
Die von vielen Mannschaften im Amateurbereich herbeigesehnte Winterpause ist da, auch in den vier A-Klassen des Spielkreises Amberg/Weiden. Wie ist nun tabellarische Lage in den einzelnen Staffeln - wir wollen einmal betrachten, wer „oben“ überwintern und damit Hoffnungen auf einen Aufstieg hegen darf und wer „unten“ rangiert und deshalb sorgenbehaftet das Weihnachtsfest feiern muss. Im ersten Teil unseres Rückblicks beleuchten wir die Ost- und Westgruppe.
A-Klasse Weiden Gruppe Ost
Hier liefern sich im vorderen Tabellendrittel die SG TSV Waidhaus/Neukirchen St. Chr./Pfrentsch (1./38 - 15 absolvierte Partien), Kreisklassenabsteiger SpVgg Vohenstrauß II (2./34 - 14 gespielte Matches, der TSV Flossenbürg (3./34 - 15 Spiele), der FSV Waldthurn (4./33 - 15 Spiele) und schließlich der zweite Kreisklassenabsteiger SG Störnstein (5./32 - 16 Partien) einen packenden Fünfkampf um die beiden begehrten Ränge 1 und 2. Die von Fabian Wirth und seinem spielenden „Co“ Dominik Frank betreute, auf Platz 1 mit vier Punkten Vorsprung stehende Spielgemeinschaft hat erst ein Spiel abgeben müssen, im letzten Spiel vor der Winterpause setzte es eine Niederlage beim FSV Waldthurn, der dem Primus schon im Hinspiel ein Remis abtrotzte. Damit scheint die Truppe von der Landesgrenze auf dem besten Wege zu sein, das eindeutig erklärte Saisonziel „Aufstieg“ in die Tat umzusetzen, man will zurück in die Kreisklasse, aus der man sich 2022 verabschieden musste.
Gelesen ist die Messe sicherlich noch nicht, die hinterher hechelnde, vierköpfige „Verfolgermeute“ wird sicherlich alles in die Waagschale werfen, um da zu sein, sollte sich der Tabellenführer einen oder mehrere Ausrutscher leisten. Bereits zum offiziellen Re-Start am 22. März kommenden Jahres könnte die Tabellenspitze noch enger zusammenrücken, würde die SG TSV Waidhaus im Topduell beim TSV Flossenbürg Federn lassen oder gar verlieren.
Ein Blick in die „Abgründe“ des Klassements zeigt, dass für Schlusslicht TSV Eslarn II (14./5) der Aufenthalt in der A-Klasse im dritten Jahr nach dem Aufstieg zu Ende sein könnte. Nur einen Dreier hat man bislang ergattern können und belegt damit Rang 14, den einzigen Direktabstiegsplatz. Bei allerdings nur einem Punkt Rückstand auf den „Schleudersitz“, dort rangiert der TSV Pleystein II (13./6), wird das erklärte Ziel in der Restrückrunde sein, bis zum Saisonende die Kreuzbergelf zu überholen, um in „Überstunden“ die Liga noch zu halten. Auf den beiden ersten Nichtabstiegsplätzen rangieren die SG Neudorf/Rothenstadt II (12./13) und die SG Schönkirch/Plößberg II mit sieben Punkten Vorsprung zur Gefahrenzone, was ein einigermaßen beruhigendes Polster darstellt.
Schauen wir noch auf statistische Zahlen: Die Torjägerliste der A-Klasse Ost führt Yannik Friedl von der SG TSV Waidhaus mit bereits 25 Einschüssen an. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Max Grundler (TSV Flossenbürg - 21 Tore) und Manuel Windschiegl (SG Störnstein - 19 Tore). Die besten Heimteams bislang sind die SG TSV Waidhaus und der FSV Waldthurn, in der Fremde sorgte der Ligaprimus aus Waidhaus, Neukirchen St. Chr. und Pfrentsch am meisten für „Angst und Schrecken“. "Last but not least" noch ein Blick auf die Fairnesstabelle, dort stehen der FC Luhe-Markt II und die DJK Neustadt II zum Jahreswechsel ganz oben.
A-Klasse Weiden, Gruppe West
In der Weststaffel dürfen sich zu Beginn der Restrückrunde (sie beginnt am 22. März 2026) realistisch gesehen noch zwei Mannschaften Hoffnungen machen, am Ende die Meisterschaftsurkunde in den Händen zu halten. Mit einem Vorsprung von fünf Punkten gegenüber seinem einzig ernst zu nehmenden Verfolger führt der letztjährige Tabellendritte SV Waldeck (1./40) das Klassement an, die Elf von Chefanweiser Michael Sollfrank hat also die beste Ausgangsposition. Da die SG Neustadt a. K./Tremmersdorf II (2./35) ein Spiel weniger als der Primus ausgetragen hat, bleibt es am oberen Rand spannend, denn sie könnte bei einem Dreier im Nachholspiel bis auf zwei Punkte heranrücken. Das die Liga anführende Zweigestirn hat bislang erst zwei Mal verloren. Am Ostersamstag, dem 4. April, kommt es übrigens in Waldeck zum absoluten „Knaller“, wenn der Primus mit seinem „Vize“ die Klingen kreuzt, Revanche nehmen will für die 1:2-Niederlage im Hinspiel und eine Vorentscheidung im Titelkampf herbeiführen möchte.
Schon ein wenig abgeschlagen kämpfen im Tabellenkeller drei Mannschaften um den Verbleib in der Liga. Sowohl der ASV Haidenaab II (14./7), als auch der SC Eschenbach (13./10) und schließlich der am ersten Nichtabstiegsplatz stehende FC Vorbach II (12./11) haben erst zwei (ASV), bzw. drei Siege (SCE und FCV) ergattern können. Folgt nicht ein Kraftakt des Trios, werden diese drei Kellerkinder wohl mit Beginn der Restrückrunde unter sich ausmachen, wer in den sauren Apfel des Direktabstiegs beißen muss, wer auf dem sogenannten „Schleudersitz“ die Saison beendet und damit in Überstunden noch die Chance bekommt, die Liga zu halten und wer sich ohne Umwege retten kann. Ob die beiden davor rangierenden SG Grafenwöhr II (11./16) und SV Kulmain II (10./17) noch in Gefahr geraten, wird man sehen. Beide werden nach dem Re-Start im März schleunigst versuchen, den Keil zur Abstiegszone noch dicker werden zu lassen und damit den Klassenerhalt frühzeitig einzutüten.
Der beste Torschütze der A-Klasse West ist aktuell Ricardo Burger vom SV Waldeck mit 18 Buden. Auf Platz 2 folgt Lukas Gerner vom TSV Kastl mit 12 Toren vor den Waldeckern Vincent Liebner und Maximilian Hößl, beide haben 11 Mal ins Schwarze getroffen. Das beste Heimteam stellt Primus SV Waldeck, auf fremdem Terrain hat das Führungsduo der Liga (beide haben 19 Zähler eingefahren) am meisten für Furore gesorgt. Schließlich kommen die beiden fairsten Teams bis zur Winterpause aus Kirchenthumbach und Haidenaab.