Hankofens Partie in Nürnberg fiel dem Wintereinbruch zum Opfer.
Hankofens Partie in Nürnberg fiel dem Wintereinbruch zum Opfer. – Foto: André Nückel

»Ärgerlich & bitter«: Hankofen tritt Reise nach Nürnberg umsonst an

Als am Samstag die Nachricht über die Spielabsage die "Dorfbuam" erreicht, sind die längst schon unterwegs

So ein Wintereinbruch hat so seine Tücken. Das sorgt beim kleinen Dorfverein für Schwierigkeiten, aber auch beim großen Profiklub. Die SpVgg Hankofen-Hailing wäre am Samstag in der Regionalliga Bayern zu Gast gewesen beim 1. FC Nürnberg II. Doch einsetzender Schneefall in der Frankenmetropole sorgte am Club-Trainingsgelände am Valznerweiher für hektische Betriebsamkeit. Eiligst wurde versucht, den Platz, auf dem die Partie stattfinden sollte, vom Weiß zu befreien. Letzten Endes umsonst. Das Spiel musste am späten Samstagvormittag abgesagt werden.

Der Tross der SpVgg war da schon längst unterwegs. "Wir waren auf Höhe Regensburg, als uns die Nachricht erreichte", erzählt Hankofens Spielertrainer Tobias Beck. Unverrichteter Dinge musste der Bus also kehrtmachen. "Das ist ärgerlich und bitter. Du bereitest dich ja den ganzen Tag darauf vor, fährst die Spannung hoch und dann kommt die Absage. Nürnberg wollte spielen, sie haben alles versucht, den Platz zu räumen, wurde uns gesagt. Aber nach 15 Minuten intensivem Schneefall war der Platz wieder weiß. Das ist eben höhere Gewalt. Ob es nicht aufgrund der Wettervorhersagen eher möglich gewesen wäre abzusagen? Darüber zu diskutieren ist jetzt zwei Tage später aber ohnehin müßig", sagt Beck.

Was anfangen mit dem angebrochenen Spieltag? Das war nun die Frage am Samstag. Trainiert wurde nicht mehr, der Übungsplatz in Hankofen ist auch nicht mehr in allerbestem Zustand. Es ist eben Ende November. "Wir haben gemeinsam in Straubing zu Mittag gegessen und ein paar nette Stunden gehabt, Teambuilding wenn man so will. Wir haben das Beste daraus gemacht", erklärt Beck. Die Absage in Nürnberg hat nun zur Folge, dass die Partie aller Wahrscheinlichkeit noch in diesem Jahr am 10. Dezember nachgeholt wird.


Stoßgebete an den Wettergott.


Alles andere als eine optimale Konstellation für die "Dorfbuam". Denn, ob das Heimspiel kommenden Samstag gegen Pipinsried ausgetragen werden kann, ist alles andere als sicher. Die Wettervorhersagen geben nicht unbedingt Anlass zu Optimismus. Und ob dann die eigentlich abschließende Partie in Eichstätt Anfang Dezember stattfinden kann, das steht in den Sternen. Durchaus möglich also, dass Hankofen nun drei Wochen unfreiwillig pausieren muss, und dann am 10. Dezember aus der kalten Hose raus in Nürnberg noch einmal antreten soll. "Wir hoffen, dass der Wettergott noch ein wenig mitspielt und wir unsere Spiele noch durchbringen. Ich möchte auf keinen Fall mit einer 1:5-Niederlage (in Rain, Anm.d.Red.) in die Winterpause gehen", schickt Beck abschließend ein Stoßgebet gen Himmel.

Aufrufe: 021.11.2022, 09:30 Uhr
Mathias WillmerdingerAutor