
In der 54. Minute war es so weit: Mick Schmetgens kam für den angeschlagenen Julian Malatini ins Spiel. Es war der erste Bundesliga-Einsatz des Junioren-Nationalspielers.
Ein besonderer Moment: „Mein Mann und ich sind noch im Stadion“, erzählt Mutter Katharina Schmetgens gut eine Stunde nach dem Abpfiff. „Wir warten hier auf Mick, hatten noch gar keinen Kontakt zu ihm. Sein Debüt hier in der Bundesliga mitzuerleben, hat für uns noch immer etwas total Surreales. Es ist aufregend und schön.“
Schon seit einigen Monaten stand der 18-Jährige wiederholt im Werder-Kader. Zu einem Einsatz war es aber noch nicht gekommen - bis zum Spiel gegen Mainz.
Kurz nach der Pause machte sich Schmetgens gemeinsam mit anderen Werder-Spielern am Seitenrand warm. „Und dann löste er sich von den anderen, lief zur Bank und bekam dort Anweisungen. In diesem Moment bleibt einem komplett die Luft weg“, beschreibt Katharina Schmetgens ihre Gefühle Sekunden vor der Einwechslung.
Und noch während die Eltern auf der Tribüne mitfieberten, ging es los. „Nach seiner Einwechslung bekamen mein Mann und ich so viele Anrufe, Text- und Sprachnachrichten von Freunden und Bekannten, die sich einfach mit freuten“, so Katharina Schmetgens. „Mick wird wohl noch viel mehr Nachrichten bekommen haben.“
Schwester Kaya, die bei Werders B-Juniorinnen spielt, derzeit aber ein Austausch-Jahr in den USA verbringt, bekam von ihrem Werder-Trainer sofort ein Video mit der Einwechslung ihres Bruders zugeschickt.
„Kaya freut sich total. Sie hat gleich auf Instagram ein Bild von Mick mit den Worten „so proud“ gepostet“, so Katharina Schmetgens.
Auch bei seinem früheren Jugendklub A/O/B/H/Heeslingen, für den der Ahrenswohler bis zum Sommer 2022 gespielt hatte, war die Freude über das Profi-Debüt groß. „Das ist großartig für ihn. Wir freuen uns sehr für Mick“, so Tanja Schroten, sportliche Leiterin des JFV. „Es ist einfach schön, vor dem Fernseher zu sitzen und ihn im Weserstadion in der Bundesliga spielen zu sehen.“