2026-03-13T07:45:35.464Z

Ligabericht

Abstiegskrimi in Troisdorf – Gelingt Deutz die Hinspiel-Revanche?

Der fünfte Rückrundenspieltag der U19-Mittelrheinliga in der Vorschau

von Benedikt Hitze · Heute, 14:21 Uhr · 0 Leser
Troisdorf steht vor einem wichtigen Spiel
Troisdorf steht vor einem wichtigen Spiel – Foto: Volker Lemm

In der U19-Mittelrheinliga steht ein Spieltag bevor, an dem vor allem alte Rechnungen und der Abstiegskampf im Fokus stehen. Deutz 05 brennt auf Wiedergutmachung: Nach dem „Albtraum“ des Hinrundenspiels gegen den SV Eilendorf wollen die Kölner zeigen, dass sie aus ihren Fehlern gelernt haben und zu Hause ein ganz anderes Gesicht zeigen können. Zeitgleich erwartet die Fans in Troisdorf der echte Abstiegskampf: Wenn die Sportfreunde Troisdorf 05 auf den FC Pesch treffen, prallt eine neu gewonnene defensive Stabilität auf puren leidenschaftlichen Kampfgeist.

Vichttal will Hennef ärgern

Der FC Hennef 05 thront mit 37 Punkten an der Tabellenspitze, während der VfL Vichttal trotz eines jüngsten Erfolgserlebnisses tief im Tabellenkeller feststeckt. Doch genau dieser Erfolg gegen Erftstadt-Lechenich sorgt im Hennefer Lager für höchste Wachsamkeit. Hennef-Trainer Erkan Cihangir lässt sich vom Tabellenbild nicht blenden. „Die Tabelle zeigt ein klares Bild, aber so wird es nicht sein“, warnt er seine Mannschaft eindringlich. Er rechnet mit einem Gegner, der nach dem ersten Saisonsieg mit einer ganz anderen Mentalität anreisen wird: „Vichttal wird die Motivation aus der letzten Woche in dieses Spiel mitnehmen. So eine Überraschung gilt es zu vermeiden.“ Für den Spitzenreiter ist die Marschroute klar: „Wenn wir von der ersten Sekunde an konzentriert unser Spiel spielen, dann bin ich mir sicher, dass die drei Punkte bei uns bleiben.“ Vichttal-Trainer Imad Laadim sieht in der Begegnung die „nächste große Herausforderung“ und ordnet die Verhältnisse realistisch ein: „Die Rollen sind dabei klar verteilt – wir gehen als absoluter Underdog in die Partie.“ Doch kampflos will man sich dem Favoriten nicht ergeben. „Wir wollen uns nicht verstecken, sondern mit der gleichen Geschlossenheit und Entschlossenheit auftreten wie am vergangenen Wochenende“, so Laadim kämpferisch. Sein Team setze auf den „positiven Schwung“ und die Tugenden Disziplin und Mentalität, um in Hennef dagegenzuhalten. Es wird spannend zu sehen sein, ob Hennef den Kurs Richtung Meisterschaft beibehält oder ob Vichttal tatsächlich den nächsten Paukenschlag im Abstiegskampf landet.


Kann Deutz diesmal dagegen halten ?

Während es für die Deutzer darum geht, sich weiter aus dem Tabellenkeller zu arbeiten, will der SV Eilendorf nach der jüngsten Niederlage gegen Hennef den Anschluss an die absolute Top-Vier der Liga wahren. Doch über der Partie schwebt vor allem ein Schatten aus der Hinrunde. Deutz-Trainer Mehmet Isik will über das erste Aufeinandertreffen eigentlich nicht reden: „An das Hinspiel wollen wir eigentlich gar nicht mehr denken, denn die 8:1-Niederlage war ein echter Albtraum.“ Diese herbe Pleite nagt offensichtlich noch immer am Stolz der Kölner, dient nun aber als maximaler Motivationsfaktor. Isik stellt klar, dass sein Team vor heimischer Kulisse ein anderes Gesicht zeigen wird: „Dieses Mal spielen wir zuhause und haben definitiv etwas gutzumachen.“ Dass die Aufgabe gegen die Gäste aus Eilendorf alles andere als ein Selbstläufer wird, ist dem Coach bewusst. Er zollt dem Gegner, der aktuell auf Rang fünf rangiert, großen Respekt: „Mit dem SV Eilendorf kommt allerdings ein starker Gegner, der in den letzten Jahren immer oben mitgespielt hat.“ Dennoch ist die Zielsetzung unmissverständlich: „Wir werden alles reinwerfen, um diesmal ein anderes Ergebnis zu erzielen.“

Abstiegskampf pur in Troisdorf

Ein absolutes Abstiegsduell steht in Troisdorf bevor. Vier Punkte trennt die Gastgeber vor dem ersten Abstiegsplatz, der vom FC Pesch belegt wird. Mehr Spannung geht wahrscheinlich nicht. Troisdorfs Trainer Tarek Maarouf gibt die Richtung für seine Mannschaft vor. Nach dem torlosen, aber defensiv stabilen Auftritt in Bergisch Gladbach am vergangenen Wochenende soll nun wieder dreifach gepunktet werden: „Für das Spiel gegen Pesch haben wir uns den Sieg als klares Ziel gesetzt“, betont Maarouf. Der Schlüssel zum Erfolg liegt für ihn in der Kontinuität der Abwehrarbeit: „Wir wollen an die Leistung der letzten Woche anknüpfen, in der wir ohne Gegentor geblieben sind, und dies auch gegen Pesch umsetzen.“ Auf der Gegenseite stellt man sich beim FC Pesch auf eine wahre „Schlammschlacht“ ein. Trainer Yavuz Günay erwartet eine hitzige Atmosphäre und warnt vor der defensiven Qualität der Hausherren. „Das wird ein ähnliches Spiel wie gegen Deutz – kampfbetont und hitzig“, prognostiziert Günay. Er hat den Gegner analysiert und weiß um die Schwere der Aufgabe: „Troisdorf wird sehr unangenehm sein. Wenn man sich allein das Ergebnis gegen Gladbach ansieht, weiß man, dass da eine defensivstarke Mannschaft auf uns wartet.“ Für Pesch steht ein richtungsweisendes Spiel bevor.

Bonn will an Hennef dran bleiben

Besser hätte die Rückrunde für die Bonner kaum starten können. Mit vier Siegen aus vier Spielen steht man makellos da und ist damit auch nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Hennef. Mit Rheinsüd kommt jetzt eine Mannschaft, die zuletzt zweimal verloren hat. Für Bonn-Trainer Recep Kartal gibt es nur ein Ziel für dieses Spiel: „Wir wollen unsere Siegesserie ausbauen.“ Rheinsüd wird alles daran setzen dieses Ziel zu verhindern.

Stoppt Erfstadt die Niederlagenserie?

Während Erftstadt händeringend nach den ersten Zählern der Rückrunde lechzt, reisen die Hürther mit neuem Schwung und einer klaren Matchplan an. Erftstadts Coach Dustin Esser macht aus der Bedeutung der Partie keinen Hehl. Die psychologische Komponente wiegt schwer: „Wir wollen alles daran setzen, die ersten Punkte zu holen, um nicht mit fünf Niederlagen in die Osterpause zu gehen, sondern mit einem guten Gefühl.“ Trotz personeller Rückschläge gibt er sich kämpferisch: „Die Trainingswoche war bisher sehr gut. Auch wenn wir den einen oder anderen Ausfall haben, wollen wir zu Hause alles raushauen.“ Die größte Hürde sieht Esser jedoch in der Unberechenbarkeit des Gegners: „Hürth wird nach dem Trainerwechsel enorm schwer einzuschätzen sein – eine komplette Wundertüte für uns.“ Hürth-Trainer Ilyas Taha setzt dabei vor allem auf die emotionale Komponente: „Wir wollen mit hoher Intensität, klarem Kopf und echtem Hunger nach vorne auf den Platz kommen.“