
Nach dem spektakulären 4:4-Remis gegen Mönchröden steht der TSV Abtswind im Aufstiegsrennen mit dem Rücken zur Wand. Beim Tabellensiebten TuS Aschaffenburg-Leider wartet nun eine echte Reifeprüfung auf die Mannschaft von Thorsten Götzelmann, während die Hausherren nach ihrer Machtdemonstration in Lichtenfels völlig ohne Druck aufspielen können.
Im Verfolgerduell der Landesliga Nordwest treffen zwei Mannschaften mit unterschiedlichen Vorzeichen aufeinander. Die TuS 1893 Aschaffenburg-Leider rangiert mit 41 Punkten auf einem soliden siebten Tabellenplatz und hat das Saisonziel fest im Blick. Trainer Steffen Bolze blickt hochzufrieden auf den jüngsten 6:0-Auswärtssieg zurück: „Das war ein super Auswärtsspiel von uns über die gesamte Distanz. Wir waren spielerisch gut in der Partie, waren aber auch sehr zweikampfstark und es war alles in allem ein hochverdienter Sieg unsererseits.“
Mit dem geknackten Meilenstein im Rücken sieht Bolze sein Team in einer komfortablen Rolle. „Mit den 41 Punkten haben wir frühzeitig die 40-Punkte-Marke geknackt und können da befreit aufspielen“, erklärt der Coach. Gegen den Bayernliga-Absteiger aus Abtswind erwartet er jedoch eine andere Statik: „Abtswind gehört ja zu einer der spielstärksten Mannschaften in der Liga, von daher wird es schon so sein, dass wir auch gegen den Ball gut arbeiten müssen. Wir wollen ein offenes Spiel gestalten, wollen dem Favoriten ein gutes und heißes Spiel bieten und wollen natürlich zu Hause im Jahr 2026 weiter ungeschlagen bleiben.“
Für den Tabellendritten TSV Abtswind (50 Punkte) ist die Ausgangslage deutlich brisanter. Der Rückstand auf das Spitzenduo aus Bamberg und Großbardorf ist auf sechs bzw. sieben Zähler angewachsen. Nach dem wilden Schlagabtausch gegen Mönchröden, bei dem man dreimal einem Rückstand hinterherlief, überwiegt trotz der Moral der Frust über verlorene Punkte und die schwere Verletzung von Linus Grill.
Der spielende Co-Trainer Sven Wenzel ordnet die Situation jedoch kämpferisch ein: „Auch wenn die Ziele hoch hängen, gehe ich davon aus, dass wir mit dieser Mentalität, die wir jetzt das ganze Jahr schon an den Tag legen, dass auf jeden Fall noch was drin ist.“ Wenzel erinnert sich zudem positiv an das Hinspiel, das Abtswind durch Tore von Niklas Henninger und Finn Körger mit 2:0 für sich entschied: „Das war in der Hinrunde, glaube ich, eines der besten Spiele, die wir und auch Leider geboten haben. Das war von beiden Mannschaften ein Top-Spiel. Brutal starker Gegner, so schätzen wir sie auch im Rückspiel ein.“
Während die TuS einen „Top-Tag“ braucht, um etwas Zählbares zu behalten, steht für Abtswind fest: Nur ein Sieg hält die Hoffnung auf den direkten Wiederaufstieg am Leben. „Wir fahren dahin, um drei Punkte mitzunehmen. Das steht außer Frage“, so Wenzel deutlich.
Der komplette 27. Spieltag: