
Die halbe Liga muss noch bangen. In der Fußball-Kreisliga herrscht Spannung im Kampf um den Klassenerhalt. Welche Chancen sich der SSV Hagen ausrechnet.
Der Abstiegskampf in der Kreisliga Stade spitzt sich zu: Während mit dem MTV Hammah II und dem FC Wischhafen/Dornbusch bereits zwei Absteiger feststehen, zittert fast die Hälfte der Teams in der Spielklasse davor, auf den dritten Platz unter dem Strich zu geraten. Auf besagten „heißen Stuhl“ ist kürzlich der SSV Hagen abgerutscht, der die Hoffnung allerdings noch nicht aufgegeben hat.
Die Hinrunde beendete der SSV zwar noch als Achter, wurde anschließend aber bis in den Keller durchgereicht (13.). Während der FSV Bliedersdorf/Nottensdorf (11.) und der TuS „Eiche“ Bargstedt (12.) in der zweiten Saisonhälfte wie Spitzenteams punkteten, sammelte Hagen nur neun weitere Zähler.
Das sagt der Trainer zur aktuellen Situation
„Im Moment ist so ein bisschen der Wurm drin und wir bekommen unsere PS nicht auf den Platz“, sagt Trainer Roman Rode. „Die Kadersituation war schon mal besser und es sind nach Verletzungen nicht alle auf ihrem optimalen Fitnesslevel - jetzt geht es aber ohnehin mehr um Kopf und Willen.“
Das rettende Ufer ist für Hagen nämlich immer noch nur zwei Punkte entfernt. Mit dem TuSV Bützfleth (2.) am Sonntag, 10. Mai, 15 Uhr, auswärts und der SG Lühe (6.) stehen aber zunächst zwei Teams aus der oberen Tabellenhälfte auf dem Restprogramm, bevor in Hedendorf (9.) und gegen Bliedersdorf zwei direkte Konkurrenten abschließend warten.
Insbesondere auf dem kleinen, heimischen Geläuf ist der SSV durchaus gefürchtet, wo er 22 seiner 28 Punkte sammelte. „Wir erhoffen uns, dass wir zu Hause die möglichen sechs Punkte holen“, sagt Rode. „Wir müssen aber natürlich auch auswärts Punkte einfahren, sonst wird es nicht reichen.“
Hauptkonkurrenten mit leichterem Restprogramm
Das Problem für den Abstiegskandidaten: Hauptkonkurrent Bargstedt bestreitet seine letzten drei Partien allesamt vor heimischer Kulisse und trifft dort unter anderem auf Schlusslicht Hammah II (15.), das 23 seiner 25 Begegnungen verloren hat.
Bliedersdorf empfängt als Nächstes den Vorletzten Wischhafen (14.), sodass Hagen unter normalen Umständen mindestens zwei Siege aus den letzten vier Spielen braucht, um doch noch Kreisligist zu bleiben. „Es wird nicht leicht“, betont Rode. „Aber nichts ist unmöglich - wir glauben trotzdem noch daran.“
Der nächste Gegner am Sonntag verfolgt allerdings seine eigenen Ziele: Bützfleth ist nicht nur der erste Verfolger von Spitzenreiter VfL Güldenstern Stade II (1.), sondern würde nach aktuellem Stand sogar selbst als Zweiter in die Bezirksliga aufsteigen.
Wiepenkathen könnte von Stader Abstieg profitieren
Denn Stade muss in doppelter Hinsicht auf den Klassenerhalt der eigenen Landesliga-Mannschaft hoffen, weil der drohende Abstieg auch den Aufstieg der Zweiten blockieren würde. Dadurch öffnet sich auch die Tür für den TSV Wiepenkathen (3.) wieder, der sich nach argen Personalproblemen wieder erholt hat.
Der Dreikampf im Aufstiegsrennen wird also nicht nur in der Kreisliga entschieden, im Keller bleiben von Hagen bis Himmelpforten (8.) sechs gefährdete Teams auf sich gestellt. Der Saisonschlussspurt garantiert also sowohl oben als auch unten bis zum Schluss jede Menge Spannung.