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Allgemeines

Achte Niederlage in Serie: TSV Neuried strauchelt in Richtung Relegation

12 Spiele in Folge sieglos

von Tobias Huber · 28.04.2025, 07:05 Uhr · 0 Leser
Bitter: Neurieds Simon Prangenberg (l.) wurde im Abstiegsduell gegen Waldperlach zunächst ein klarer Elfmeter verwehrt, im Gegenzug fiel das 0:1 aus TSV-Sicht.
Bitter: Neurieds Simon Prangenberg (l.) wurde im Abstiegsduell gegen Waldperlach zunächst ein klarer Elfmeter verwehrt, im Gegenzug fiel das 0:1 aus TSV-Sicht. – Foto: Foto: Dagmar Rutt merkur@digid

Der in diesem Kalenderjahr sieglose TSV Neuried kassiert beim 1:2 gegen Waldperlach den nächsten Rückschlag im Abstiegskampf der Bezirksliga Süd.

Es war ein hartes Wochenende für den Co-Trainer des TSV Neuried. Am Freitag musste der in der Pressestelle des TSV 1860 München arbeitende Henrik Ahrend vor Ort eine 0:1-Niederlage des Fußball-Drittligisten beim FC Hansa Rostock miterleben. Nach der langen Rückfahrt und einer kurzen Nacht mit kaum Schlaf lief es mit seinen Neuriedern einen Tag später nicht besser: Trotz einer guten Leistung kassierte der Bezirksligist im richtungsweisenden Match zu Hause gegen den SV Waldperlach beim 1:2 (0:1) die achte Niederlage in Folge.

Strittige Schiedsrichterentscheidungen: Neuried bleibt Elfmeter verwehrt

„Das waren zwei sehr bittere Spiele“, haderte Ahrend. Besonders schmerzhaft war der Verlauf der Bezirksliga-Begegnung. „Eigentlich ist unser Matchplan voll aufgegangen“, bilanzierte Ahrend. Mit den schnellen Außenspielern Youssef Hassan und Gianmauro Masella setzten die Hausherren die Waldperlacher von Beginn an unter Druck. Vorne wirbelten der wiedergenesene Roman Kriebel und der diesmal in den Sturm beorderte Simon Prangenberg. Kriebel verpasste die Führung jedoch zweimal knapp. Richtig ärgerlich wurde es aber nach 28 Minuten. Erst wurde Prangenberg im Strafraum gefoult, doch die Pfeife blieb stumm, im direkten Gegenzug entschied das Schiedsrichtergespann in einer kniffligen Situation nicht auf Abseits, wodurch Luca Mancusi durchstarten und flanken konnte. Diese Hereingabe verwertete Umutcan Aksoy zur schmeichelhaften Gäste-Führung. Der Gegentreffer lähmte die Beine der jungen Neurieder etwas.

Dennoch gingen die Hausherren optimistisch in die zweiten 45 Minuten. Aber eine fatale Klärungsaktion tief in der eigenen Hälfte sorgte aus TSV-Sicht für das 0:2 durch Mancusi, der den Ball aus wenigen Metern versenkte (48.). Die Grün-Weißen zeigten jedoch eine starke Reaktion: Nur sieben Minuten später belohnte sich Kriebel für seine Leistung und markierte nach einem Angriff über außen das 1:2. Es sollte jedoch der einzige Neurieder Treffer an diesem unglücklichen Nachmittag bleiben, auch weil der Unparteiische dem TSV laut Ahrend weiter nicht wohlgesonnen war. „Er hat jede 50-50-Situation gegen uns entschieden“, monierte der Co-Trainer, dem zudem die freundschaftlichen Gesten des Schiedsrichters mit SVW-Coach Daniel Wittmann nach der Partie missfielen.

„Der Relegation zu entgehen, schätze ich als sehr, sehr schwierig ein“

Henrik Ahrend, Co-Trainer des TSV Neuried

Da Neuried auch das zwölfte Rückrundenspiel nicht erfolgreich gestalten konnte, rückt die Abstiegsrelegation bei vier Punkten Rückstand aufs rettende Ufer immer näher. „Der Relegation zu entgehen, schätze ich als sehr, sehr schwierig ein“, sagte Ahrend. Dennoch gelte es, an der Leistung von Samstag anzuknüpfen und mit dem einen oder anderen Sieg Selbstvertrauen zu tanken. Am kommenden Sonntag gastiert sein Team beim bereits geretteten VfL Denklingen.