2026-04-23T13:43:33.969Z

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Adler zwischen Mut und Sorgen – Rothosen vor Befreiungsschlag?

29. Spieltag der Hessenliga

von red · Heute, 08:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Marco Biering

Der 29. Spieltag hält für Nordhessen drei Spiele bereit, die kaum unterschiedlicher aufgeladen sein könnten: Der CSC 03 Kassel steht gegen Waldgirmes vor einem echten Schlüsselspiel im Abstiegskampf, KSV Baunatal will bei Rot-Weiß Walldorf seine starke Auswärtsserie fortsetzen, und SV Weidenhausen reist mit personellen Sorgen, aber nach dem 3:1 gegen Gießen immerhin mit neuem Selbstvertrauen zum Hanauer SC 1960.

Schwung konservieren

Für die Adler geht es darum, aus dem Überraschungssieg gegen Gießen mehr zu machen als nur einen einmaligen Befreiungsschlag. Die Aufgabe bleibt allerdings heikel: Hanau steht mit 36 Punkten deutlich stabiler da, und im Hinspiel unterlag Weidenhausen nach schwacher erster Halbzeit mit 1:2. Hinzu kommt der schmale Kader, denn Lennart Müller, Finn Kiebach, Marcel Felmeden und Marha Masukinina fehlen verletzt. Trotzdem reist Weidenhausen nicht ohne Hoffnung nach Hanau. Aus nordhessischer Sicht wird entscheidend sein, ob die Adler wieder so kompakt und mutig auftreten wie zuletzt zuhause – nur dann lässt sich aus der Außenseiterrolle tatsächlich etwas Zählbares machen.

Ein Spiel, das viel verändern kann

Für die Rothosen ist die Lage besonders klar: Dieses Heimspiel kann im Abstiegskampf zum Wendepunkt werden. Bei einem Sieg könnte der CSC seinen Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz aus eigener Kraft deutlich ausbauen. Sportlich spricht einiges dafür, dass Kassel mit gewachsenem Selbstvertrauen in diese Partie geht. Nach der Winterpause präsentiert sich der CSC deutlich stabiler als noch im Herbst, blieb in mehreren Spielen ungeschlagen und hat mit den Siegen gegen Baunatal und Hanau sowie dem Punkt in Pohlheim gezeigt, dass die Mannschaft inzwischen gefestigter wirkt. Es dürfte also eine enge, nervöse Partie werden, die solche Aprilspiele oft prägt.

Gegen eine alte Auswärts-Marke

Für die Baunis ist das Gastspiel in Walldorf eine interessante Mischung aus Formtest und Serienfrage. Einerseits ist Baunatal 2026 auswärts bislang ungeschlagen, andererseits hat der KSV seit Walldorfs Rückkehr in die Hessenliga dort nicht mehr gewonnen; unter Tobias Nebe sprang in sechs Gastspielen nur einmal ein Remis heraus. Genau diese Konstellation macht das Duell sportlich reizvoll. Die Voraussetzungen sind dabei nicht ganz einfach. Walldorf ist ein spielstarkes und auf dem eigenen Kunstrasen unangenehmes Team, das das Tempo hochhält und den Gegner stresst. Bei Baunatal kommt hinzu, dass die Entscheidung gegen eine Regionalliga-Bewerbung intern für Enttäuschung gesorgt haben soll. Verzichten muss der KSV wohl auf Leon Recker sowie weitere angeschlagene Kräfte, bei Egli Milloshaj besteht immerhin Hoffnung auf einen Einsatz.