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Aken holt den Pokal, Disqualifikation sorgt für große Diskussionen

Frauen-Hallenmasters +++ Die schon gespielten Halbfinals müssen noch einmal wiederholt werden

von Kevin Gehring · 25.01.2026, 20:15 Uhr · 0 Leser
– Foto: Kevin Gehring

Am Ende durften die Fußballerinnen des FC Stahl Aken jubeln. Durch einen Finalerfolg im Sechsmeterschießen gegen den SV Allemannia Jessen sicherte sich der Landesligist den Titel beim Frauen-Hallenmasters. Doch ist der Überraschungserfolg der Akenerinnen nicht der einzige Grund, warum über die denkwürdige Endrunde in Barleben gewiss noch einige Zeit gesprochen werden dürfte.

Im Mittelpunkt des Geschehens stand der FSV Saxonia Tangermünde. Mit zwei Siegen und einem Remis gegen den 1. FC Magdeburg, der mit seiner U23 angetreten war, holten die Saxoninnen den Gruppensieg in der Vorrunde. Auch das Halbfinale gegen Aken (0:1) war bereits absolviert, als plötzlich Unruhe in der Mittellandhalle aufkam.

Das Schiedsgericht bestellte die Trainer aller Mannschaften zu sich. Im Kreis der Verantwortlichen wurde die Situation minutenlang erklärt. Auf den Tribünen wurde versucht, das Geschehen zu verstehen. Wie sich später herausstellte, hatte Tangermünde eine Spielerin zum Einsatz gebracht, die nicht spielberechtigt gewesen ist.

Beide Halbfinals müssen neu ausgetragen werden

Nach angeregten, teils sogar lautstarken und hitzigen Diskussionen mit den Mannschaftsverantwortlichen traf der FSA eine Entscheidung: Saxonia Tangermünde wurde disqualifiziert, die Vorrundenspiele wurden gegen den FSV gewertet, das Halbfinale wurde annulliert. Auch das zweite schon absolvierte Halbfinale war schließlich wertlos. Denn der FCM zog nach der Tangermünder Disqualifikation nicht als Zweiter, sondern als Erstplatzierter in die K.o.-Runde ein. Die Halbfinal-Paarungen änderten sich folglich.

So kam es in der Runde der besten Vier zu einer kuriosen Situation. Mit dem 1. FC Magdeburg (1:0 gegen Einheit Halle) und dem FC Stahl Aken trafen zwei Teams aufeinander, die sich sportlich eigentlich schon fürs Endspiel qualifiziert hatten. Am Ende hatte Aken im Sechsmeterschießen das bessere Ende. Im zweiten Halbfinale jubelte der SV Allemannia Jessen, der an Saxonias Stelle ins Semifinale nachgerückt war, gegen Einheit Halle ebenfalls vom Punkt aus.

Landesligist fährt zum NOFV-Regionalturnier

Statt Aken und dem FCM um 14:45 Uhr standen sich also Aken und Jessen erst um kurz nach 16 Uhr im Finale gegenüber. Während die Tangermünder schon bedient den Heimweg angetreten hatten, holten sich die Stahl-Frauen in einem spannenden Endspiel den Hallenthron von Sachsen-Anhalt und qualifizierten sich mit dem Überraschungserfolg für die Regionalmeisterschaft des NOFV im thüringischen Bad Berka (15. Februar). Die Stimmen zur denkwürdigen Endrunde - aus den Vereinen und vom Verband - findet ihr am Montag auf FuPa Sachsen-Anhalt.