
Fred Grim, eine echte Ajax-Identifikationsfigur und ehemaliger Torhüter des Klubs, hatte den Posten erst im November 2025 übernommen, nachdem John Heitinga entlassen worden war. Ursprünglich als Stabilisator gedacht, gelang es Grim jedoch nicht, den strauchelnden Riesen wieder in die Erfolgsspur zu führen.
„Wir sind Fred dankbar, dass er in einer extrem schwierigen Phase eingesprungen ist“, erklärte Sportdirektor Jordi Cruyff. „Aber wir waren uns einig, dass sich etwas ändern muss, um unsere Saisonziele – allen voran die Qualifikation für die Champions League – nicht endgültig zu verspielen.“ Grim wird dem Verein dennoch erhalten bleiben und in seine vorherige Rolle als Ausbildungsleiter in die berühmte Ajax-Akademie zurückkehren.
Mit Oscar García setzt Ajax auf eine interne, aber international erfahrene Lösung. Der 52-jährige Spanier, der in der Vergangenheit unter anderem Red Bull Salzburg zu zwei Doubles führte, war erst vor rund einem Monat als Trainer für die zweite Mannschaft (Jong Ajax) verpflichtet worden. Sein Aufstieg zum Chefcoach der Profis erfolgt nun im Eiltempo.
García gilt als Verfechter eines offensiven Ballbesitzfußballs, der tief in der DNA von Ajax verwurzelt ist. Er unterschrieb einen Vertrag bis Juni 2027 und steht vor einer Mammutaufgabe. Bei nur noch acht verbleibenden Spieltagen beträgt der Rückstand auf die Champions-League-Ränge fünf Punkte.
Die Erwartungshaltung in der Johan-Cruyff-Arena ist klar: García muss sofort liefern. Das Umfeld ist nach einer Saison voller Unruhe und personeller Wechsel dünnhäutig geworden. Ob der Spanier die nötige Stabilität bringt, um den freien Fall des Rekordmeisters zu stoppen, wird sich bereits am kommenden Wochenende zeigen.
Für Fred Grim endet damit ein kurzes, schmerzhaftes Kapitel als Hauptverantwortlicher an der Seitenlinie. Für Ajax Amsterdam hingegen beginnt der dritte Versuch in dieser Spielzeit, endlich wieder zur alten Dominanz zurückzufinden.