2026-04-09T03:39:01.720Z

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Abstiegsgipfel in Reutlingen und Singen, kommt Mannheim nochmal ran?

Oberliga Baden-Württemberg: Die Übersicht aller Partien des 27. Spieltags

von Timo Babic · Heute, 09:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Y. Le Madon

Am 27. Spieltag der Oberliga Baden-Württemberg verdichten sich die Linien der Saison immer weiter. Ob im Aufstiegsrennen, im Kampf um die besten Plätze oder tief im Tabellenkeller: Dieses Wochenende trägt auf fast jedem Platz die Schwere einer Entscheidung in sich.

Interessant dürfte auf jeden Fall das Spiel zwischen dem SSV Reutlingen und dem 1. FC Normannia Gmünd werden. Wie endet das Spiel? Mache hier bei der WhatsApp-Umfrage von FuPa mit.

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Der SV Oberachern eröffnet den Spieltag mit einer Partie, in der nach dem jüngsten Rückschlag Wiedergutmachung gefragt ist. Die Mannschaft steht mit 41 Punkten auf Rang sechs, verlor zuletzt aber trotz zwischenzeitlicher Aufholjagd mit 2:3 bei der TSG Backnang. Nach einem 0:2-Rückstand kämpfte sich Oberachern durch die Treffer von Marin Stefotic und Maximilian Weiß eindrucksvoll zurück, ehe in der 88. Minute doch noch die Niederlage stand. Genau diese bittere Schlussphase verleiht dem Heimspiel gegen den Tabellenletzten nun zusätzliche Brisanz.

Der FC Denzlingen reist mit 16 Punkten als Schlusslicht an und musste zuletzt ein ernüchterndes 0:5 gegen den 1. CfR Pforzheim hinnehmen. Besonders schwer wog dabei die frühe Rote Karte gegen Sebastian Weizel in der dritten Minute, nach der das Spiel rasch in eine eindeutige Richtung kippte. Mit 27 erzielten Toren und 51 Gegentreffern bleibt die Lage für den Aufsteiger prekär, jeder Auftritt trägt inzwischen den Charakter eines Überlebenskampfes.

Die Ausgangslage ist damit klar: Oberachern will im Kampf um eine starke Abschlussplatzierung sofort zurück in die Spur, Denzlingen braucht im Tabellenkeller dringend ein Zeichen des Widerstands. Viel spricht für ein Spiel, in dem der Gastgeber früh Druck aufbauen wird, während die Gäste mit aller Kraft versuchen müssen, Stabilität in eine schwierige Lage zu bringen.

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Für Türkspor Neckarsulm ist dieses Heimspiel von enormem Gewicht. Der Aufsteiger steht mit 27 Punkten auf Rang 16 und damit mitten im Abstiegskampf. Zuletzt setzte es beim FV Ravensburg eine 1:3-Niederlage, bei der Cristian Gilés Sanchez per Foulelfmeter zwischenzeitlich Hoffnung brachte, ehe in der Nachspielzeit die Entscheidung fiel. Hinzu kam die Rote Karte gegen Jan Dietrich in der 89. Minute – ein weiterer schmerzhafter Moment in einer ohnehin angespannten Situation.

Der FC Nöttingen kommt mit 45 Punkten als Tabellenvierter, allerdings nach intensiven Tagen. Zunächst gewann Nöttingen am vergangenen Spieltag 2:1 gegen den FC 08 Villingen, dann folgte unter der Woche das packende, aber verlorene Nachholspiel gegen den VfR Aalen. Beim 2:3 gegen den Spitzenreiter zeigte die Mannschaft große Moral, glich zweimal aus und musste sich doch durch den späten Treffer von Dean Melo geschlagen geben. Genau das macht die Gäste in diesem Spiel gefährlich: Nöttingen kommt mit Wucht, aber auch mit dem Drang zur direkten Antwort.

Für Neckarsulm geht es um Punkte gegen den Druck von unten, für Nöttingen um die Rückkehr zu einem Erfolgserlebnis nach einem aufreibenden Nachholspiel. Es ist eine Partie, in der sich die unterschiedlichen Ziele beider Teams mit voller Wucht begegnen.

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Der 1. CfR Pforzheim hat am vergangenen Spieltag ein deutliches Zeichen gesetzt. Das 5:0 beim FC Denzlingen war ein Auftritt voller Entschlossenheit und Effizienz. Schon in den ersten 16 Minuten zog Pforzheim durch Tim Schwaiger, Cemal Durmus und Noah Lulic davon und ließ keinen Zweifel daran, dass die Mannschaft ihre Saison nicht im Ungefähren auslaufen lassen will. Mit 34 Punkten steht Pforzheim auf Rang acht und kann mit einem weiteren Sieg den Blick wieder weiter nach oben richten.

Der FV Ravensburg reist mit 42 Punkten als Tabellenfünfter an und hat seinerseits Selbstvertrauen getankt. Das 3:1 gegen Türkspor Neckarsulm war ein wichtiger Sieg, auch wenn die Entscheidung erst in der Nachspielzeit fiel. Daniele Gabriele, Simon Schwarz und Nesreddin Kenniche sorgten für den Ertrag eines Spiels, das Ravensburg in der oberen Tabellenhälfte festigte.

Damit treffen zwei Mannschaften aufeinander, die mit positiven Ergebnissen im Rücken antreten. Pforzheim will den Schwung des Kantersiegs mitnehmen, Ravensburg seine Position im Vorderfeld weiter festigen. Es ist ein Duell, in dem sich Momentum und Ambition direkt gegenüberstehen.

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Der FC 08 Villingen steht mit 39 Punkten auf Rang sieben und hat nach der 1:2-Niederlage beim FC Nöttingen das Bedürfnis nach einer schnellen Reaktion. Fabio Pfeifhofer brachte Villingen in jener Partie zwar noch einmal heran, doch am Ende blieb der Tabellenachte ohne Ertrag. In einer Phase, in der die Abstände im Mittelfeld eng bleiben, wächst der Wert jedes Heimspiels.

Der FSV 08 Bietigheim-Bissingen reist dagegen mit 19 Punkten als Vorletzter an und braucht dringend Zählbares. Das 0:2 gegen den SSV Reutlingen war ein weiterer Rückschlag in einer schwierigen Saison. 36 erzielte Tore bei 65 Gegentreffern zeigen die Probleme der Mannschaft deutlich, die Lage im Tabellenkeller ist ernst und lässt kaum noch Raum für längere Durststrecken.

Für Villingen ist dieses Spiel die Chance, wieder Stabilität in die eigene Saison zu bringen. Für Bietigheim-Bissingen ist es ein weiterer Versuch, sich gegen das Abrutschen zu stemmen. Gerade solche Konstellationen erzeugen oft eine besondere Spannung: Der Favorit trägt die Pflicht, der Außenseiter die nackte Not.

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Der TSV Essingen musste zuletzt ein emotionales Wechselbad aushalten. Beim 2:2 in Mannheim sah es lange nach einem Auswärtssieg aus, ehe Max Neunhoeffer in der vierten Minute der Nachspielzeit noch den Ausgleich für den VfR Mannheim erzielte. Trotzdem bleibt Essingen mit 46 Punkten auf Rang drei und damit in einer bemerkenswert starken Position. Gerade weil dieses späte Gegentor schmerzt, wird der Gastgeber nun mit großer Entschlossenheit auftreten.

Die TSG Backnang kommt nach einem spektakulären 3:2 gegen den SV Oberachern nach Essingen. Lukas Glaser, Ali Ferati und der späte Treffer von Julian Geldner in der 88. Minute sorgten für einen wichtigen Heimsieg, der Backnang auf 33 Punkte brachte. Damit bewegt sich die Mannschaft auf Rang elf in einem Bereich, in dem Siege schnell neue Perspektiven eröffnen können.

Diese Partie vereint also zwei Mannschaften, die zuletzt emotionale Spiele erlebt haben. Essingen will den Schmerz der späten Mannheimer Minuten in Energie umwandeln, Backnang den Schwung eines dramatischen Sieges konservieren. Es spricht viel für ein intensives Spiel zweier Teams, die mit offenem Visier antreten könnten.

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Für den FSV Hollenbach ist die Aufgabe kaum größer denkbar. Mit 27 Punkten steht die Mannschaft auf Rang 15 und befindet sich mitten im Kampf gegen den Absturz. Die 0:2-Niederlage beim Spitzenreiter VfR Aalen war zwar keine Überraschung, zeigt aber, wie schwer jeder Punkt in dieser Phase erarbeitet werden muss. Hollenbach hielt lange dagegen, kassierte aber früh und dann nach der Pause den entscheidenden zweiten Treffer.

Nun kommt mit dem VfR Mannheim der Tabellenzweite. Die Mannheimer stehen bei 54 Punkten und haben beim 2:2 gegen den TSV Essingen immerhin noch ihre Widerstandskraft bewiesen. Nach Rückstand sorgten Marvin Kadner und Pasqual Pander zunächst für die Wende, ehe in letzter Sekunde doch noch der Ausgleich fiel. Für Mannheim bleibt die Zielsetzung dennoch eindeutig: Der Druck auf Spitzenreiter Aalen muss hoch bleiben.

Die Ausgangslage verleiht diesem Spiel enorme Klarheit. Hollenbach braucht Punkte im Überlebenskampf, Mannheim darf sich im Aufstiegsrennen kaum einen Ausrutscher erlauben. Es ist ein Duell, in dem beide Seiten unter hohem Druck stehen – wenn auch aus völlig unterschiedlichen Gründen.

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Der Karlsruher SC II geht mit 33 Punkten auf Rang zehn in dieses Heimspiel und zeigte zuletzt Moral. Beim 1. Göppinger SV lag die Mannschaft bereits nach zehn Minuten 0:2 zurück, kämpfte sich aber durch Treffer von Maximilian Ziesche und Denis Lübke noch zu einem 2:2. Gerade solche Aufholjagden können einer jungen Mannschaft neuen Glauben geben.

Doch nun kommt der Tabellenführer. Der VfR Aalen ist das dominante Team dieser Saison, steht bei 61 Punkten und hat zuletzt gleich doppelt geliefert. Am vergangenen Spieltag gewann Aalen 2:0 gegen den FSV Hollenbach, unter der Woche folgte dann das intensive 3:2 im Nachholspiel beim FC Nöttingen. Sasa Maksimovic, Jascha Döringer und Dean Melo erzielten dort die Tore eines Spitzenreiters, der auch enge Spiele zieht.

Für den KSC II ist dieses Spiel eine Chance auf ein großes Ausrufezeichen, für Aalen der nächste Schritt auf einem bislang beeindruckenden Weg. Die Gäste reisen mit Autorität, aber auch mit der Belastung eines englischen Wochenrhythmus an. Gerade das macht diese Partie interessant: Kann Karlsruhe die Frische und den Mut eines Aufsteigers nutzen, oder setzt Aalen seinen Marsch ungerührt fort?

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Der SSV Reutlingen hat mit dem 2:0 bei FSV 08 Bietigheim-Bissingen einen wichtigen Sieg eingefahren und steht nun mit 33 Punkten auf Rang neun. Luca Plattenhardt und Moritz Kuhn sorgten für einen Erfolg, der dem Team neue Ruhe und zugleich neuen Ehrgeiz geben dürfte. Reutlingen will sich im engen Mittelfeld weiter stabilisieren und möglichst noch Plätze gutmachen.

Der 1. FC Normannia Gmünd reist mit einem überzeugenden 5:1 gegen den Türkischen SV Singen an. Alexander Aschauer, Nico Molinari, Marvin Gnaase und Levin Kundruweit sorgten für einen starken Auftritt, der durch die Rote Karte gegen Dominik Almeida zusätzlich beeinflusst wurde. Mit 30 Punkten auf Rang zwölf hat Gmünd sich etwas Luft verschafft, aber noch keine echte Sicherheit erreicht.

Damit treffen zwei Mannschaften aufeinander, die zuletzt deutlich gewonnen haben und nun nachlegen wollen. Reutlingen kann sich mit einem Heimsieg weiter nach oben orientieren, Normannia Gmünd will den Abstand zu den Gefahrenzonen vergrößern. Es ist ein Duell, das sportlich eng wirkt und emotional viel verspricht.

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Zum Abschluss des Spieltags steht ein Spiel im Zeichen des Tabellenkellers. Der Türkische SV Singen ist mit 30 Punkten Dreizehnter und musste zuletzt beim 1. FC Normannia Gmünd eine deutliche 1:5-Niederlage hinnehmen. Der Treffer von Atakan Koyuncuoglu war nur Ergebniskosmetik in einer Partie, die durch die Rote Karte gegen Dominik Almeida zusätzlich erschwert wurde. Singen steht nun vor der Aufgabe, einen schweren Rückschlag schnell zu verarbeiten.

Der 1. Göppinger SV steht mit 27 Punkten auf Rang 14 und damit noch unmittelbarer unter Druck. Das 2:2 gegen den Karlsruher SC II fühlte sich nach dem frühen 0:2-Rückstand zwar wie ein kleines Comeback an, doch im Tabellenbild reicht jeder halbe Schritt momentan kaum aus. Maximilian Ziesche und Denis Lübke brachten Göppingen zurück, aber die Lage bleibt angespannt.

Gerade deshalb ist dieses Sonntagsspiel so brisant. Singen kann sich mit einem Heimsieg etwas Luft verschaffen, Göppingen könnte mit einem Auswärtserfolg direkt Boden gutmachen. Es ist ein Spiel, in dem die Bedeutung kaum größer sein könnte: Nicht die großen Schlagzeilen des Aufstiegskampfs stehen im Vordergrund, sondern die rohe, unmittelbare Wucht des Abstiegskampfs.

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