
Affing und Berg im Gau können sich auch gegenseitig nicht bezwingen. Durch das 1:1 im Topspiel bleiben beide weiter ungeschlagen, lieferten aber gleichzeitig dem dritten Aufstiegsanwärter, dem BC Aichach, die ideale Vorlage. Der BCA verwertete sie – wenn auch spät – per 1:0 gegen Gerolsbach. Ein Inchenhofener Stürmer beendet seine Durststrecke. Nach zuletzt zwei Siegen musste sich der BC Adelzhausen zuhause gegen den TSV Rain/Lech II mit 1:3 geschlagen geben. Das Friedberger Sportfreunde-Derby zwischen den „Ostlern“ und Bachern wurde aufgrund der schlechten Platzverhältnisse abgesagt. Ohne Punkte im Gepäck musste der SV Klingsmoos im Derby die kurze Heimfahrt aus Pöttmes antreten. Ebenfalls nichts zu holen gab es für den FC Rennertshofen beim SSV Alsmoos-Petersdorf.
Der BC Aichach mühte sich gegen den FC Gerolsbach zu „einem dreckigen Sieg“, wie es Trainer Markus Kurzhals formulierte. „Es war wie erwartet das ganz zähe Match“, fasste er das Spiel zusammen. „Spielerisch war das von beiden kein Leckerbissen.“ Chancen waren über 90 Minuten Mangelware. Als es bereits nach einem torlosen Remis aussah, schlug der Tabellenzweite allerdings doch noch zu. Nach einem Freistoß köpfte Marcus Wehren zum 1:0 für den BCA ein (80.) – sein bereits elfter Saisontreffer. „Die 13, 14 Spieler, die wir haben, sind absolut stabil“, erklärt Kurzhals den Höhenflug seiner Mannschaft. „Wir sind ein eingeschworener Haufen, deswegen funktioniert es gerade so gut.“ (jly) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Matthias Köhler (Illdorf) - Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Marcus Wehren (80.)
Der Wind wehte auch fußballerisch nur in eine Richtung. „Es war ein hochverdienter Sieg, der sogar noch höher hätte ausfallen können“, kommentierte Frank Echter nach der einseitigen Partie. Besonders stürmisch fiel die Großwetterlage im Strafraum des FC Rennertshofen aus. Bohdan Fokasiev setzte nach 13 Minuten einen Schuss an die Latte. Zehn Minuten später schloss er noch präziser ab: Eine langgezogene Flanke von Johannes Kremer nahm er derart satt volley, dass Torhüter Manuel Fieger zwar die Hand an den Ball brachte, aber den Einschlag nicht verhindern konnte. „Ein wunderschöner Spielzug“, kommentierte Echter. Ein Prädikat, mit dem er auch das zweite Petersdorfer Tor nur zwei Minuten später versah. Luca Manhart legte schließlich quer auf Luca Reinthaler, der mit starker Schusstechnik flach zum 2:0 traf. Weil ein Schuss von Kremer am Pfosten abprallte (35.) und der Fusionsklub einige Großchancen ausließ, blieb es bis 20 Minuten vor Schluss dabei. Dann zog Simon Straubmeier aus 35 Metern ab: Getragen vom Wind schlug der Ball zum 3:0-Endstand ein (70.). (dali) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Stefan Heggenstaller (Zell-Bruck) - Zuschauer: 130
Tore: 1:0 Bohdan Fokasiev (23.), 2:0 Luca Reinthaler (25.), 3:0 Simon Straubmeier (70.)
Die Geschichte des Spiels schrieb zweifellos Marco Bergmair. Der Sturmtank des TSV Inchenhofen – in der vorangegangenen Spielzeit noch mit 20 Treffern an der Vizemeisterschaft maßgeblich beteiligt – beendete seinen persönlichen Durchhänger. Kurz bevor der Torlose-Spiele-Zähler auf zwölf sprang, antizipierte er einen hoch in den Strafraum geschlagenen Freistoß richtig, entwischte seinem Gegenspieler und schoss zu seinem ersten Saisontor ein. „Er hat immer hart gearbeitet, sich aber bisher nicht dafür belohnt. Man hat ihm angemerkt, wie wichtig dieses Tor für ihn war“, sagte TSV-Spielertrainer Werner Meyer. Wichtig war es auch für Inchenhofen. Bedeutete es doch das 2:2 vier Minuten vor Spielende. In einer Partie, die nicht nur wegen des späten Ausgleichs von den Standardsituationen geprägt war. Unterstützt vom Wind drehte sich eine Ecke von Niklas Settele zum 1:0 ins Tor (7.). Der TSV antwortete direkt mit einem Pfostenschuss von Manuel Appel. Kurz nach der Pause war brachte ein Settele-Freistoß die Gästeabwehr in Schwierigkeiten. Stefan Hartl verlängerte, Tobias Wieland fälschte ab, der Ball trudelte über die Linie – Eigentor, 2:0 (50.). Doch Inchenhofen, das Meyer zufolge ohnehin ordentlich im Spiel war, kam zurück. Klar: per Standard. Meyer köpfte, Daniel Thomalla parierte, Lukas Michl köpfte den Abpraller ein (2:1, 58.). Die Begegnung wurde intensiver, Lukas Mühlpointners Zweikampfführung etwas zu intensiv. Binnen drei Minuten sah er zweimal Gelb (72.). „Wir müssen uns ankreiden, dass wir die Überzahl nicht besser ausgespielt haben“, sagte DJK-Berichterstatter Siegfried Haas, „das Spiel sogar fast noch verlieren.“ Denn kurz vor dem Ende kam Bergmair erneut zum Abschluss, setzte den Ball allerdings knapp vorbei. Diese Geschichte wäre des Guten dann aber vielleicht zu viel gewesen. (dali) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Vladyslav Klymov (Augsburg) - Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Niklas Settele (7.), 2:0 Tobias Wieland (50. Eigentor), 2:1 Lukas Michl (58.), 2:2 Marco Bergmair (86.)
Gelb-Rot: Lukas Mühlpointner (72./TSV Inchenhofen)
In der ersten Hälfte bot sich den Zuschauern ein zerfahrenes Spiel mit nur wenigen Höhepunkten. Dann schlugen die Gäste innerhalb von fünf Minuten doppelt zu: Nach einer Flanke aus dem Halbfeld von Pius Besl markierte Blerand Kurtishaj das 1:0. Bereits in der 22. Minute erhöhte Robin Böhm nach einem langen Zuspiel von Niklas Hofgärtner, als er den Ball ins kurze Eck schob. Nach dem Seitenwechsel fanden die Adelzhausener deutlich besser ins Spiel und erspielten sich zahlreiche gute Möglichkeiten, darunter zwei Aluminiumtreffer von Jakob Braun sowie Stefan Asam nach einer Ecke. In der 60. Minute erhielten sie einen Handelfmeter, den Asam souverän zum 1:2 verwandelte. Im Anschluss drängten die Gastgeber weiter, doch der Torhüter der Gäste verhinderte mit starken Paraden den Ausgleich. In der Schlussphase warf der BCA noch einmal alles nach vorne und kassierte nach einem Konter durch Valentin Ricker das 1:3. „Mit der ersten Hälfte waren wir definitiv nicht zufrieden. Dafür haben wir nach dem Seitenwechsel die richtige Reaktion gezeigt, uns allerdings nicht belohnen können“, fasste Trainer Jürgen Lichtenstern das Spiel zusammen. (kerde) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Ewald Lindemeir (Affing) - Zuschauer: 80
Tore: 0:1 Blerand Kurtishaj (17.), 0:2 Robin Böhm (22.), 1:2 Stefan Asam (60. Handelfmeter), 1:3 Valentin Ricker (80.)
Die Unbesiegten bleiben unbesiegt. In einem intensiv geführten Match hatte der BSV viel Mühe, die spielstarken Affinger in den Griff zu bekommen. Wenngleich Chancen auf dem schwer zu bespielenden Platz zunächst rar waren. Stefan Simonovic verpasste nach einer Kombination über mehrere Stationen die Führung, schoss knapp vorbei (31.). Dann verpasste zunächst Robin Helmschrott ein Tor, der Ball flog abgefälscht auf die Latte, Maximilian Lipp verpasste per Nachschuss das 1:0. So ging es torlos in die Pause. Nach dem Wiederbeginn nutzten die Hausherren eine Ecke: Benedikt Schmeißer köpfte den Aufsteiger wuchtig in Führung (62.). „Das kann man fast nicht verteidigen“, sagt Jakob. Lange darüber freuen konnte der BSV sich allerdings nicht, denn nur fünf Minuten später glich der Spitzenreiter durch einen verwandelten Foulelfmeter von Robin Helmschrott zum 1:1 aus. Der Torschützenkönig der Vorsaison hatte den Strafstoß durch ein Dribbling im Strafraum selbst herausgeholt. Im Anschluss hatten beiden Mannschaften noch Chancen auf den Siegtreffer. „Da hat uns das Spielglück ein bisschen gefehlt“, fand Jakob. Es blieb beim Unentschieden. „Es ist in Ordnung, dort einen Punkt mitzunehmen. Ist schon eklig bei diesen Witterungsverhältnissen gegen die beste Abwehr der Liga zu spielen“, resümierte der Affinger. (bsv/dali) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Tobias Beyrle (Friedberg) - Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Benedikt Schmeißer (62.), 1:1 Robin Helmschrott (67. Foulelfmeter)
Nach elf Spielen ohne Sieg durfte der SC Griesbeckerzell mal wieder jubeln. Gegen den SV Echsheim-Reicherstein gewann der Absteiger 2:0. „Wurde auch Zeit“, kommentiert Trainer Metin Bas den Dreier. „Wir hatten den Gegner im Griff und haben verdient gewonnen.“ Gegen Mitte der ersten Hälfte brachte Viktor Vranjes die Zeller nach einer schönen Kombination in Führung (21.), nach dem Seitenwechsel machte Nicolas Koch den dritten Saisonsieg perfekt (68.). „Wir sind endlich mal als Einheit aufgetreten, das war die letzten Wochen nicht der Fall“, freute sich Bas, der die Mannschaft vor sechs Spielen übernommen hatte. „Der Sieg muss der Mannschaft Selbstvertrauen geben.“ (jly) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Georg Habermeier (Rohrenfels) - Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Viktor Vranjes (21.), 2:0 Nicolas Koch (68.)
Im Derby gegen einen stark ersatzgeschwächten SV Klingsmoos setzte sich der TSV Pöttmes mit 3:1 durch – machte es am Ende aber unnötig spannend. Nach einer Abtastphase zu Beginn nahmen die Gastgeber das Heft mehr und mehr in die Hand. TSV-Spielertrainer Fabian Scharbatke scheiterte zunächst noch von der Mittellinie an der Querlatte, durfte vor der Halbzeit aber doch noch jubeln – und das gleich zweimal. Erst spielte der Angreifer nach einem langen Ball SV-Torwart Matthias Hudler aus und traf zum 1:0 (37.). Dann erhöhte er nach einer starken Vorlage von Mersad Fakic auch noch auf 2:0 (41.). Nach dem Seitenwechsel musste von Klingsmoos mehr kommen. Pöttmes verwaltete die Führung und hatte Pech, als Scharbatke erneut aus der Distanz an der Querlatte scheiterte. Stattdessen wurde es in der Schlussphase doch noch einmal spannend. Florian Lenz verkürzte mit einem Flatterball auf 1:2 (82.). Die Hoffnung der Gäste, doch noch etwas Zählbares mitzunehmen, wurde allerdings schnell wieder zunichtegemacht, als Albin Krasniqi mit dem 3:1 endgültig den Deckel draufmachte (88.). (jly) Lokalsport NR
Schiedsrichter: Elias Kleß (Aichach) - Zuschauer: 201
Tore: 1:0 Fabian Scharbatke (37.), 2:0 Fabian Scharbatke (41.), 2:1 Florian Lenz (82.), 3:1 Albin Krasniqi (88.)
