jedoch zunächst auf das anstehende Pokalfinale.

Der entscheidende Schritt beim Auswärtsspiel

Die Fußballerinnen der Spvgg Aldingen haben den Meistertitel vorzeitig perfekt gemacht. Nach 20 absolvierten Partien weist das Team eine Bilanz von 16 Siegen, drei Unentschieden und nur einer Niederlage auf. Mit 51 Punkten und einem Torverhältnis von 84:20 ist die Mannschaft an der Spitze nicht mehr einzuholen. Der direkte Verfolger, die TSG Wittershausen, liegt mit 42 Punkten (12 Siege, sechs Unentschieden, zwei Niederlagen, 48:26 Tore) bereits entscheidend zurück.

Die Gewissheit brachte das jüngste Match in der Fremde, wie Trainerin Anna-Lena Keller gegenüber FuPa berichtet: „Natürlich haben wir die Momente zusammen gefeiert und genossen. Eine Meisterschaft ist für alle immer etwas ganz Besonderes. Vor allem, als bei unserem letzten Auswärtsspiel in Grafenau feststand, dass uns die Meisterschaft dieser Saison nicht mehr genommen werden kann. Aktuell verschieben wir jedoch unsere Aufstiegsfeier noch, da wir im Pokalfinale stehen und den Fokus darauf legen, um auch diesen Erfolg feiern zu können. Und wer weiß, vielleicht schaffen es unsere Herren auch bald, die Meisterschaft zu sichern – dann feiern wir alle groß zusammen.“

Vom Aufsteiger zum unaufhaltsamen Champion

Dass der Durchmarsch in dieser Form gelingen würde, war im Sommer keineswegs abzusehen, da sich die Struktur des Kaders stark verändert hatte. Nach dem vorangegangenen Erfolg eine Etage tiefer stapelte das Trainerteam zunächst tief und setzte auf eine schrittweise Entwicklung im neuen Umfeld. Trainer David Klemm blickt auf die anfänglichen Erwartungen zurück: „Nein, mit dem Titelgewinn haben wir vor der Saison nicht direkt gerechnet. Allerdings lautete vor Rundenbeginn unser Saisonziel, mindestens unter den Top 4 unterzukommen. Wir waren eine neu formierte Mannschaft, mussten uns erst alle richtig kennenlernen, wollten aber den Schwung als Meister der Bezirksliga mitnehmen.“

Konstanz und personelle Verstärkungen als Fundament

Der Schlüssel zum erneuten Erfolg lag primär in einer bemerkenswerten Stabilität über Monate hinweg sowie einer gezielten Verbreiterung des Aufgebots vor dem ersten Spieltag. Die Mannschaft entwickelte durch eine langfristige Serie von Erfolgen eine enorme mentale Stärke.

„Wir haben vor Saisonstart unseren Kader sowohl vergrößern als auch nochmals qualitativ verstärken können. Das hilft jeder Mannschaft ungemein. Für uns ausschlaggebend war die konstante und disziplinierte Leistung in Verbindung mit der Qualität unserer Mädels. Wir haben in den vergangenen zwei Saisons insgesamt nur ein Rundenspiel verloren. Das bringt selbstverständlich ein großes Selbstbewusstsein mit sich“, analysiert Anna-Lena Keller die sportlichen Vorzüge des Ensembles.

Ein ausgeprägter Teamgeist und taktische Flexibilität

Neben der statistischen Dominanz von 84 erzielten Treffern zeichnet sich die Meistermannschaft durch ein harmonischer Zusammenhalt aus. Für das Trainerteam bietet der Kader zudem ein hohes Maß an taktischer Variabilität auf dem Rasen, da viele Akteurinnen flexibel einsetzbar waren. David Klemm hebt die spezifischen Stärken der Auswahl hervor: „Unsere Stärken liegen im Zusammenhalt. Hier unterstützen sich alle, sowohl im Training als auch im Spiel. Zusätzlich können viele Spielerinnen mehrere Positionen spielen, was uns als Trainerteam die Aufgaben deutlich vereinfacht.“

– Foto: Spvgg Aldingen

Ein sportlicher Ausflug und das große Pokalfinale im Blick

Im Gegensatz zu ausgiebigen Reisen ins Ausland wählt die Mannschaft für den anstehenden Saisonausflug ein bodenständiges Programm in der Region. Bevor die Korken endgültig knallen, gilt die Konzentration ohnehin dem nächsten sportlichen Highlight im Pokalwettbewerb. „Aktuell ist ein gemeinsamer Ausflug mit Kanufahren geplant mit anschließendem Zusammensitzen in unserem Vereinssportheim“, verrät Anna-Lena Keller die anstehenden Pläne der frischgebackenen Titelträgerinnen.

Das klare Bekenntnis zur höheren Spielklasse

Dass die Mannschaft den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung gehen und die sportliche Herausforderung eine Etage höher in der Landesliga suchen wird, steht für alle Verantwortlichen im Verein außer Frage. Die Mannschaft hat sich die Beförderung durch ihre Dominanz über 20 Spieltage hinweg redlich verdient. David Klemm bestätigt die Entscheidung des Klubs kurz und unmissverständlich: „Ja, wir werden das Aufstiegsrecht wahrnehmen.“

Weitgehend abgeschlossene Planungen und Verstärkung aus der Jugend

Hinter den Kulissen laufen die personellen Weichenstellungen für die veränderten Bedingungen in der neuen Liga bereits auf Hochtouren. Das Trainerteam kann dabei auf ein extrem stabiles Fundament setzen, baut aber auch gezielt Talente aus dem eigenen Nachwuchs ein.

„Unsere Kaderplanung für die kommende Saison ist fast komplett abgeschlossen. Wir sind zuversichtlich, dass wir für die kommende Saison nochmals eine gute Mannschaft stellen können. Unsere Abgänge stehen fest und ein paar der Zugänge stehen allerdings noch aus. Zusätzlich werden uns noch Mädels von unseren B-Juniorinnenen verstärken, worüber wir uns natürlich sehr freuen“, erklärt Anna-Lena Keller.

Mit Vorfreude und Realismus in die neue Spielzeit

Für die kommende Saison 2026/2027 richtet der Verein den Blick mit gesundem Realismus auf die neuen Aufgaben. Im veränderten Umfeld gilt es für den Aufsteiger primär, schnell Fuß zu fassen, ohne sich dabei von vornherein zu hohem Druck auszusetzen. David Klemm formuliert die klare Marschroute für die Zukunft wie folgt: „Wir möchten gerne die Erfahrung und Eindrücke nächstes Jahr mitnehmen und genießen. Unser Ziel wäre natürlich, uns in der Liga zu etablieren.“