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Transfers

Aderlass bei Bruck: Trainer weg, 4 Abgänge – FC Bayern als Mutmacher

Daschner-Rücktritt und vier Spieler-Abgänge schütteln den FSV durch +++ Schädler stärkt Vertrauen ins Team und spricht über das Profil des Nachfolgers +++ Erlangen-Bruck will Bayern-Schwung in der Landesliga nutzen

von Boris Manz · 28.08.2026, 12:01 Uhr · 0 Leser
In der ersten Halbzeit noch ungeschlagen, und dennoch sieglos: Der FSV Erlangen-Bruck kassierte auch gegen Weisendorf zwei späte Tore (0:2).
In der ersten Halbzeit noch ungeschlagen, und dennoch sieglos: Der FSV Erlangen-Bruck kassierte auch gegen Weisendorf zwei späte Tore (0:2). – Foto: Sportfoto Zink / L. Pfoertsch

Erst die ausbleibenden Ergebnisse, nun der personelle Aderlass: Mit einer schweren Saison hatte der FSV Erlangen-Bruck im Vorfeld gerechnet, doch die jüngste Eigendynamik bringt eine echte Wucht mit sich. Pünktlich zum Ende der Wechselfrist stecken die Brucker mitten in einem doppelten Umbruch: Der Cheftrainer ist weg, und mit ihm hat sich ein Quartett aus dem Kader verabschiedet.

Nach dem 0:2 gegen den ASV Weisendorf trat der junge Cheftrainer Kim Daschner zurück. Zudem kehrten Redon Gashi, die Brüder Leon und Mike Grimm sowie Timo Göller dem Landesligisten den Rücken (Bericht folgt).

„Ich habe so ein Wechselfenster in meiner Laufbahn noch nie erlebt“, gibt der Sportliche Leiter Marco Schädler offen zu. Beim FSV Erlangen-Bruck muss man die neuen Transfer-Modalitäten und mehrfachen Spielerwechsel zähneknirschend hinnehmen: „Verträge sind anscheinend nichts mehr wert. Ich bin aber überzeugt, dass unsere Jungs da unten rauskommen. Sie besitzen die Qualität und müssen sich jetzt gemeinsam da rausboxen.“

Dass Trainer Daschner die Reißleine zog, sei für den Verein zwar bitter, eröffne zugleich aber auch Chancen für den Neuanfang. Vorübergehend übernimmt Co-Trainer Simon Kreisel die Hauptverantwortung an der Seitenlinie – und soll am besten schon am Wochenende im Duell mit seinem Ex-Klub Jahn Forchheim den ersten Befreiungsschlag landen.

Parallel läuft die Suche nach einem langfristigen Nachfolger auf Hochtouren. Bereits in der nächsten Woche hofft der Verein, eine dauerhafte Lösung auf der Trainerbank vorzustellen. Das Anforderungsprofil ist klar: Gesucht wird ein erfahrener Fachmann, der langfristig plant und die strategische Ausrichtung des Klubs mitträgt. „Die Gespräche laufen bereits. Es gab viele Bewerber“, so Schädler. „Ein neuer Coach kann die Mannschaft noch einmal wachrütteln. Er muss aber auch die Mentalität mitbringen, gemeinsam mit uns durch schwere Zeiten zu gehen.“

Indes konnte der FSV unter der Woche zumindest für 90 Minuten den Landesliga-Alltag ausblenden: Die U19 des FC Bayern München gastierte an der Tennenloher Straße – spickiert mit Top-Talenten wie Erblin Osmani, die bereits Bundesliga-Luft schnuppern durften.

„Das war eine großartige Aktion vom FC Bayern. Die Münchner haben ein extrem starkes Team gestellt und das Spiel war ein echtes Highlight für unseren gesamten Verein“, resümierte Schädler. Der FSV habe sich trotz der 0:6-Niederlage teuer verkauft.

Genau diesen Schwung wollen die Brucker nun mit in den Liga-Alltag nehmen. Denn auch wenn die Vorzeichen in Erlangen derzeit stürmisch sind: Aufgegeben hat sich der FSV noch lange nicht.

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